So geht’s: Mach deine Blog Leser zu Newsletter Abonnenten!

von | 1. Sep 2016 | Strategie & Business | 6 Kommentare

So lässt du deinen Blog für dich arbeiten und machst deine Blog Leser kinderleicht zu Newsletter Abonnenten.

Hast du dich schon einmal gefragt, wie du Blog Leser zu Newsletter Abonnenten machen kannst? Na klar: ein Formular in der Sidebar, ein Pop-Up, das deinen Lesern ins Auge springt… Aber was funktioniert wirklich? Welche WordPress Plugins gibt es, die dir dabei helfen? Und was sind überhaupt die Voraussetzungen, dass sich Leser in deinen Newsletter eintragen? In diesem Blogartikel erkläre ich dir all das!

Vom Blogleser zum Newsletter-Abonnent? So wächst deine E-Mail Liste wie von alleine! Klick um zu Tweeten

Die Voraussetzungen

Bevor wir anfangen, lass uns noch kurz über die Voraussetzungen reden die notwendig sind, damit die User, die auf deinen Blog kommen, deinen Newsletter abonnieren. Vor allem die erste Voraussetzung ist besonders wichtig:

1. Ziehe die richtigen Leser auf deinen Blog

Uff, gar nicht so einfach, oder? Und doch ist es so wichtig: stell dir vor, du möchtest mit deinem Blog Abnehm-Coachings verkaufen oder Ernährungstipps geben. Wenn du einen Blogartikel schreibst mit einem Rezept für eine unglaublich gute, kalorienreiche Cremeschnitte – wen wirst du dann anziehen? Wohl eher nicht die Leute, die auf der Suche nach Abnehmtipps sind und nach gesunden Rezepten suchen. Sondern eher Leute, die gerne Backen und sich etwas gönnen…

Sprich die richtige Zielgruppe an, nur dann werden aus Blog Lesern auch E-Mail Abonnenten! Klick um zu Tweeten

Dein Newsletter und dein Blog haben das gleiche Ziel: sie sollen dich dabei unterstützen, potenzielle Kunden an Land zu ziehen. Und das heißt auch: nur ein Besucher, der sich für das Thema über das du schreibst interessiert, wird sich für deinen Newsletter anmelden. Du musst also wissen, wen du erreichen möchtest! Wenn du dir schon Gedanken über dein Blog Konzept gemacht hast, dann sollte dieser Punkt schon mal abgehakt sein. Wenn nicht, dann mach dir noch einmal Gedanken darüber.

2. Biete Lesern einen Ansporn, sich anzumelden

Du hast also einen Leser, der zu deiner perfekten Zielgruppe passt, auf deinen Blog gebracht. Wie bringst du ihn jetzt dazu, dass er deinen Newsletter abonniert? Lass uns ehrlich sein: wie viele Newsletter hast du nur abonniert, weil du dafür einen tollen gratis Download bekommen hast? Mhm. Lesern ein Freebie (auch Opt-In genannt) anzubieten, damit sie sich für den Newsletter anmelden, ist ein absolutes Must-Have, wenn du deine Newsletter-Liste schnell ausbauen möchtest. Und auch hier gilt wieder: je besser es ein Problem deiner Zielgruppe löst, desto effektiver ist es.

Manchmal werde ich gefragt, ob es nicht unmoralisch oder Erpressung ist, wenn User im Austausch für ein Freebie (z.B. ein G-Book) ihre E-Mail Adresse hergeben müssen? Nein! Ist es denn unmoralisch, wenn Leser für ein E-Book zahlen müssen? Im Gegensatz zu einem Kauf, bei dem Kunden ihr Geld nicht zurück bekommen, können sich Abonnenten zudem gleich nach der Anmeldung theoretisch wieder abmelden, also kein Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben ;-)

3. Überlege dir, was du deinen Lesern bietest – und kommuniziere es!

Oft sehe ich in Sidebars Formulare, die nur die Überschrift „Newsletter“ haben. Das ist eine ziemlich vage Information: was erwartet den Leser? Bekommt er ein Freebie zugeschickt? Wird er über jeden neuen Blogartikel informiert, den du schreibst? Oder erhält er Angebote und Preisaktionen zugeschickt? Das zu wissen, nimmt den Lesern oft die letzte Hürde, sich für deinen Newsletter anzumelden.

Die Platzierung

Nachdem wir uns die Voraussetzungen angeschaut haben, kommt der nächste wichtige Punkt: wo solltest du das Newsletter-Anmelde-Formular einbinden, damit deine Leser es finden?

Eines vorab: es ist sinnvoll und wichtig, mehrere Anmeldeformulare auf deiner Seite einzubinden. Der eine Leser springt eher auf ein Formular in der Sidebar an, der andere eher auf eines im Footer. Was „funktioniert“ und was nicht, ist abhängig von deiner Nische und deinen Lesern. Probiere also verschiede Möglichkeiten aus und entscheide dich für die, mit der du die meisten Abonnenten bekommst (testen kannst du das zum Beispiel mit den Statistiken des Plugins „Easy Forms for Mailchimp„).

Teste verschiedene #Newsletter Platzierungen am Blog - und entscheide dich dann für die besten. Klick um zu Tweeten

#1: Sidebar

Die Sidebar ist der Ort, an dem man die meisten Newsletter Anmeldeformulare findet. Trotzdem gibt es etwas Wichtiges zu beachten. Generell gilt bei der Sidebar: je wichtiger, desto weiter oben sollte etwas platziert werden. Das heißt: je weiter unten das Widget mit Anmeldeformular ist, desto weniger fällt es auf und desto weniger neue Abonnenten gewinnst du damit. Im Idealfall hinterlegst du es noch mit einer anderen Farbe als die restlichen Widgets, damit es noch mehr heraussticht.

Blog Leser zu Newsletter Abonnenten machen - Anmeldeformular Platzierung: Sidebar

Beispiel: Newsletter-Anmeldefeld in der Sidebar von A Beautiful Mess.

#2: Startseite

Wenn du eine Startseite hast (und nicht deine letzten Beiträge anzeigen lässt), dann kannst du die perfekt nutzen, um neue E-Mail Abonnenten zu bekommen. Auch hier gilt: je weiter oben, desto besser. Du kannst entweder ein „normales“ Anmeldeformular einbinden, oder du verwendest einen Call to Action-Button, der ein Pop-Up öffnet oder deine Leser auf eine Landing-Page bringt, so wie ich das auf meiner Startseite gemacht habe.

Blog Leser zu Newsletter Abonnenten machen - Anmeldeformular Platzierung: Startseite

Der Vorteil eines Call to Action Buttons ist ein psychologischer: die Leser haben schon auf den Button geklickt, also quasi schon einen Teil der Arbeit erledigt. Damit ist es wahrscheinlicher, dass sie die Anmeldung zu Ende bringen.

#3: About-Seite

Die About-Seite ist eine der meist gelesenen Seiten auf deinem Blog. Wenn du mal einen Blick in deine Google Analytics Statistiken wirfst, wirst du sehen, wie viele Seitenaufrufe sie hat. Außerdem zeigen Leute, die sich deine About-Seite durchlesen Interesse an dir und dem was du machst. Gibt es also einen besseren Ort, um sie als Newsletter-Abonnenten zu gewinnen? Baue am Ende deiner About-Seite eine Call to Action oder ein Anmeldeformular für deine Website ein.

Der Geheimtipp für eine Newsletter-Anmeldeformular Platzierung? Deine About-Seite! Klick um zu Tweeten

#4: Nach jedem Post

Hast du schon mal dein eigenes Online-Leseverhalten beobachtet? Lass mich raten: die meisten Blogartikel überfliegst du nur und es gibt wenige, die du von Anfang bis zum Ende liest? Es wird dich vielleicht nicht überraschen, dass fast alle Leser online diesem Muster folgen. Das bedeutet: wenn jemand bis zum Ende deines Artikels liest, dann hast du ihn schon davon überzeugt, dass du gute Artikel schreibst. Das kannst du zum Beispiel für Related Posts nutzen – oder aber dafür, dass sich der Leser für deinen Newsletter anmeldet! Eine einfache Möglichkeit, unter jedem Blogartikel automatisch ein Newsletter-Anmeldeformular einzubinden, ist mit dem Plugin PopupAlly.

Blog Leser zu Newsletter Abonnenten machen - Anmeldeformular Platzierung: Unter Artikel

Beispiel: Newsletter-Anmeldefeld das unter jedem Artikel von Deliciously Ella angezeigt wird.

#5: Im Footer

Hier gilt das gleiche Prinzip wie bei Möglichkeit #4: Wenn deine Leser bis zum Ende deines Blogs scrollen, dann mögen sie deinen Content. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich für deinen Newsletter anmelden, ist also relativ hoch.

#6: Pop-Up (beim Verlassen)

Pop-Ups sind einfach nur nervig? Nicht nur – sind sind auch unheimlich effektiv! Leser, die bisher alle Anmeldemöglichkeiten auf deinem Blog übersehen haben, kommen nicht um ein Pop-Up drum herum. Allerdings gibt es ein Manko: Google hat vor kurzem angekündigt, Pop Ups zu bestrafen, die den eigentlichen Inhalt überdecken und somit unlesbar machen. Das ist aber kein Problem, denn mit sogenannten „Exit intent Pop-Ups“ werden die Boxen nur angezeigt, wenn dein Leser den Blog sowieso schon verlassen möchte. Näheres zu den verschiedenen Pop-Up Anzeigemöglichkeiten findest du weiter unten.

Blog Leser zu Newsletter Abonnenten machen - Anmeldeformular Platzierung: Pop Up

Beispiel: Pop Up auf Brewing Happiness.

#7: Scroll Box

Eine etwas andere Form des Pop-Ups, das ich zwar noch nicht selbst ausprobiert habe, aber in letzter Zeit immer öfter sehe, ist die Srcoll Box. Sie erscheint, wenn du auf einem Blog runter scrollst z.B. in der rechten unteren Ecke. Ein Beispiel wie das aussehen könnte, findest du bei Best Friends for Frosting.

Dezenter als Pop-Ups aber trotzdem ein Eyecatcher: Scroll Boxen als Newsletter-Andmeldeformular! Klick um zu Tweeten
Blog Leser zu Newsletter Abonnenten machen - Anmeldeformular Platzierung: Scrollbox

Beispiel: Scroll Box auf Best Friends for Frosting.

Einbauen kannst du so eine Scroll Box zum Beispiel mit dem Plugin Boxzilla, das es dir ermöglicht jeden beliebigen Inhalt anzeigen zu lassen. Also theoretisch auch etwas anderes als die Anmeldung für deinen Newsletter.

Die Tools

Oben habe ich schon ein paar WordPress Plugins angesprochen, hier möchte ich dir meine 2 liebsten gratis Newsletter-Tools genauer vorstellen: Easy Forms for Mailchimp und PopupAlly.

Easy Forms for Mailchimp

Dieses Tool ist wie der Name schon verrät nur für den Newsletter-Anbieter Mailchimp geeignet. Damit lassen sich mit wenig Aufwand verschiedene Anmeldeformulare für deinen Newsletter erstellen. Das kann ganz praktisch sein, wenn du verschiedene Newsletter-Listen hast (z.B. wenn du eine „allgemeine“ Liste hast und eine spezielle für geplante Online-Kurse).

Mit Easy Forms for Mailchimp kannst du messen, welches Newsletter-Formular auf deiner Website am besten funktioniert! #wordpress Klick um zu Tweeten

Aber das Erstellen von verschiedenen Newsletter-Formularen hat in Kombination mit diesem Plugin noch einen weiteren Vorteil: es liefert dir Statistiken aus, wie oft das Formular angezeigt wurde und wie oft sich tatsächlich ein User über dieses Formular angemeldet hat. Dadurch kannst du herausfinden, welches deiner Formulare besonders effektiv ist und welches nicht.

Wordpress Plugin: Easy Forms for Mailchimp - Statistiken

Das Plugin „Easy Forms for WordPress“ zeigt dir die Conversion Rate deines Formulars an.

PopupAlly

Der größte Vorteil von PopupAlly ist die Möglichkeit, PopUps zu erstellen, die sich leicht an deine Bedürfnisse anpassen lassen.

Im Gegensatz zum ersten Plugin funktioniert PopupAlly nicht nur mit Mailchimp, sondern mit vielen weiteren beliebten Newsletter-Diensten wie Aweber, Getresponse, usw. Für das Einrichten des Plugins gibt es hier ein sehr gutes englischsprachiges Tutorial.

PopupAlly macht es dir einfach, verschiedene Pop Ups in deinen #Wordpress Blog zu integrieren! Klick um zu Tweeten

Es gibt folgende Anzeigemöglichkeiten:

  • Time-delayed popup: Ein Pop-Up, das sich nach einer bestimmten Zeit öffnet, die ein Leser auf deinem Blog verbringt
  • Exit-intent popup: Ein Pop-Up das sich öffnet, wenn dein Leser deinen Blog verlässt
  • Embedded sign up: Ein Anmeldefeld (kein Pop-Up), das wahlweise am Anfang oder Ende eines Blogartikels angezeigt wird oder am Ende einer Seite.

Abgesehen von den Einstellungen, wann ein Popup angezeigt werden soll, kannst du auch das Design nach deinen Wünschen anpassen. In der Gratis-Version zwar nur eingeschränkt, aber das war für mich bisher völlig ausreichend.

PopupAlly Einstellungen Screenshot

 

Hast du Newsletter-Anmeldeformulare auf deinem Blog eingebaut? Falls ja: wo, und welche Platzierung „funktioniert“ für dich am besten?