Geld verdienen mit Blogs: 11 Ideen für (Hobby)Blogger + Preisvorschläge

von | 15. Okt 2015 | Strategie & Business | 56 Kommentare

Geld verdienen mit Blogs funktioniert nicht nur über Sponsored Posts. Hier sind noch viel mehr Möglichkeiten inklusive Preisvorschläge und Tools!

Immer wieder gibt es in der Blogosphäre Blogparaden zum Thema „Geld verdienen mit Blogs“. Nicht alle sind pro Geld verdienen, oft mit dem Argument, dass Leser hintergangen werden (vor allem wenn Werbung nicht gekennzeichnet wird – was ich übrigens auch nicht gut finde). Auch oft gehört habe ich schon das Argument, dass Blogger nicht mehr objektiv sein können, wenn sie Geld für einen Artikel bekommen.

Aber: all das bezieht sich nur auf Sponsored Posts. Dabei gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten, mit dem eigenen Blog Geld zu verdienen. Ich habe 11 Ideen und Möglichkeiten zusammengeschrieben, manche davon sind aufwändiger, manche weniger. Im gratis Freebie hast du den Überblick über die Aufwände notiert, damit du weißt, was du umsetzen kannst, auch wenn du kein Vollzeitblogger bist. Oh, und ich habe Tools und Preisvorschläge inkludiert! Die Preise stammen einerseits aus meiner eigenen Erfahrung, andererseits aus Gesprächen mit anderen Bloggern und meinen neuesten Erkenntnissen vom Fashion Camp :)

11 Möglichkeiten mit deinem Blog Geld zu verdienen + Tools und Preisvorschläge #blogging Klick um zu Tweeten

Wenn du es eilig hast, kannst du dir gleich die Zusammenfassung hier runterladen:

1. Sponsored Posts

Ich weiß, ich habe gesagt es gibt auch andere Möglichkeiten. Aber diese Methode ist nun mal der Klassiker unter den den Blog-Kooperationen. Und die meisten Blogger wollen mit dieser Methode Geld verdienen. Deshalb habe ich sie vollständigkeitshalber in meine Liste mit aufgenommen.

So funktioniert’s:

Du wirst dafür bezahlt, dass du einen Blogartikel schreibst, den du auf deinem Blog veröffentlichst. Meist werden ein oder mehrere Links auf die Website des Kooperationspartner gesetzt, damit der auch SEO-technisch etwas davon hat. Dein Kooperationspartner profitiert aber auch von deiner (persönlichen) Beziehung zu deinen Lesern, die ein Unternehmen so wahrscheinlich nie erreichen wird und natürlich auch von deiner Reichweite.

Dein Vorteil:

Für dich ist die Methode praktisch, denn du weißt im Vorhinein, wie viel Geld du für einen Beitrag bekommst. Wie viel du für einen Beitrag verlangst, hängt unter anderem ab von:

  • der Nische deines Blogs
  • der Reichweite
  • dem Aufwand, den du für das Erstellen eines Artikels hast (es ist ein Unterschied, ob du ein Produkt testest oder dir ein Rezept ausdenkst, kochst, fotografierst und darüber schreibst)

Hast du dich schon einmal gefragt, wie viel du für einen bezahlten Blogartikel verlangen sollst? Hier versuche ich die ultimative Sponsored Post Formel herauszufinden!Der richtige Preis ist individuell, als Faustregel gilt: kein Artikel sollte unter 100€ verkauft werden. Das ist die absolute Untergrenze, dafür wird gerade mal der SEO-Wert abgegolten! Wenn du mehr dazu lesen willst, wie du deinen Preis für Sponsored Posts berechnest, lies dir diesen Blogartikel durch, in dem ich verschiedene Sponsored Post Formeln ausprobiere.

Dein Nachteil:

Es gibt Leser, die sofort an deiner Glaubwürdigkeit zweifeln, wenn du einen Blogartikel als Sponsored Post kennzeichnest (und ja, du musst kennzeichnen!). Außerdem kannst du nie abschätzen, wann wie viele Kooperationsangebote in deiner Mailbox eintrudeln. Dadurch kann es passieren, dass du in einem Monat mehr Angebote hast, als du annehmen kannst, und im nächsten Monat gar keine.

2. Affiliate Links

So funktioniert’s:

Beim Affiliate Marketing bindest du einen Link ein, der z.B. zu einem Online-Shop verlinkt. Der Link ist (stark vereinfacht ausgedrückt) mit deinem Schleifchen versehen, durch den der Betreiber des Online-Shops weiß, dass der Leser von dir kommt. Jedes Mal, wenn jemand etwas über deinen Link kauft, bekommst du eine kleine Prämie. Dein Leser zahlt deshalb nicht mehr!

Dein Vorteil:

Du kannst so viele und so oft Affiliate Links einbinden, wie du möchtest – theoretisch. Denn auch hier musst du aufpassen, dass das Verhältnis zwischen bezahlten und „normalen“ Links stimmt. An die Links kommst du über spezielle Publisher-Netzwerke, von denen es mittlerweile sehr viele gibt. Optimal für Fashion – Blogger ist zum Beispiel Tracdelight, wenn du ein Fan von Etsy bist, kannst du dich bei Awin bewerben.

Dein Nachteil:

Die Provision, die du von deinen Verkäufern bekommst, ist meist gering. Oft bekommst du nicht mehr als 3-10% vom Kaufpreis. Das bedeutet: je teurer das Produkt ist, das du bewirbst, desto mehr Geld bekommst du. Wenn du günstigere Produkte bewirbst, werden sie vielleicht häufiger gekauft, aber du brauchst auch mehr Traffic. Mit anderen Worten: du brauchst eine Strategie, damit diese Methode aufgeht.

Wichtig bei Affiliate Marketing: benutze für diese Links das No-Follow Attribut, sonst kannst du von Google abgestraft werden (und weniger Besucher über die Suchmaschine bekommen)!

3. Bannerwerbung

Bannerwerbungen waren lange Zeit die einzige Werbung, die auf Websites eingebunden waren und sind schnell als nervig und spammy in Verruf geraten (ähnlich wie bei Pop-Ups). Aber: diese Zeiten sind vorbei, wenn du sie sparsam einsetzt!

So funktioniert’s:

Du bindest einen Banner in deine Sidebar, unter deine Blogartikel, in den Footer oder eine andere prominente Stelle deines Blogs ein. Der Preis wird mit Hilfe des TKP (Tausender Kontakt Preis) berechnet: pro 1.000 Personen, die deinen Blog besuchen, bekommst du eine bestimmte Summe. Diese Summe ist abhängig von der Größe des Banners und liegt in der Regel zwischen 15€ und 45€.

Dein Vorteil:

Anders als bei Affiliate Links bist du nicht zwangsläufig von Netzwerken abhängig, sondern kannst Bannerplätze auch selbst verkaufen. Du bist auch nicht davon abhängig, dass deine Leser auf den Banner klicken und etwas kaufen. Das heißt, du kannst im Vorhinein gut kalkulieren, wie viel du in einem Monat einnehmen wirst.

Dein Nachteil:

Wie schon erwähnt: Banner haben den Ruf spammy zu wirken. Und so falsch ist das nicht, denn wenn sie zu viel und an den schlechten Orten platziert sind, können sie störend sein. Außerdem sind die Einnahmen meist relativ gering, wenn du noch nicht so viele Leser hast.

4. E-Books verkaufen

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Man könnte sagen, du bist Experte auf dem Thema, über das du bloggst – egal ob Fitness, schnelle Rezepte oder Mama sein: du setzt dich laufend mit dem Thema auseinander und kannst deine Erfahrungen teilen. Oder du schreibst Kurzgeschichten, die nicht nur auf deinem Blog, sondern auch in einem Buch ganz gut aufgehoben wären? Auf deinem Blog machst du das schon – warum also nicht ein E-Book dazu schreiben!?

So funktioniert’s:

Im Prinzip ist es ganz einfach: du schreibst ein Buch und verkaufst es dann über deinen Blog. Dabei musst du nicht von 0 anfangen: nimm deine beliebtesten Blogartikel als Grundlage dafür! Mit Services wie DPD, Sendowl oder Gumroad kannst du das E-Book mit minimalem Aufwand über deinen Blog verkaufen!

Dein Vorteil:

Um ein E-Book zu schreiben musst du kein Technik-Guru sein: du kannst es in Microsoft Word oder Pages for Mac schreiben und dann als PDF exportieren. Und auch deine Zielgruppe, deine Leser, erreichst du schon über deinen Blog und musst nicht mehr viel Geld dafür investieren. Eine Landingpage und ein paar gut platzierte Facebook Ads können Wunder wirken!

Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Vorteil: du bist nicht von einem Unternehmen oder Netzwerk abhängig.

Dein Nachteil:

Ein E-Book zu schreiben braucht Zeit. Auch wenn technisch nicht viel dahinter steckt, sollte dein Buch ein Konzept und einen roten Faden haben. Es besteht auch das Risiko, dass du viel Arbeit in dein E-Book steckst und es bei deinen Lesern dann nicht so gut ankommt wie gedacht. Deshalb ist es wichtig, dass du sie im Vorhinein mal fragst, wie ihnen die Idee gefällt (z.B. mit einer kleinen Social Media Umfrage)!

5. E-Kurs verkaufen

So funktioniert’s:

Das Produzieren eines E-Kurses ist so ähnlich wie das Schreiben eines E-Books: die Arbeit steckt vor Allem in der Vorbereitung. Du verkaufst einen Kurs zu einem Thema, in dem du Experte bist und bei dem du anderen etwas beibringen kannst. Im Prinzip gibt es 3 Arten von Kursen:

  1. Video Kurse
  2. E-Mail Kurse
  3. Text Kurse (die auch oft Videos, Downloads, … beinhalten)

Es gibt verschiedene Plattformen, auf denen du deinen Kurs verkaufen kannst. Für Video-Kurse zum Beispiel Skillshare oder Edudip und für „normale“ Kurse Coursecraft. Und E-Mail Kurse lassen sich zum Beispiel mit Mailchimp umsetzen.

Dein Vorteil:

Genauso wie bei einem E-Book, hast du nach dem Produzieren nicht mehr all zu viel Arbeit. Du kannst den Kurs auch verkaufen, wenn du nicht online bist. Allerdings schadet eine gute Marketing-Strategie nicht, um genügend Leute zu erreichen.

Und auch hier bist du nicht auf das Budget von Unternehmen angewiesen.

Dein Nachteil:

Wie bei einem E-Book ist auch eine E-Kurs Produktion aufwändig, vor allem wenn du Videos integrierst. Auch dein Kurs sollte einen roten Faden haben und im besten Fall interaktiv sein.

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6. Spenden bzw. Crowdfunding

Eine weitere Möglichkeit, mit seinem Blog Geld zu verdienen, ist um Unterstützung der Leser zu bitten. Immerhin stellst du ihnen laufend gratis Content zur Verfügung. Aber: ich muss zugeben, ich hab’s selbst noch nie ausprobiert es aber schon auf ein paar Blogs gesehen. Ich bin etwas skeptisch, ob und wie gut diese Methode funktioniert, wollte sie dir aber nicht vorenthalten ;-) Wenn du Erfahrungen damit hast: hinterlasse einen Kommentar und teile sie mit mir!

So funktioniert’s:

Du bindest einen Paypal-Spenden-Button in deinen Blog ein, entweder in ein Sidebar-Widget oder unter deine Blogartikel. Damit du nicht zu plump „bettelst“, kannst du z.B. einen „Buy me a coffee“ Button einbauen oder dir mit diesem Plugin einen eigenen Text überlegen. Zum Beispiel wofür du das Geld verwenden würdest: ein neues Outfit für deinen Fashionblog? Bastelmaterial für deinen DiY-Blog? Dann könnte man es schon fast als Crowdfunding bezeichnen ;-)

Dein Vorteil:

Du hast wenig Aufwand dabei, den Button einzubinden und bist auch nicht auf einen Kooperationspartner angewiesen.

Dein Nachteil:

Diese Buttons funktionieren über Paypal, das heißt deine Leser müssen Paypal nutzen um dir einen Kaffee spendieren zu können. Und wie hoch die Einnahmen sind (und ob es überhaupt welche gibt), hängt von der Großzügigkeit deiner Leser ab.

7. Paywall

Noch eine Methode, die ich noch nicht ausprobiert habe. Sie ist auf kaum einem Blog zu finden, was vielleicht damit zusammenhängt, dass Leser es nicht gewohnt sind für Content zu zahlen.

So funktioniert’s:

Es gibt verschiedene Arten von Paywalls. Bei der Pay-per-View Methode müssen Leser für jeden Artikel zahlen, den sie lesen wollen. Beim Metered-Paywall System ist eine bestimmte Anzahl an Artikeln im Monat gratis, bevor bezahlt werden muss. Eine Ausführliche Beschreibung findest du in diesem Artikel.

Dein Vor- und Nachteil:

Das System ist mit Hilfe von WordPress Plugins leicht zu installieren. Allerdings kann es bei Lesern schnell zu Frustration führen, weil Artikel nicht frei zugänglich sind. Und dadurch steigt die Gefahr, dass sie sich andere Blogs suchen, auf denen sie ähnlichen Content gratis bekommen.

8. Vorträge auf Konferenzen

Du möchtest andere Menschen nicht nur mit deinem Blog inspirieren oder informieren, sondern hast auch kein Problem damit, vor einer Menschenmenge zu sprechen? Dann schau, ob es Veranstaltungen oder Konferenzen in deiner Nische gibt, bei denen du als Speaker antreten kannst und halte einen Vortrag!

Dein Vorteil:

Du knüpfst neue Kontakte und lernst fachlich wahrscheinlich etwas dazu (denn sind wir uns ehrlich: lernen kann man immer was).

Dein Nachteil:

Anfangs musst du vermutlich selbst auf die Organisatoren von Veranstaltern zugehen und fragen, ob du als Speaker auftreten darfst. Und solange du dir keinen Namen gemacht hast, kann es sein, dass du auf ein Honorar verzichten musst (vor allem, wenn es sich um kleinere Veranstaltungen handelt). Unterschätze auch den Zeitaufwand nicht, denn immerhin musst du dich auf deinen großen Auftritt vorbereiten!

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9. Digitale Produkte & 10. Materielle Produkte

So funktioniert’s:

Du realisierst auf deinem Blog DiY-Projekte, die sich deine Leser auch zu Hause aufstellen würden? Oder Schmuck, den deine LeserInnen nur zu gerne tragen würden? Oder du entwirfst Einladungen, die deine Leser auch gerne für ihre nächste Veranstaltung nutzen würden? Ob du’s glaubst oder nicht – nicht jeder ist handwerklich begabt oder kann mit den richtigen Programmen umgehen. Warum deine Ideen also nicht über Shop-Systeme wie Dawanda oder Etsy verkaufen?

Dein Vorteil:

Durch deine Blogartikel hast du eine direkte Rückmeldung deiner Leser, welche Ideen ihnen gefallen und du kannst dich leichter für ein Produkt entscheiden. Außerdem ist dein Blog der beste Marketing-Kanal überhaupt!

Dein Nachteil:

Der Aufwand für die Herstellung ist je nach Art der Produkte mehr oder weniger aufwändig. Das gilt nicht nur für materielle Produkte, sondern auch für digitale Produkte, wenn du sie für deine Kunden individualisierst (z.B. bei den oben erwähnten Einladungen). Wenn du also jetzt schon kaum Zeit neben deinem Vollzeitjob hast, ist diese Methode eher nicht für dich gedacht.

11. Fotos verkaufen

Als Blogger machst du ständig Fotos und wirst immer wieder mal gefragt, ob du das gelernt hast, weil deine Fotos so toll aussehen? Dann profitiere davon, indem du sie nicht nur auf deinem Blog herzeigst, sondern verkaufe sie auch!

So funktioniert’s:

Bei vielen (Stock)Foto-Datenbanken wie Fotolia gibt es die Möglichkeit Fotos zu verkaufen. Meist bekommst du einen gewissen Prozentsatz des Verkaufspreises, wenn dein Foto verkauft wird. Aber Achtung: es lohnt sich genau hinzusehen und durchzulesen, ob und welche Rechte du mit dem Verkauf abgibst!

Dein Vorteil:

Du hast kaum zusätzliche Arbeit, weil du die Fotos für deinen Blog sowieso schießt und bearbeitest.

Dein Nachteil:

Wenn du dein Foto verkauft hast, gibts du (je nach Plattform unterschiedlich) nicht unbedingt die Rechte an deinen Bildern ab. Aber du kannst meist trotzdem nicht kontrollieren, von wem und wofür deine Bilder eingesetzt werden.

Und jetzt noch einmal zusammengefasst

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