Warum Newsletter-Marketing für deinen Blog unverzichtbar ist

von | 21. Feb 2019 | Strategie & Business | 18 Kommentare

Wenn du ein Online Business hast, dann nutzt du bestimmt mehrere Kanäle, um mit deinen Lesern in Kontakt zu bleiben: deinen Blog, Pinterest, Facebook, vielleicht ein Podcast…
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Ist ein Newsletter da unbedingt notwendig?

Das ist eine legitime Frage! ​​Das Problem ist nämlich: deine Zeit ist begrenzt und ich kann verstehen, dass du dich nicht um noch einen zusätzlichen Kanal kümmern möchtest.

Und trotzdem empfehle ich dir dringend, deinen Blog mit einem Newsletter zu ergänzen! Warum Newsletter-Marketing beim Bloggen so wichtig ist und wie du damit starten kannst, erfährst du in diesem Blogartikel.

Wie passen Newsletter-Marketing und Blog zusammen?

Bei einem Online-Business hat jeder Bestandteil deines Marketing eine Aufgabe. Vergleichbar ist das mit einem “normalen” Unternehmen, in dem du verschiedene Mitarbeiter hast. Mein mit Abstand bester Mitarbeiter ist mein Blog, denn er…

  • bringt mir durch Suchmaschinenoptimierung Traffic
  • überzeugt meine Kunden davon, dass ich wirklich Ahnung vom Thema Bloggen & Online Marketing habe
  • Und ist der Punkt, an dem alle Aktivitäten, die ich im Netz mache, zusammenlaufen

Allerdings gibt es ein Problem: auf meinen Blog kommen die Leute, wenn sie bei Google gerade etwas gesucht haben. Aber sobald sie die Antwort haben, sind sie in der Regel wieder weg (zumindest bis sie das nächste Problem haben).

Auch Social Media sind nicht besonders zuverlässig, weil du dich dort mit tausenden anderen um die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe streiten musst.

Mit anderen Worten: nur weil jemand ein Mal auf meinen Blog gekommen ist, heißt das nicht, dass er immer wieder kommt…

Aber das ist wichtig, denn das ist das Ziel: dass jemand zum Stammleser wird. Denn die aktivsten Leser (und Kommentierer) sind Stammleser. Und auch fürs Online-Business gilt: die besten Kunden sind Stammkunden! Und das kannst du mit einem Newsletter erreichen.

Mach deine Leser zu Stammlesern, denn so steigen dein Traffic und deine Verkäufe! Klick um zu Tweeten

3 Gründe für einen Newsletter

Wenn du noch hier bist, dann habe ich dich überzeugt, dass ein Newsletter wichtig und sinnvoll ist, oder? Falls nicht, oder wenn du es noch genauer wissen möchtest, dann lies jetzt weiter. Denn hier kommen die 3 besten Gründe, die dafür sprechen, dass du Newsletter-Marketing für deinen Blog betreibst:

1. Er ist eine zuverlässige Trafficquelle

Gibt es nur einen Weg einen Leser zum Stammleser zu machen? Nein, theoretisch mehrere:

  • er kann dein RSS-Feed abonnieren (macht heute aber niemand mehr)
  • er kann deine Social Media Kanäle abonnieren (ist aber nicht besonders effektiv – siehe unten)
  • er kann deinen Newsletter abonnieren

Das heißt, das Newsletter-Marketing ist die mit Abstand effektivste Methode. Wenn du regelmäßig E-Mails verschickst und mit deinen Lesern in Kontakt bleibst, kannst du sie immer über aktuelle Themen, Blogartikel und auch Aktionen informieren.

Newsletter-Marketing ist die mit Abstand effektivste Methode, um Blog Leser zu Stammlesern zu machen. Klick um zu Tweeten

Dadurch steigen deine Seitenaufrufe ganz automatisch, wenn du deinen neuen Newsletter ausschickst. Und mit der Zeit kann er zur größten und zuverlässigsten Trafficquellen werden. Eine Trafficquelle, die nicht von Algorithmen bestimmt wird…

2. Es gibt keine Algorithmen, die deine Sichtbarkeit einschränken

Auf so gut wie jedem Social Media Kanal gibt es mittlerweile Algorithmen, die anhand bestimmter Faktoren entscheiden, ob dein Follower dein Posting sieht oder nicht. Facebook hat den News Feed, Pinterest hat den Smart Feed, usw…

Von Selbstständigen, die eine Facebook-Seite betreiben, höre ich oft, dass nur 20% der Fans ihre Beiträge sehen. Das ist natürlich bitter, weil du Zeit (und vielleicht auch Geld) in den Aufbau deiner Fanpage gesteckt hast…

Bei Newslettern gibt es keinen Algorithmus, der bestimmt, wer deiner Abonnenten deine E-Mails sieht - du hast es in der Hand! Klick um zu Tweeten

Bei Newslettern gibt es keinen Algorithmus. Jedes E-Mail wird zugestellt und du hast es in der Hand, ob dein E-Mail geöffnet wird oder nicht (indem du gute Betreffzeilen schreibst). Ja, es werden nicht alle Abonnenten deinen Newsletter öffnen. Aber in der Regel doch wesentlich mehr als 20%!

3. Du kannst hervorragend über den Newsletter verkaufen

Im amerikanischen Raum gibt es einen Spruch:

The money is in the list.

Was so viel heißt wie: je mehr Abonnenten du hast, desto mehr verdienst du.

Das ist zwar sehr plakativ und aggressiv formuliert, aber es ist etwas Wahres dran. Ein großer Vorteil des Newsletter-Marketings ist nämlich, dass E-Mails sehr gut dazu geeignet sind, um deine Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Besser als auf dem Blog und viel besser als auf Social Media Kanäle.

Der Blog und die Social Media Kanäle sind nämlich perfekt, um Vertrauen aufzubauen, persönliche Seiten zu zeigen, Aufmerksamkeit zu bekommen und eine Community aufzubauen. Also die Voraussetzung, damit jemand deine Angebote kauft. Aber das tatsächliche Verkaufen, das passiert häufig über den Newsletter.

Der Blog ist die Voraussetzung, um Vertrauen aufzubauen und Kunden zu binden, das Verkaufen passiert dann über den Newsletter. Klick um zu Tweeten

Brauche ich dann überhaupt einen Blog?

Du fragst dich jetzt vielleicht Folgendes: „Wenn du so von Newsletter-Marketing schwärmst – brauche ich dann überhaupt einen Blog?“

Absolut! Irgendwo müssen die Newsletter-Abonnenten ja her kommen, und der Blog ist die beste Möglichkeit dafür.

Seit der DSGVO sind die Leute vorsichtiger geworden und geben ihre E-Mail Adresse nicht mehr jedem x-beliebigen Menschen im Internet der danach fragt weiter. Wenn du deine Leser mit deinen Inhalten überzeugen kannst, dass du sie mit hilfreichen Tipps versorgen kannst, dann tragen sie dich auch in deinen Newsletter ein.

Dieser Weg führt auch dazu, dass die Abonnenten „qualitativ hochwertiger“ sind – oder anders ausgedrückt: sie interessieren sich wirklich für die Themen, über die du schreibst und sind nicht „zufällig“ auf deiner E-Mail Liste gelandet.

Newsletter und Blog ergänzen sich perfekt: der Blog ist der beste Weg, um qualitativ hochwertige Newsletter-Abonnenten zu gewinnen. Klick um zu Tweeten

Und wie ich oben schon angesprochen habe: der Blog ist toll, um bei Google bekannt zu werden und mit deinem Wissen zu glänzen. Ein Newsletter hat aber meist kein öffentliches Archiv und der nachhaltige Traffic bleibt aus…

Wann soll ich einen Newsletter starten?

Oft wird empfohlen, sofort einen Newsletter zu starten, auch wenn du noch keine Website und keinen Blog hast. Das unterschreibe ich nur bedingt, deshalb ist der Newsletter auf meinem Blog Fahrplan auch nicht ganz zu Beginn eingezeichnet.

Das Allerwichtigste ist, dass du ein Konzept hast, also weißt, worüber du bloggen möchtest und wer deine Zielgruppe ist.

Wenn du schon vorher damit startest und dich dann 3 mal umentscheidest, hast du die falschen Leute in deiner E-Mail Liste. Das führt dazu, dass deine Öffnungsraten schlechter werden und du den Spaß am Schreiben deines Newsletters verlierst…

Konzentriere dich erst auf dein Blog Konzept und starte erst danach mit dem Bewerben deines Newsletters. Klick um zu Tweeten

So machst du Blog Leser zu Newsletter Abonnenten

Wenn du das Thema und die Ausrichtung festgelegt hast, kannst du anfangen deine Leser auf deinen Newsletter hinzuweisen. Hier sind ein paar Möglichkeiten, wo du einen Hinweis platzieren kannst:

  • in der Sidebar
  • auf der Startseite
  • auf der About-Seite
  • nach/zwischen einem Blogartikel
  • mit einem Pop-Up

Detaillierte Infos und Tools, die ich verwende, kannst du in meinem Blogartikel nachlesen in dem ich dir verrate, wie du Blog Leser zu Newsletter Abonnenten machst.

Wichtig ist, dass du bei diesem Punkt den Datenschutz beachtest – Stichwort DSGVO: Kläre deine Leser ganz genau darüber auf, was mit ihren Daten passiert: Wie oft schickst du ihnen Mails? Was für Inhalte kannst du ihnen schicken (siehe unten)? Usw…

Am besten, du postest einen Link zu deinen Datenschutzbestimmungen, wo du weitere Informationen zu deinem Newsletter-Anbieter (wie Active Campaign, Mailchimp, …) stehen hast.

Was verschicke ich in meinem Newsletter denn überhaupt?

Du hast es bestimmt schon vermutet: ständig Werbung an deine Leser zu schicken, damit sie ein Produkt kaufen, Rabattcodes einlösen oder Ähnliches ist nicht das Gelbe vom Ei. Auch hier lautet das Zauberwort wieder: Mehrwert.

Überleg dir einfach mal: was kann ich meinen Lesern schicken, damit sie davon profitieren?

Nicht nur beim Blog, auch beim Newsletter gilt: biete deinen Lesern Mehrwert! Klick um zu Tweeten

Hier sind ein paar Beispiele:

  • Information über neue Blogartikel
  • kurze Tipps, die beim Lösen eines Problems helfen
  • Unterhaltung
  • persönliche Einblicke, um dich besser kennen zu lernen
  • Case-Studies, in denen du zeigst, wie anderen Leute ein Problem gelöst haben

Für deinen Newsletter musst du die Welt nicht neue erfinden bzw. ständig neuen Content produzieren. Das Zauberwort ist: Wiederverwertung.

Hast du ein Facebook-Live Video gehalten? Beim letzten Networking-Treffen einen Impulsvortrag gehalten? Oder kannst du auf ein Detail aus einem Blogartikel noch genauer eingehen? All das kannst du für die Inhalte deines Newsletters nutzen!

Wie oft darf ich meine Leser mit meinen E-Mails “nerven”?

Eine Frage, die oft gestellt wird ist “Wie oft darf ich meine Leser denn mit meinen E-Mails nerven?”

Ich nutze hier absichtlich das Wort “nerven”, weil viele Leute das Gefühl haben, genau das mit ihren E-Mails zu tun: stören. Katharina Lewald hat einen interessanten Beitrag darüber geschrieben, dem ich auf der einen Seite zustimmen kann:

„Wenn du denkst, dass dein Newsletter nervt, dann sind die Inhalte nicht gut genug.“

Auf der anderen Seite kann ich aber auch sagen, dass es vielleicht dauert, bis du das wirklich verinnerlicht hast. In meiner Anfangszeit hatte ich vor dem Versenden eines Newsletters einen höheren Puls als nach 1 Stunde Step-Aerobic (hab ich tatsächlich mal zufällig mit einer Pulsuhr gemessen). Aber je öfter du E-Mails verschickst, desto einfacher wird es werden.

Deshalb meine 3 Tipps, wie du ohne Herzrasen Newsletter verschicken kannst:

  1. Überlege dir schon vorab, über welche Themen du schreiben möchtest und mache dir einen Redaktionsplan, ähnlich wie für deinen Blog. Dann schaffst du es auch, regelmäßig E-Mails zu verschicken und nicht nur alle heiligen Zeiten.
  2. Plane deine E-Mails im Vorhinein ein, damit sie automatisch versendet werden. Dann ist der Adrenalinausstoß beim Klicken auf den „Senden“-Button nicht zu groß ;-)
  3. Steigere die Frequenz. Fang anfangs mit 1 E-Mail pro Monat an, geh dann auf alle 2 Wochen und wechsle dann in einen wöchentlichen Rhythmus.

Prinzipiell empfehle ich gerne, den Newsletter zumindest alle 2 Wochen zu verschicken. Damit du deinen Lesern im Kopf bleibst und immer präsent bist, wenn sie einen Experten für dein Thema suchen. Von Zielgruppe zu Zielgruppe kann es aber auch Sinn machen, häufiger oder seltener E-Mails zu verschicken. Teste es einfach mal und schau, wie sich die Öffnungsraten und Abmeldungen entwickeln!

Fazit

Ja, Newsletter-Marketing zu deinem Blog zu betreiben ist zusätzlicher Aufwand. Aber er ist die perfekte Ergänzung, wenn du aus deinen Blog Lesern Kunden machen möchtest. Denn er ermöglicht dir einen engeren, noch persönlicheren Kontakt zu deinen Abonnenten und hilft dir dabei, bei ihnen im Gedächtnis zu bleiben!

Wenn du Unterstützung dabei brauchst, eine Strategie für dein Newsletter-Marketing zu finden oder endlich zu starten, unterstütze ich dich gerne dabei.

Betreibst du schon Newsletter-Marketing für deinen Blog? Wie oft verschickst du deinen Newsletter und was verschickst du? Hinterlasse einen Kommentar und verrate es uns!

 

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