Mein Post-Launch-Prozess: 5 Schritte für einen besseren nächsten Launch Und warum ich direkt nach dem Launch bewusst auf die Bremse trete

Mein Post-Launch-Prozess: 5 Schritte für einen besseren nächsten Launch

In den letzten Wochen habe ich gelauncht. Vergange Woche war der Launch dann vorbei. Und es kam: ein schwarzes Loch.

Und genau das ist der Anlass für diesn Artikel. Weil ich gemerkt habe, dass ich nach einem großen Projekt wie einem Launch immer denselben Prozess durchlaufe. Einen, den ich mir über die Jahre angeeignet habe. Und einen, über den ich bis jetzt noch nie so direkt gesprochen habe. Den ich dir jetzt aber verraten möchte.

Vielleicht kennst du das nach einem großen Projekt auch: Dieses diffuse gefühl von: “Wie, das war’s jetzt?”

Dabei muss dein Projekt kein Webinar-Launch sein, so wie bei mir. Es könnte auch der Verkauf deines ersten Coaching-Pakets, ein neues Freebie oder eine Content-Offensive wo du 30 Tage am Stück gepostet hast sein.

Ich gestehe ja: ich bin ein wahnsinnig ambitionierter Mensch und meine erste Reaktion ist fast immer eine gewisse Enttäuschung. Und das vollkommen grundlos, wohlgemerkt.

Wie ich mich aus dem Post-Launch-Tief raus hole und warum diese 5 Schritte so wichtig sind, damit mein nächster Launch ein noch größerer Erfolg wird, das kannst du in diesem Artikel lesen.

Schritt 1: Keine voreiligen Schlüsse – erst Abstand, dann Klarheit

Das ist eigentlich der wichtigste Schritt. Und deshalb steht er ganz am Anfang.

Direkt nach einem Launch bin ich emotional nicht in der Lage, gute Entscheidungen zu treffen. Das „das war’s jetzt?“-Gefühl ist da. Und wenn ich ehrlich bin auch ein bisschen Enttäuschung.

In einem Launch gebe ich 120%. Und wenn ich ehrlich bin, dann denke ich mir am Schluss immer: eigentlich müssten da viel mehr Verkäufe sein.

Ja, das ist nur das erste Gefühl und ich verrate dir gleich, wie ich das löse. Aber ich will auch ehrlich sein: es ist fast immer da.

Auch, wenn der Launch objektiv gut war und meine Erwartungen sogar übertroffen hat. Aber nach einem Launch sehe ich nur, was hätte besser sein können. Was ich noch alles machen hätte können.

Wenn du genauso ehrgeizig bist wie ich, kennst du das bestimmt.

Deshalb gilt: Keine strategischen Entscheidungen in der Negativphase. Kein Angebot umwerfen, keine Preise ändern, keine Strategie über Bord werfen.

Was ich stattdessen mache: Ich schreibe mir diese Gedanken in meinem Projektmanagement-Tool in Asana auf. Alle Beobachtungen, Fragen und Dinge, die mir zum Launch einfallen. Damit ich sie dann später, wenn mein Kopf wieder frei ist, zur Analyse hernehmen kann.

Aber was ich gelernt habe: Wenn man Entscheidungen auf Basis von Gefühlen trifft, endet das ganz oft im Chaos. Und darauf hab ich keine Lust und dafür hab ich erhlich gesagt auch keine Zeit 😉.

Schritt 2: Ziele abgleichen – bevor die Enttäuschung das Steuer übernimmt

Was mache ich also, um aus diesem Post-Launch-Tief raus zu kommen?

Ganz einfach: ich gleiche meine Ziele ab.

Ich setze mir ja vor jedem Launch Ziele. Wenn du das vor einem großen Projekt nicht machst, würde ich dir das auf jeden Fall empfehlen. Ich arbeite dabei mit dem Mini-Midi-Maxi-Modell, über das ich in einer der letzten Folgen gesprochen habe. Und ich lege 3 Szenarien fest: was wäre absolutes Minimum? Was wäre gut? Und was wäre das absolut beste Ergebnis?

Und jetzt nach dem Launch vergleiche ich: habe ich meine Ziele erreicht? Wo bin ich auf der Skala unterwegs? Mir passiert es im Trubel des Launches oft, dass ich die Ziele aus den Augen verliere. Bzw. mit so vielen Zahlen hantiere, dass ich irgendwann nicht mehr alle 3 festgelegten Zahlen im Kopf habe.

Aber wenn ich mich hinsetze und vergleiche, dann ist dieses ungute Gefühl, das ich ursprünglich hatte fast immer weg. Ja, es passiert, dass ich meine Ziele nicht erreiche. Aber nachdem ich mittlerweile über 10 Jahre Erfahrung habe bin ich durch die Übung ganz gut darin geworden realistische Ziele zu setzen.

Und was für mich auch wichtig ist: ich vergleiche meinen Launch nicht nur mit meinen Zielen, sondern auch mit den Launches der letzten Jahre. Die habe ich genauso wie ales andere in meinem Projektmanagement-Tool Asana dokumentiert.

Und wenn ich sehe, wie sich mein Business in den letzen Jahren weiterentwickelt hat, stellt sich gleich ein viel besseres Gefühl ein.

Schritt 3: Einen Tag raus – wirklich raus

Nach dem ersten abgleichen der Ziele ist erst mal eines wichtig: Abstand und Erholung.

Ein Launch ist anstrengend. Für den Kopf, aber auch für den Körper.

Früher habe ich in der heißen Phase des Launches tatsächlich oft mehrere Tage hintereinander bis Mitternacht gearbeitet. Einfach weil immer neue To-Do’s aufgetaucht sind, die ich gar nicht am Schirm hatte.

Heute habe ich alles in Asana-Vorlagen und spare mir die Nachtschichten. Aber das Gefühl der Erschöpfung bleibt trotzdem. Schon deshalb, weil ein Launch viele Entscheidungen bedeutet, die man treffen muss – und das zieht Energie. Ganz abgesehen von Live-Events wie Webinaren oder Workshops….

Deshalb nehme ich mir nach einem Launch bewusst mindestens einen Tag frei. Und diesen Tag plane ich schon VOR dem Launch. Auch das ist ein wichtiges Learning: Wenn er nicht schon fix eingeplant ist, dann gibt es ihn auch nicht. Denn nach einem Lauchn ist eigentlich meistens mehr zu tun als davor: Kunden betreuen, Nachbearbeiten, Kurs erstellen/halten, alles abarbeiten was vorher liegen geblieben ist, …

Letzte Woche nachdem mein Launch vorbei war, sind wir z.B. Eislaufen gegangen, zu einem besonderen Eislaufplatz den wir unbedingt mal besuchen wollten. Ich weiß,nicht gerade das Paradebeispiel für körperliche Erholung. Aber ich hatte den nötigen Abstand. Den Kopf woanders.

Natürlich geht es auch darum, sich zu entspannen. Aber der Abstand und den Kopf mit etwas anderem beschäfitgen ist mir aktuell noch wichtiger.

Denn wer sofort weitermacht, trifft schlechtere Entscheidungen. Und das wollen wir nicht.

Schritt 4: Die Launch-Analyse – mit ein paar Tagen Abstand

Wenn der emotionale Staub sich gelegt hat, geht es endlich an die Launch-Analyse.

Ein paar Tage Abstand sind dafür wichtig. Weil ich sie sonst nicht objektiv machen kann.

Auch hier habe ich kein großes, kompliziertes Dokument, sondern packe alles in Asana. Dort hin, wo ich auch während des Launches bzw. direkt danach alles notiert habe was mir aufgefallen ist.

Was ich mir bei so einer Analyse z.B. anschaue:

  • Die Zahlen: Wie viele Käuferinnen? Wie war die Conversion Rate? Wie war die E-Mail-Öffnungsrate?
  • Die Herkunft: Woher sind die Käuferinnen gekommen? Aus dem Newsletter? Von Social Media? Über Empfehlungen?
  • Die Learnings: Was hat gut funktioniert? Was nicht? Was würde ich das nächste Mal anders machen?

Ich nutze für die Analyse mittlerweile übrigens unheimlich gerne KI. Gerade für die Auswertung von Excel-Listen, Facebook Ads – Kennzahlen oder Feedback ist das unschlagbar. Früher hat das mindestens einen Tag gedauert – heute kann ich einfach die Dokumente hochladen und schon spuckt mit die KI alle Infos innerhalb von Minuten aus.

Alle Erkenntnisse halte ich – natürlich – auch wieder in Asana fest. Denn so kann ich vor dem nächsten Launch her kommen und anschauen, worauf ich achten wollte bzw. was ich anders machen wollte. Hätte ich das nicht festgehalten, wären alle Ideen und Erkenntnisse garantiert bis zum nächsten Mal weg…

Schritt 5: Die nächsten Fokus-Projekte festlegen

Aber für noch etwas ist die Analyse so wichtig: Danach plane ich basierend darauf meine nächsten Schritte.

Ich habe dabei kein starres Jahresprogramm, bei dem schon jedes Monat fix verplant ist. Ja, ich habe einen groben Plan und übergeordnete Ziele. Aber wann ich konkret woran arbeite – meine sogenannten Fokus-Projekte – lege ich flexibel fest. Weil ich erst nach einem Launch bzw. der Auswertung weiß, was ich als nächstes tun muss um meine Ziele zu erreichen.

Und das sind nicht immer nur die offensichtlichen Dinge. Nicht nur „welche E-Mail muss ich anpassen“ oder „wie überarbeite ich mein Webinar“. Manchmal ist es auch: Ich brauche ein neues Freebie, weil ich meine E-Mail-Liste ausbauen muss. Oder: Ich muss früher mit der Promotion starten.

Diese Erkenntnisse werden zu konkreten Fokus-Projekten, die dann wiederum bestimmen, woran ich jeden einzelnen Tag arbeite.

Was ich dir heute wirklich mitgeben möchte

Das hier ist eigentlich keine reine Launch-Erkenntnis.

Es ist die Erkenntnis, dass es wichtig ist, ein System zu haben. Feste Prozesse. Und vor allem: einen Ort, an dem alles gesammelt ist.

Früher hatte ich das nicht. Deshalb hatte ich nach jedem Launch das Gefühl, dass er nicht gut genug war. Ohne Möglichkeit, das wirklich zu überprüfen. Keine gespeicherten Ziele, keine Vergleichszahlen, keine Notizen aus dem Launch selbst.

Nur das Gefühl.

Wenn du aber einen Ort hast, an dem alles sichtbar ist, verändert sich das. Es ist nicht nur einfacher, es ist auch befriedigender. Das ganze Business macht mehr Spaß, weil du nicht mehr auf Bauchgefühl angewiesen bist.

Das gilt für Ziele, aber auch für das Abbilden deiner ToDos. Erst wenn du wirklich vor Augen hast, was du gemacht hast, weißt du wie viel du eigentlich tagtäglich erledigst.

Wenn du genau diese Basis aufbauen möchtest – für Launches, aber auch für deinen gesamten Business-Alltag – dann komm auf die Warteliste für Projekt: Fokus!. Die aktuelle Runde hat schon gestartet, aber der nächste durchgang lässt nicht lange auf sich warten – versprochen!

Hier kommst du zur Warteliste für Projekt: Fokus

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