Der ultimative Blog Visitenkarten Guide + Real Life Beispiele

von | 30. Okt 2015 | Strategie & Business | 34 Kommentare

Wofür du Blog Visitenkarten brauchst? Was soll auf jeden Fall drauf stehen? Wie stechen sie aus der Menge heraus? Das und die besten Beispiele gibt's hier!

Vor einiger Zeit wurde ich von einem (nicht bloggenden) Bekannten gefragt, warum ich überhaupt Visitenkarten für meinen Blog habe. Und ob das heutzutage nicht sowieso alles online funktionieren würde? Ach, wenn der wüsste: immer mehr Events für Blogger finden offline statt! Blog Konferenzen sind nur ein Event, auf dem man massenweise Visitenkarten los wird. Aber auch kleinere Events, wie lokale Bloggertreffen oder PR-Events von Firmen, sind tolle Gelegenheiten, andere Blogger (und PR-Verantwortliche, mit denen man Kooperationen absprechen könnte) kennen zu lernen. Und da muss man ja irgendwie schauen, dass man im Gedächtnis bleibt!

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Aber ich erkläre dir heute nicht nur, warum du Visitenkarten für deinen Blog haben solltest – ganz abgesehen davon, dass es einfach ein schönes Gefühl und sich der Blog dann noch ein bisschen mehr wie ein Business anfühlt ;-) Ich erkläre dir auch, was auf ihnen stehen sollte und zeige dir, wie du mit deinen Visitenkarten auffällst. Oh, und ich habe ein paar tolle Beispiele gefunden!

Und auch diesmal habe ich für alle, die’s gerne kurz & knackig haben, eine Zusammenfassung inklusive Checkliste für dich erstellt!

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Warum brauchst du Visitenkarten für deinen Blog?

  1. Sie helfen dir dabei, ins Gespräch zu kommen
    Vor allem auf Konferenzen gibt es viele Möglichkeiten, mit anderen Bloggern zu sprechen. Aber nicht jeder ist der geborene Netzwerker und tut sich leicht dabei, mit fremden Menschen zu sprechen. Wenn du deine Blog Visitenkarte präsentierst, dann fällt das Gespräch ganz von selbst auf das Thema, über das du eine ganze Menge erzählen kannst: deinen Blog!
  2. Du erinnerst dich leichter an dein Gegenüber
    Das ist auch ein Punkt, der auf Networking-Veranstaltungen oder Blog Konferenzen wichtig ist. Ich weiß ja nicht, wie das bei dir ist, aber mir fällt es unheimlich schwer, mir Namen und Gesicht von 5-10 neuen Bekanntschaften zu merken. Im Gegensatz dazu finde ich es kinderleicht, mir den Blog und das passende Gesicht dazu zu merken. Und beim Namen kann ich dann schummeln und auf die Visitenkarte schauen ;-)5 Gründe, warum du Visitenkarten für deinen Blog brauchst. Klick um zu Tweeten
  3. Du bleibst im Gedächtnis (für spätere Kooperationen)
    Das Telefon klingelt. Ich hebe ab und die Stimme an der andere Leitung sagt: „Hallo Janneke! Ich weiß nicht, ob du dich noch an mich erinnerst. Wir haben uns bei … getroffen und weil ich jetzt mit meinem Blog durchstarten möchte, habe ich mich an dich erinnert!“. Und obwohl sich die Person nicht mehr an meinen Namen erinnern konnte (ja, das passiert öfter ;-) ), hatte sie meine Visitenkarte auf der stand, wie sie mich erreicht! Ja, das ist eine wahre Geschichte und der beste Beweis, dass es sich auszahlt, Visitenkarten auszutauschen, auch wenn man nicht sofort Auswirkungen sieht!
  4. Damit du professioneller wirkst
    Es gibt keinen Business-Menschen, der auf ein Meeting oder eine Networking-Veranstaltung ohne Visitenkarten kommt. Es ist ein inoffizielles Zeichen dafür, dass man professionell ist und an einer Zusammenarbeit interessiert ist (zumindest ist das mein Eindruck). Und hey, auch als Blogger wollen wir Kooperationen eingehen oder „gebucht“ werden!
  5. Damit du mehr Leute erreichst als du Zeit für’s Plaudern hast
    Auf vielen Konferenzen gibt es mittlerweile Visitenkarten-Pinnwände, auf denen du deine Visitenkarte hinterlassen kannst, damit sie alle Leute sehen. Im Vorteil bist du dabei natürlich, wenn deine Karte aus der Masse heraussticht! Wie du das machst findest du weiter unten!
Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide

Foto © Michèle Pauty – aufgenommen am Fashion Camp Vienna

Welche Infos gehören auf deine Blog Visitenkarten?

Eine Blog Visitenkarte unterscheidet sich durch eine „normale“ Visitenkarten nur in einem Punkt: nicht du und deine Person stehen im Vordergrund, sondern dein Blog. Es gibt aber auch viele Blogger, die absichtlich eine minimalistische Variante wählen, die auf englischsprachigen Blogs auch unter dem Namen „Calling Card“ bekannt ist: auf ihr ist meist nur der der Name des Blogs und die URL zu finden.

Für alle, die „richtige“ Blog Visitenkarten haben möchten, die optimal zum Netzwerken sind, habe ich hier meine absoluten Must-Haves auf Blog Visitenkarten aufgelistet:

  • Der Name deines Blogs
  • Worüber bloggst du?
    Das kann z.B. die Tagline sein oder die Nische deines Blogs. Im Normalfall ist der beste Platz dafür unter dem Namen deines Blogs
  • Dein voller Name
    Auch wenn du auf deinem Blog anonym bloggst – wenn du eine Visitenkarte austeilst, hast du den Menschen gegenüber von dir sowieso schon kennen gelernt und deinen Namen verraten…
  • Blog-URL
    Selbsterklärend… ;-)
  • E-Mail Adresse
    Die E-Mail Adresse ist wahrscheinlich die üblichste und beliebteste Methode unter Bloggern zu kommunizieren. Auch wenn du sonst keine Kontaktdaten auf deiner Visitenkarte stehen hast, solltest du zumindest diese Möglichkeit, mit dir in Kontakt zu treten, drauf haben!
Name, Nische, URL und E-Mail Adresse gehören unbedingt auf deine Blog Visitenkarten! Klick um zu Tweeten

Außerdem kannst du noch folgende Infos auf deine Karte packen:

  • Social Media Kanäle
    Auf welchen Social Media Kanälen bist du zu finden? Unter welchem Namen? Im Idealfall benutzt du überall den gleichen Namen – da reicht es schon, wenn du die Icons und deinen Benutzernamen (z.B. @blogyourthing) darauf schreibst. Wie du das handhabst ist aber meist eine Platzfrage…
  • Weitere Kontaktdaten (Telefonnummer, Adresse)
    Wenn du keine Scheu davor hast, angerufen zu werden oder deine Adresse bekannt zu geben, dann schreib auch die auf deine Visitenkarte – das sieht noch ein bisschen professioneller aus!

Damit du bei deinen Visitenkarten nichts vergisst, habe ich ein Freebie erstellt, in dem du eine Checkliste und eine Zusammenfassung aller Ideen für Blog Visitenkarten findest.

Exkurs: Der richtige Umgang mit Visitenkarten

Obwohl dieser Punkt nicht wirklich zum Thema „Dos für Blog Visitenkarten“ gehört, habe ich 2 Tipps für dich, die ich so wichtig finde, dass ich sie mit dir teilen muss!

Tipp Nr. 1: Es ist wichtiger, Visitenkarten zu sammeln als sie auszuteilen!

Blog Visitenkarten anderer Blogger zu sammeln ist wichtiger, als eigene auszuteilen! Klick um zu Tweeten

Und das hat einen einfachen Grund: wenn du eine Visitenkarte hast, hast du die Macht: Du kannst nach der Konferenz ein E-Mail schreiben und nach dem Event aktiv mit anderen Leuten in Kontakt treten. Wenn du hingegen deine Visitenkarten nur verteilst, bist du darauf angewiesen, dass du angeschrieben wirst. Und darauf ob und wann das soweit ist, hast du keinen Einfluss…

Tipp Nr. 2: Mach dir Notizen!

Ich habe es oben schon kurz erwähnt: Wenn man viele neue Leute trifft, können die Erinnerungen manchmal verschwimmen. Wie war das jetzt noch mal schnell: war das die Person, die gerade angefangen hat zu bloggen? Oder doch die, die auf der Suche nach Gastautoren ist? Es gibt eine einfache Lösung: mach dir Notizen – und zwar AUF der Visitenkarte. Nicht auf einem Extrazettel, den du schnell verlegen kannst und auch nicht auf Post-Ist, die du auf die Visitenkarte klebst (die fliegen nämlich ständig runter). Aber mach es so, dass die Person es nicht sieht (wer möchte schon, dass die eigenen Visitenkarten verschandelt werden ;-) )!

Mach dir auf einer fremden Visitenkarte Notizen, worüber ihr gesprochen habt! Klick um zu Tweeten

Wo kann man Visitenkarten für den eigenen Blog drucken lassen?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten: wenn du ganz neu startest, reicht es manchmal schon, wenn du dir Visitenkarten zu Hause ausdruckst. Dafür gibt es spezielle Druckvorlagen wie diese oder diese hier. Online kannst du dir dafür die passenden Word-Vorlagen runterladen!

Es gibt auch die Möglichkeit, deine Visitenkarten online drucken zu lassen. Ich habe bisher mit diesen Anbietern gute Erfahrungen gemacht:

  • Moo Cards (mit diesem Link bekommst du 10% auf deine erste Bestellung)
    Moo ist eine Online-Druckerei, bei der du Visitenkarten in vielen verschiedenen Formaten, Sticker, Postkarten, … bestellen kannst. Die Produkte sind nicht ganz billig, haben dafür aber sehr gute Qualität.
  • Flyeralarm.com
  • Druck.at

6 Ideen für gute Visitenkarten + Beispiele

So, und jetzt ist es endlich so weit: hier sind ein paar Inspirationen, Ideen und Best Practice – Beispiele von anderen Bloggern!

Idee Nr. 1: Passe den Stil deiner Visitenkarten an deinen Blog an

Die typischen Visitenkarten sind aus Papier, auf der Vorderseite stehen alle Infos und auf der Rückseite ist dein Logo zu sehen. Mach doch mal was anderes und passe die Visitenkarten an deinen Blog an! Das passt besonders gut zu Do it Yourself – Blogs, ein tolles Beispiel kommt von Fräulein Selbstgemacht, die passend zu ihrem Blog Visitenkarten selbst näht! Die Anleitung dazu findest du hier.

Eine andere Möglichkeit ist, deine Karten ganz einfach mit Washi Tape aufzupeppen wie Katie von Lemonjitters hier zeigt.

Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide: DiY Blog

Foto: Katie von Lemonjitters

Idee Nr. 2: Stempeln statt drucken

Keine Zeit oder Lust, dir Visitenkarten zu designen und drucken zu lassen? Lass dir in einem Schreibwarengeschäft einen Stempel mit allen wichtigen Infos herstellen, dann kannst du einfach alles bestempeln, was dir in die Hände kommt! So wie die Großstadtprinzessin, die ihre Visitenkarten aus einem normalen Schreibblock und Masking Tape gebastelt hat!

Super finde ich auch die Idee von Brittany, die für ihren Blog The House that Lars Built statt Visitenkarten einfach Wertmarken mit den wichtigsten Infos bestempelt hat!

Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide: Ungewöhnliche Form

Foto: Brittany von The House that Lars Built

 

Idee Nr. 3: Stimme das Design mit deinem Blog ab

Wenn du noch keine Ahnung hast, wie du deine Visitenkarten designen möchtest, ist dein Blog Design immer ein guter Anhaltspunkt. Das schafft einen Wiedererkennungswert und oft weiß man dann sofort, um welchen Blog es sich handelt. Ein tolles Beispiel kommt von Magnoliaelectric, die den Banner ihres (damaligen) Blog Designs für ihre Visitenkarten benutzt hat.

Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide: Das Blog Design verwenden

Foto: Stef von Magnoliaelectric

Wenn du ein Logo hast, kannst du auch das als Rückseite für deine Visitenkarten nehmen. Das ist ein Klassiker, den ich zum Beispiel bei meinen Visitenkarten benutze.

 

 

Idee Nr. 4: Blogartikel featuren!

Ein Grund, warum viele Blogger Moo Cards bestellen ist, dass es damit ganz einfach möglich ist, verschiedene Rückseiten zu gestalten. Das bedeutet, du kannst beim Visitenkarten verteilen gleich deine besten Projekte herzeigen. Ich habe für meinen DiY-Blog ganz viele verschiedene Minicards bestellt. Toller Nebeneffekt: diese Idee ist ein toller Conversation Starter ;-) Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide: Blogartikel featuren

Ein Upgrade, das ich ganz toll finde, hat sich Juliane vom Blog Frau Jot kocht ausgedacht: Sie hat zu den Bildern ihrer Blogartikel auch gleich noch einen QR-Code hinzugefügt, damit man direkt zu den Rezepten kommt!

Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide: Blogartikel featuren

Foto: Juliane von Frau Jot

 

Idee Nr. 5: Pack ein Stück von dir mit drauf!

Der beste Weg um sicher zu gehen, dass Leute denen du deinen Visitenkarte gibst wissen, wer du nochmal schnell bist? Druck ein Foto mit auf die Visitenkarte! Ein Beispiel dafür habe ich bei den brandneuen Visitenkarten von Miss Purple Mint gefunden.

Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide: Fotos inkludieren

Foto: Ulrike von Purple Mint

Eine andere Möglichkeit, die mir persönlich sehr gut gefällt und auch etwas für all jene ist, die fotoscheu sind: verwende deine Handschrift, so wie Anna vom Blog H.Anna!

Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide: Handschrift

Foto: Anna von H.Anna

Oh, und natürlich ist erlaubt verschiedene Ideen zu mischen – so wie das Tasty Tale gemacht haben: da sind Bilder von den Autoren und Bilder von Blogartikeln gemischt!

 

Idee Nr. 6: Tanze aus der Reihe

Das bei uns übliche Format einer Visitenkarten ist rechteckig, mit den Maßen 55 x 85 mm. Aber warum nicht mal aus der Reihe tanzen? Dein Blog ist ja auch nicht 0815, also zeig das auch mit deinen Visitenkarten! Dein Blog ist ja auch nicht 0815, also zeig das auch mit deinen Visitenkarten! Klick um zu Tweeten Beispiele dafür gibt’s eine ganze Reihe. Sarah vom Blog Mädchenkram zum Beispiel hat sich aus handelsüblichen Visitenkarten-Vorlagen ein Exemplar gebastelt, das aussieht wie ein Geschenk Tag. Die Anleitung dazu gibt’s hier.

Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide: Ungewöhnliche Form

Foto: Sarah von Mädchenkram

Eine Variante, die ich in letzter Zeit immer öfter sehe, sind runde Visitenkarten. Die könnt ihr entweder selbst basteln (Anleitung gibt’s hier) oder drucken lassen (bei Flyer Alarm findet ihr die in der Kategorie „Flyer“ und könnt dann festeres Papier auswählen).

Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide: Ungewöhnliche Form

Foto: Bar vom Artbar Blog

Und wo wir gerade bei ungewöhnlichen Formen sind: auch quadratisch sieht man immer öfter! Drucken lassen kann man dieses Format mittlerweile schon fast überall.

 

Idee Nr. 7: Verschenke ein kleines Goodie

Und last but not least: eine Idee, die nicht immer ganz billig ist, aber auf jeden Fall auch im Gedächtnis bleibt: mach deine Visitenkarte zum Goodie. Ja, man könnte auch Werbegeschenk dazu sagen, aber ich habe so viele nette Ideen gefunden, dass ich dir die nicht vorenthalten wollte:

Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide: Visitenkarten mit Extra

Quelle: Popsugar

Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide: Visitenkarten mit Extra

Foto: Kelly von Live Laugh Rowe (inkl. Tutorial)

Ashley Rose von Sugar & Cloth teilt nicht nur Visitenkarten aus, sondern Mini Bastelkits. Wer kann schon einer ordentlichen Portion Glitter widerstehen? ;-)

Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide: Visitenkarten mit Extra

Foto: Ashley Rose von Sugar & Cloth

Besonders lange bleibst du mit deinen Visitenkarten im Gedächtnis, wenn sie gleichzeitig ein Mini-Notizbuch sind, so wie die von Oh, hello friend.

Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide: Visitenkarten mit Extra

Foto: Danni von Oh, hello friend

Und auch wenn dieses DiY-Projekt eigentlich keine Visitenkarte ist, wäre es doch eine nette Idee für Blogs, die regelmäßig über Parties und Deko schreiben, oder?

Der ulitmative Blog Visitenkarten Guide: Visitenkarten mit Extra

Fotos: Kelly von Studio DiY (inkl. Tutorial)

Mit diesen „Business Cards“ (oder sollte ich Business Bars sagen?) machst du dir bestimmt Freunde: Pack deine Infos auf eine Tafel Schokolade! Die kann man entweder online bestellen (gehört zur Kategorie „Werbegeschenke“). Wesentlich billiger ist es allerdings, wenn man sie selbst bastelt!

Ein von @altsummit gepostetes Foto am

 

Hast du Visitenkarten für deinen Blog? Wie sehen sie aus? Poste ein Foto auf Facebook, Instagram oder Twitter und verwende den Hashtag #blogyourthing, damit ich es finde. Oder/Und hinterlasse einen Kommentar mit dem Link zu einem Blogartikel, in dem du deine Karten präsentiert hast!

Du hättest gerne nochmal alle Visitenkarten-Ideen auf einen Blick? Dann lade dir die Zusammenfassung runter:

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