Warum Squarespace, Jimdo und Wix keine gute Idee sind, wenn du einen Blog starten möchtest

von | 25. Jan 2018 | Tech Corner | 11 Kommentare

Jimdo, Wix, Squarespace, Blogger oder WordPress? So findest du die richtige Blogging Software für dich!Jimdo, Wix, Squarespace, Blogger oder WordPress? So findest du die richtige Blogging Software für dich!

Immer wieder werde ich gefragt, warum ich Technik-Tutorials wie das Einbinden eines für Pinterest optimierten Bildes oder das Einbinden von Vorschaubildern für Facebook nur für WordPress mache und nicht auch für Blogger oder diverse Baukastensysteme.

Die Antwort ist ganz einfach: ich konzentriere mich auf die Blog Software, die in meinen Augen für Blogger die online Geld verdienen möchten am besten sind. Und das ist nun mal ein selbst gehosteter WordPress Blog.

Aber was ist mit Wix, Jimdo und all den anderen Baukasten-Systemen die es draußen gibt – kann man mit denen nicht auch arbeiten?

Dieser Frage hat sich meine liebe Kollegin Daniela Retzl von MissWebdesign angenommen und beantwortet in diesem Blogartikel, welche Möglichkeit für dich am sinnvollsten ist. Mit dabei:

Viel Spaß beim Lesen ihres Gastbeitrages!

 

Kaum hast du den Entschluss gefasst, einen Blog zu starten, geht die Suche nach der geeigneten Plattform für dieses Projekt los. Allerdings kann gerade diese Suche sehr mühselig sein und speziell Einsteiger rasch überfordern.

Kein Wunder, schließlich gibt es mittlerweile zahlreiche Anbieter, bei denen du deinen Blog schnell und sogar kostenlos starten kannst.

Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich dabei die sogenannten Website-Baukästen, wie Squarespace, Jimdo und Wix.

Du hast also die Qual der Wahl und ich möchte dich dabei unterstützen, die für dich beste Entscheidung zu treffen, indem ich die Vor- und Nachteile der momentan angesagtesten Systeme für dich recherchiert habe.

1. Baukasten-Systeme

Ich muss zugeben, das Angebot ist wirklich verlockend. Und selbst ich habe vor vielen Jahren mal eine Website mit Jimdo erstellt.

Aber werfen wir doch mal einen genaueren Blick auf die drei Plattformen Squarespace, Jimdo und Wix.

Vorteile von Website-Baukästen

Du registrierst einen Account auf der Plattform deiner Wahl, entscheidest dich für ein Design, fügst deine Inhalte hinzu und schon kannst du deinen Blog veröffentlichen.

Das einfache Setup einer Baukasten-Website ist sicher einer der wesentlichsten Vorteile, schließlich musst du dich weder um Webspace, noch Installation kümmern.

Außerdem brauchst du keinerlei Programmierkenntnisse. Das Design lässt sich bequem mittels Drag-and-Drop zusammenbauen und deine Inhalte pflegst du, direkt in der Webansicht deiner Seite, per Doppelklick.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass du dich nicht um die Wartung deines Systems kümmern musst. Aktualisierungen, Backups und dergleichen übernimmt dein Anbieter.

Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle übrigens den Squarespace-Support, der dir 24/7 also rund um die Uhr zur Verfügung steht und im Rahmen meiner Recherche von vielen Usern in höchsten Tönen gelobt wurde.

Nachteile von Website-Baukästen

Neben all den wunderbaren Vorteilen, gibt es natürlich auch einige Nachteile, die du berücksichtigen solltest.

Mit deinem Account bei einem der Anbieter, gehst du eine Abhängigkeit ein und gibst die Kontrolle über deinen Blog ab. In den meisten Fällen, gehören dir nicht mal die Inhalte, die du selbst erstellst.

Ein weiterer und für mich wesentlicher Nachteil ist, dass du bei Jimdo und Wix keinerlei Möglichkeit hast deine Inhalte zu exportieren. Auch Squarespace bietet nur eine sehr eingeschränkte Exportfunktion an. Möchtest du mit deinem Blog in Zukunft umziehen, musst du wieder komplett bei Null beginnen.

Auch der Funktionsumfang ist bei Website-Baukästen überschaubar. Zwar sind die gängigen Standardfeatures abgedeckt, die Individualität bleibt aber auf der Strecke.

Neben diesen allgemeinen Nachteilen, die alle drei Systeme gemein haben, sind mir bei meiner Recherche noch ein paar individuelle Punkte aufgefallen:

  • Bei Wix ist es nicht möglich, dein zu Beginn gewähltes Design zu ändern. Frei nach dem Motto „Was liegt, das pickt“, musst du dann damit leben oder neu beginnen.
  • Jimdo bietet in der kostenlosen Variante weder responsive Designs, damit dein Blog auch auf Mobilgeräten korrekt dargestellt wird, noch die Möglichkeit der Suchmaschinenoptimierung.
  • Squarespace spricht nur englisch oder spanisch. Zwar kannst du natürlich einen deutschen Blog schreiben, im System und mit allen Fachbegriffen musst du aber auf Englisch (oder Spanisch) zurechtkommen.

Für wen ist ein Baukasten-System geeignet?

Website-Baukästen können eine gute Wahl für dich sein, wenn du zwar im Internet vertreten sein möchtest, aber keine Ambition hast deinen Blog in Zukunft zu monetarisieren.

 

 

2. Blog-Plattformen

Eine gute Alternative, wenn du ausprobieren möchtest, ob dir bloggen auch langfristig Spaß macht sind die kostenlosen Blog-Plattformen blogger.com und wordpress.com.

Vorteile der Blog-Plattformen

Auch hier findest du die Vorteile der Website-Baukästen wieder:

  • Einfach registrieren und sofort loslegen
  • Keine Programmierkenntnisse erforderlich
  • Dein Anbieter kümmert sich um Wartung und Backups

Im Gegensatz zu den Website-Baukästen, arbeitest du auf blogger.com und wordpress.com aber bereits mit einem einfach zu bedienenden Content-Management-System (CMS) und kannst dich langsam damit vertraut machen.

Was beide Plattformen auszeichnet, ist ihre hervorragende Exportfunktion. Beide Systeme machen es dir leicht, mit deinen Inhalten umzuziehen, zum Beispiel zu deinem selbst-gehosteten WordPress Blog.

Nachteile der Blog-Plattformen

Leider sind auch auf blogger.com und wordpress.com deine Möglichkeiten eingeschränkt. Langfristig wirst du an die Grenzen deiner Kreativität stoßen, wenn es um die Installation von Themes (Designvorlagen), Plugins oder individuelle Anpassungen geht.

Und natürlich bist du auch hier wieder von den beiden Anbietern abhängig, wenn du ihre Dienste nutzt.

An diesem Punkt solltest du überlegen, deinen Blog auf Basis von WordPress selbst zu hosten, wenn du Spaß am bloggen hast du dich weiter professionalisieren möchtest.

Für wen sind Blog-Plattformen geeignet?

Für blogger.com oder noch besser wordpress.com solltest du dich entscheiden, wenn du Lust darauf hast einen Blog zu schreiben, aber erstmal kostenlos ausprobieren möchtest, ob bloggen wirklich etwas für dich ist.

Warum ich dir dafür wordpress.com empfehle und nicht blogger.com? Weil ein späterer Umzug, zu deinem selbst-gehosteten WordPress-Blog, damit am einfachsten ist.

 

 

3. WordPress selbst-gehostet

Mit deiner eigenen Domain und deinem eigenen Webspace hebst du deinen Blog auf ein neues Level.

Vorteile

Nun hast du alle Freiheiten und profitierst von einer schier unendlichen Auswahl an Themes und Plugins, für alle Eventualitäten.

Endlich bist du unabhängig. Deine Inhalte gehören nur noch dir allein und du kannst deinen Blog jederzeit zusammenpacken, um deinen Webspace-Anbieter zu wechseln.

Selbst-hosten ist kostengünstig. Natürlich musst du für deine Domain und deinen Webspace zahlen, was pro Jahr ca. € 66,- ausmacht. Bei diesem Preis können weder die Website-Baukasten Anbieter, noch blogger.com oder wordpress.com mithalten.

WordPress hat nicht nur eine große, sondern vor allem sehr aktive Community. In Foren oder Facebook-Gruppen findest du schnell kompetente Ansprechpartner, die dich bei Fragen oder Problemen unterstützen.

Nachteile

Du bist für die Betreuung deiner Website selbst verantwortlich. Das bedeutet Backups zu erstellen, Updates einzuspielen und für die Sicherheit deiner Website zu sorgen, um nur drei Punkte zu nennen.

WordPress selbst zu hosten heißt aber auch, dass du dich in das System einarbeiten und mit allen technischen Aspekten beschäftigen musst. Diese beiden Punkte kosten Zeit und sind in den meisten Fällen das größte Hindernis beim Start des eigenen, selbst-gehosteten Blogs.

Wann du dich für einen selbst-gehosteten Blog entscheiden solltest

Wenn du es mit dem Bloggen ernst meinst und damit Geld verdienen willst oder gar dein eigenes Online Business starten möchtest, solltest du dich unbedingt für die selbst-gehostete Variante von WordPress entscheiden.

Nur so hast du die volle Kontrolle über alle Aspekte deines Blogs und Raum für Weiterentwicklung.

 

 

So gelingt dir der Start mit deinem selbst-gehosteten Blog

Viele Anfänger haben einen Heidenrespekt vor der Entscheidung ihren Blog selbst-zu-hosten und lassen sich leicht von der „ganzen Technik“ abschrecken.

Das kann ich gut verstehen, schließlich war ich auch mal an diesem Punkt.

Deswegen habe ich mit meinem beliebten eBook „Online durchstarten mit WordPress *“  einen praxisnahen Leitfaden geschafften, der von der Installation, über Backups bis hin zu Absicherung, Ladezeitoptimierung und Troubleshooting alles abdeckt, was du dazu wissen musst.

Fazit: Alle Anbieter haben, wie du siehst, ihre Vor- und Nachteile.

Falls du dich also absolut nicht mit dem System „hinter deinem Blog“ auseinandersetzen möchtest, bist du mit einem Baukausten-System besser beraten. Denn ein unbetreuter und damit über kurz oder lang virenverseuchter Blog ist definitv die noch schlechtere Lösung.

Möchtest du allerdings ambitioniert an deinen Blog herangehen und vielleicht sogar Geld damit verdienen, solltest du dich besser an WordPress halten. Du wirst sehen, wie viel Spaß es macht, dich gemeinsam mit deinem Blog weiterzuentwickeln.

Nach welchen Kriterien hast du deine Blogplattform ausgewählt? Oder bist du vielleicht gerade auf der Suche nach dem passenden System?

 


Gastautorin Daniela Retzl von MisswebdesignÜber die Autorin

Daniela unterstützt als „MissWebdesign“ Frauen, die ihr Business mit einer eigenen Website weiter professionalisieren und online neue Kunden gewinnen möchten.

Auf ihrem Blog schreibt sie für dich über WordPress, SEO, das bloggen selbst und ihr eigenes Online Business.

Mit ihrem eBook „Online durchstarten mit WordPress“ möchte sie noch mehr Frauen motivieren, mit ihrer eigenen Website durchzustarten, und ihnen die Scheu vor der ganzen Technik nehmen.

 

Dir gefällt der Artikel? Dann teile ihn auf Pinterest!

Jimdo, Wix, Squarespace, Blogger oder WordPress? So findest du die richtige Blogging Software für dich!   Jimdo, Wix, Squarespace, Blogger oder WordPress? So findest du die richtige Blogging Software für dich!

5/5 (1 Review)