Frühjahrsputz am Blog: die einfache Anleitung für garantiert mehr Ordnung

von | 8. Mrz 2018 | Inspiration & Produktivität | 4 Kommentare

Ich habe es getan. Am Wochenende.

Frühjahrsputz am Blog: die einfache Anleitung für garantiert mehr Ordnung am BlogObwohl ich mich immer wieder dazu überwinden muss, ist das Gefühl danach doch unschlagbar. Nein, ich rede nicht von Sport ;-) Ich habe Frühjahrsputz gemacht!

In bestimmten Bereichen fällt es mir das ganze Jahr über leicht, Ordnung zu halten. Mein Blog und meine Arbeitsunterlagen sind ein gutes Beispiel dafür. Andere Bereiche wiederum versinken quasi sofort im Chaos. Frag meinen Kleiderschrank… Ich glaube das geht uns alles so, oder?

Und trotzdem stelle ich nach so einem großen Frühjahrsputz immer wieder fest, dass es sich lohnt. Weil ich plötzlich alles wieder finde. Schätze entdecke, an die ich ewig nicht gedacht habe.

Das Schöne ist ja: meinen Kleiderschrank sieht niemand. Dein Blog ist aber dein Aushängeschild und der Anlaufpunkt für deine Kunden und Leser. Da kann es fatal sein, wenn Chaos und Tohuwabohu herrscht.

Deshalb findest du in diesem Blogartikel eine Liste mit Punkten, die du erledigen solltest, wenn du deinem Blog einen Frühjahrsputz verpassen willst!

 

Warum es wichtig ist, deinen Blog aufzuräumen

Warum wir unsere Wohnung aufräumen ist klar: damit wir nicht eines Tages in einer Messy-Dokumentation enden. Oder vielleicht etwas weniger dramatisch: damit wir unseren Autoschlüssel und anderes finden, wenn wir ihn brauchen.

Beim Blog haben wir das Problem etwas nicht finden zu können vielleicht nicht. Da gibt’s praktischerweise eine Suchfunktion. Aber trotzdem hat es Nachteile, wenn du ihn nie aufräumst:

1. Die Benutzerfreundlichkeit leidet. Wenn deine Sidebar vollgestopft ist, du 20 Kategorien hast und deine Leser vor lauter Pop-Ups nicht wissen, wie sie deine Blogartikel lesen können, dann ist die Benutzerfreundlichkeit nicht vorhanden.

Und das bedeutet nicht nur, dass deine Leser genervt sind und vielleicht seltener vorbei schauen. Das ist auch für die Suchmaschinenoptimierung schlecht! Denn die Benutzerfreundlichkeit ist ein Kriterium, das für Google beim Ranking immer wichtiger wird.

2. Die Performance leidet. Wenn in deiner Datenbank massenweise alte Entwürfe gespeichert sind und du unnötige Plugins installiert hast, dann wirkt sich das unter anderem auf die Ladezeit deines Blogs aus. Sprich: auch hier leidet wieder die Benutzerfreundlichkeit. Aber schlimmer noch: du machst deinen Blog angreifbar, z.B. für Hacker oder Bots.

Frühjahrsputz am Blog: die einfache Anleitung für garantiert mehr Ordnung am Blog

Bevor du startest: mach ein Backup!

Der allererste Punkt, der auf deiner Liste steht noch bevor du mit dem Frühjahrsputz startest: ein Backup.

In den meisten Fällen läuft nichts schief. Aber hin und wieder passiert es doch, dass ein Plugin-Update schief geht oder du versehentlich auf einen Knopf drückst, den du lieber nicht gedrückt hättest. Ich kenne das Gefühl,76 wenn der Bildschirm auf einmal weiß ist und einem der Schweiß auf die Stirn tritt. Und glaub mir: das ist nicht schön.

Das wichtigste vorm Frühjahrsputz am Blog: mach ein Backup! #bloggingtipps Klick um zu Tweeten

Wenn du ein Backup Plugin hast, das das automatisch für dich erledigt (was ich übrigens stark empfehle), kannst du den Punkt schon fast überspringen. Trotzdem schadet es nicht, als ersten Punkt des Frühjahrsputzes zu kontrollieren, ob das Plugin auch richtig arbeitet. Schau doch mal nach, wann das letzte Backup gemacht wurde und kontrolliere die Einstellungen des Plugins. Wird wirklich alles gesichert?

Wenn du noch kein Backup gemacht hast oder kein Plugin installiert hast, findest du hier Anleitungen für ein WordPress Backup.

 

Teil 1: Das Frontent – oder: das „Sichtbare“

Sobald dein Backup fertig ist, können wir starten! Den meisten Spaß macht es, wenn man die Fortschritte gleich sieht, also starten wir mit dem Frontend – also deiner Seite so wie sie Besucher sehen!

1. Deine Seiten

Beim Bloggen sind wir so darauf fixiert, ständig neue Blogartikel zu schreiben, dass wir die statischen Seiten ganz vergessen.

Ein Beispiel aus meinem Alltag: Unlängst habe ich ein E-Mail von einer aufmerksamen Leserin bekommen, dass auf meiner Kontakt-Seite noch der Hinweis steht, dass ich von Datum xy – Datum ab auf Urlaub bin. Blöd. Was wäre, wenn ich dort nicht das Datum, sondern den Hinweis „Ich bin momentan auf Urlaub und nehme aktuell keine neuen Aufträge an“ stehen hätte?

Ja, so Dinge passieren leider. Selbst, wenn man eine noch so gute ToDo-Liste hat…

Na, hab ich dich überzeug, dass es Sinn macht seine eigenen Seiten von Zeit zu Zeit durchzusehen und alle Inhalte zu kontrollieren?

Wir sind beim Bloggen so auf neue Beiträge fixiert, dass wir die Seiten vergessen. Kontrolliere von Zeit zu Zeit ob sie noch aktuell sind! Klick um zu Tweeten

Besonders „gefährdet“ sind folgende Seiten:

  • die Kontakt Seite (wenn du dort z.B. deinen Urlaub angekündigt hast)
  • deine About-Seite (wenn dort z.B. Alter oder Jahre stehen)
  • Angebote mit (veralteten) Preisen
  • das Impressum (z.B. wenn du umgezogen bist)
  • eine Seite mit aktuellen Besuchszahlen (wenn du so etwas hast)
  • Kategorie-Übersichten (wenn du kein Plugin verwendest, das neue Blogartikel automatisch hinzufügt)

Der erste Schritt deinen Blog aufzuräumen ist also, dass du dir deine Seiten vornimmst: untersuche jede einzelne und prüfe, ob du etwas daran ändern musst. Manchmal macht es auch Sinn, eine Seite ganz neu zu überarbeiten!

Frühjahrsputz am Blog: die einfache Anleitung für garantiert mehr Ordnung am Blog

2. Die Sidebar

Bist du in einem Kaufhaus schon einmal vor einem Wühltisch gestanden? Diese großen Körbe mit jeder Menge Gewand darin, in denen man partout nicht das findet, wonach man sucht – selbst wenn man gar nicht weiß, wonach man sucht. Und deshalb gehst du einfach wieder, ohne dich genauer umzusehen.

Stell dir mal vor, einem potenziellen neuen Blogleser geht es so wie dir im Kaufhaus: er hat gehört, dass dein Blog richtig toll sein soll. Und dann kommt er auf deine Seite und wird von den Bannern, Werbungen und Elementen in deiner Sidebar so erschlagen, sodass er kurz bis zum Ende deiner Seite scrollt und dann so schnell wie möglich wieder weg ist. Eine absolute Horror-Vorstellung – nicht nur für den Leser, sondern auch dich als Blogger, oder?

Die Sidebar soll dein Leser Orientierung bieten. Sorge deshalb dafür, dass sie nicht zu vollgestopft mit Werbung, Bannern & Co ist! #bloggingtipps Klick um zu Tweeten

Damit ist jetzt Schluss! Hier sind ein paar Fragen, die du dir stellen solltest, wenn es darum geht deine Sidebar auszumisten. Im Zweifel gilt: ein Element lieber raus schmeißen als es drinnen zu behalten ;-)

  • Ist dein Profilbild noch aktuell und passt es zu der Stimmung auf deinem Blog?
  • Ist deine Kurzbio unter dem Profilbild noch aktuell und passt es zu deiner About Seite? Kannst du sie vielleicht noch interessanter gestalten? Sie sollte folgende Fragen beantworten: Wer bin ich? Worum geht’s auf diesem Blog?
  • Welche Widgets/Banner/Hinweise auf Aktionen sind nicht mehr aktuell? Was davon brauchst du wirklich noch und was kannst du raus schmeißen?
  • usw. …

 

Auf der Suche nach mehr Fragen für deinen Sidebar Detox? Hol dir das Workbook „Frühjahrsputz am Blog“ mit Checklisten und Worksheets, die dir dabei helfen, deinen Blog aufzuräumen!

 

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3. Kategorien

Das Ausmisten von Seiten und der Sidebar sind also geschafft. Aber wenn wir es dabei belassen, dann wäre es in etwa so, als ob du dein Wohnzimmer aufräumst und all das Zeug, das herum liegt, in einem Schrank verschwinden lässt. Deshalb solltest du auch einen Blick auf deine Blog Themen werfen und inhaltlich aufräumen: nimm die Kategorien unter die Lupe – und miste gegebenenfalls aus!

Eine Handvoll Kategorien reicht im Normalfall pro Blog aus. Zu viele überfordern deine Leser nur! #bloggingtipps Klick um zu Tweeten

Dazu schaust du dir jede Kategorie an und entscheidest, ob du noch Artikel zum Thema veröffentlichst oder nicht. Die wichtigsten kannst du bewusst hervorheben, damit sie deinen Lesern gleich ins Auge springen (z.B. indem du sie ins Menü einbaust). Die anderen Kategorien kannst du z.B. in der Sidebar oder dem Footer „verstecken“.

Achtung: aus SEO-Gründen rate ich dir, diese Kategorien nicht zu löschen sondern wirklich nur aus dem Menü zu entfernen oder evt. an eine weniger prominente Stelle zu verschieben!

 

4. Alte Blogartikel

Last but not least: schau dir auch deine alten Blogartikel an. Gerade wenn du über Themen schreibst, die sich immer wieder verändern (z.B. die Angebote von Online-Shops oder Tools, die im Internet zur Verfügung stehen) kann es sein, dass Blogartikel nach ein oder zwei Jahren schon stark veraltet sind. Statt einen neuen Blogartikel zu schreiben, nimm dir lieber etwas Zeit um die alten gründlich durchzusehen.

Stelle dir dabei unter anderem folgende Fragen:

  • Sind die Informationen im Artikel noch aktuell?
  • Kann ich noch mehr wichtige Punkte hinzufügen?
  • Müssen Screenshots/Bilder ausgetauscht werden?
  • Stimmen noch alle Links?

Einen ganzen Artikel zu dem Thema „Warum und wie du alte Blogartikel optimierst“ habe ich mal als Gastbeitrag bei Daniela auf bloggerabc Geschrieben.

Statt einen neuen Blogartikel zu schreiben kannst du auch einen alten aktualisieren und noch besser machen. Das dauert meist kürzer und bietet genauso Mehrwert! #bloggingtipps Klick um zu Tweeten

Und der letzte Punkt ist schon eine gute Überleitung zu unserem nächsten Thema: die Technik.

 

Teil 2: Das Backend – oder: die Technik

Auch wenn deine Leser und Kunden vor allem das Frontend – also alles woran wir gerade gearbeitet haben – sehen, ist es wichtig einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Denn wenn du hier zu viel Ballast mit dir herumträgst kann das zum Beispiel auf die Ladezeit gehen oder Sicherheitslücken entstehen lassen.

Frühjahrsputz am Blog: die einfache Anleitung für garantiert mehr Ordnung am Blog

Auch wenn du hin und wieder einen alten Entwurf oder Spam-Kommentar löschst, musst du doch von Zeit zu Zeit richtig aussortieren, damit er wieder problemlos läuft. Darauf solltest du achten:

  1. Überprüfe, ob noch alle Links funktionieren (z.B. mit dem Plugin Broken Link Checker) und entferne falsche Links bzw. bessere sie aus.
  2. Lösche automatische Speicherungen deiner Artikel (z.B. mit dem Plugin Better Delete Revisions).
  3. Lösche alle Spam-Kommentare, die sich angesammelt haben
  4. Sortiere Entwürfe von Blogartikeln aus, die du angefangen hast, aber nicht mehr fertigstellen wirst
  5. Leere den Papierkorb deiner Blogartikel und Seiten
  6. Mache Updates für Plugins um Sicherheitslücken zu schließen
  7. Sieh deine Plugins durch und lösche alle, die du nicht verwendest bzw. sortiere Plugins, die die gleiche Funktion haben, aus.
  8. Lösche die Themes, die du zwar installiert aber nicht verwendet hast (z.B. die Standard-Wordpress-Themes)

 

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Teil 3: Social Media Kanäle

Wir sind so weit gekommen, dann könntest du eigentlich gleich auch noch eine Fleißaufgabe machen und dir deine Social Media Kanäle anschauen.

Meist ist der Blog ja nicht der einzige Kanal, über den dir Leser folgen, sondern du bist auch auf Facebook, Pinterest, Instagram, … Neben der Verlinkung auf deinen Blog ist auch ein anderer Punkt wichtig: dass deine Kanäle Wiedererkennungswert haben!

Wenn du schon deinen Blog aufräumst, dann denk auch gleich an deine Social Media Kanäle und sorge dort für Ordnung! #bloggingtipps Klick um zu Tweeten

Der Grund ist ganz einfach: Stell dir vor, ein neuer Leser möchte deinem Blog z.B. auf Instagram folgen und sucht dort nach deinem Blog. Er findet gleich mehrere ähnliche Accounts, aber welcher deiner ist weiß er nich so genau weil ihm weder das Bild noch der Profilname bekannt vorkommt…

Damit das nicht passiert, solltest du folgende 3 Schritte machen:

  1. Verwende auf all deinen Social Media Kanälen das gleiche Profil- und Coverbild.
  2. Überlege dir, wie du deinen Blog in 2-3 Sätzen beschreiben kannst und nutze diesen “Elevator Pitch” auf allen Social Media Kanälen als Beschreibung.
  3. Lege Farben und Schriftarten fest, die du bei Bildern auf allen Social Media Kanälen durchgängig verwenden möchtest

 

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Du hast die Liste durchgeackert? Herzlichen Glückwunsch, dann ist dein Frühjahrsputz erledigt :-)

Fällt es dir leicht, Ordnung am Blog zu halten oder herrscht eher das kreative Chaos? Hinterlasse einen Kommentar und verrate es mir!

 

 

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