6 Kennzahlen, die du als Blogger kennen musst

von | 21. Mai 2015 | Tech Corner | 14 Kommentare

Das mit der Statistik ist so eine Sache. Schon während meines Studiums haben Statistikvorlesungen (besser gesagt die reine Erwähnung davon) allgemeines Stöhnen ausgelöst. Bei uns Bloggern ist das ein bisschen anders, weil wir in einem Zwiespalt sind: einerseits sind wir süchtig danach, unsere Blog Statistiken zu checken (gibt’s doch zu ;-) ), wissen aber andererseits oft nicht so ganz genau was hinter den Zahlen steckt. Hauptsache sie sind möglichst hoch! Das geht nicht (nur) Bloggern so, die erst begonnen haben zu bloggen. Auch die „alten Hasen“ des Blogging Business haben nicht immer den Durchblick.

Das sind die 6 wichtigsten Kennzahlen, die du als Blogger kennen musst: Klick um zu Tweeten

Deshalb erkläre ich dir heute die 6 wichtigsten Kennzahlen, die du als Blogger kennen musst. Damit du weißt was du eigentlich in dein Mediakit schreibst oder wenn du bei der nächsten Blogger Konferenz einfach mitreden können willst ;) 

Basic Kennzahlen

Hier findest du alle Kennzahlen, die am häufigsten verwendet werden um Blogs miteinander zu vergleichen. Sie sind deshalb so beliebt, weil du sie aus Google Analytics herauslesen kannst. So ist sichergestellt, dass du und deine Kooperationspartner über den gleichen Wert reden! Sie gehören übrigens unbedingt in dein Mediakit!

Kurz zusammengefasst kann man sagen: Ein User besucht deinen Blog und erzeugt dadurch mehrere Sessions. In diesen Sessions zählt jeder Aufruf einer Seite als Pageview.

Diese Kennzahlen gehören in jedes Mediakit: Pagevies, Sessions, Users! Mehr dazu hier: Klick um zu Tweeten

1. Pageviews / Seitenaufrufe / Page Impressions

Geben an, wie oft die Seiten deines Blogs aufgerufen wurden. Dieser Wert ist vor allem dann wichtig, wenn du Banner schalten möchtest. Die Pageviews sind nämlich oft Ausgangspunkt der Preisberechnung.

2. Besuche / Sessions (früher: Visits)

Zu einem Besuch gehört eine Reihe von Interaktionen mit deinem Blog (z.B. mehrere Seitenaufrufe). Der Besuch endet unter anderem nach 30 Minuten Inaktivität des Benutzers oder um Mitternacht. Genaueres findest du hier. Eine Person kann mehrere Besuche „auslösen“.

3. Nutzer / Users (früher: Unique Visitors)

Hierzu zählen alle Personen, die deinen Blog mindestens ein Mal im von dir ausgewählten Zeitraum besucht haben.

Kennzahlen für Engagement

Ganz allgemein versteht man unter „Engagement“ jede Interaktion eines Lesers mit deinem Blog oder deinen Social Media Kanälen. Also Kommentare, Shares, Likes, … Auf diese Kennzahlen wird von Bloggern (noch) eher wenig Augenmerk gelegt obwohl diese mindestens genauso wichtig sind wie Pageviews und Co.! In den meisten Media Kits sind sie nicht zu finden.

4. Share Rate

Mit dieser Kennzahl kannst du vergleichen wie oft deine Artikel in der Regel geteilt werden. Berechnet wird sie folgendermaßen:

Shares / Pageviews eines Artikels = Share Rate

Die Shares kannst du z.B. mit ShareTally herausfinden, die Pageviews findest du in Google Analytics oder noch genauer, wenn du ein Tool wie WebBeak verwendest.

Die Share Rate sagt dir, wie oft deine Artikel in der Regel geteilt werden. Klick um zu Tweeten

5. Durchschnittliche Kommentare

Ich lese immer öfter, dass diese Kennzahl zum Qualitätskriterium für Blogs wird: je mehr Kommentare, desto besser. Aber es gibt eine Sache zu bedenken: nicht jeder Artikel ist geeignet um Kommentare zu forcieren (auch wenn du am Ende des Artikels eine Frage stellst). Kontroverse Artikel oder Gewinnspiele bekommen naturgemäß mehr Kommentare als „nur“ Rezepte. Es macht also Sinn die durchschnittliche Kommentaranzahl nach Kategorien anzusehen!

Die durchschnittliche Kommentaranzahl ist bei Gewinnspiel-Kooperationen interessant! Klick um zu Tweeten

In einem Media Kit macht es zum Beispiel Sinn die durchschnittlichen Kommentare eines Gewinnspielpostings anzugeben (wenn du die Kommentarfunktion zur Verlosung nutzt und kein externes Tool)!

6. Bounce Rate / Absprungrate

Die Absprungrate gibt an, wie viele Personen auf deinen Blog gekommen sind und ihn sofort wieder verlassen haben ohne irgendwohin zu klicken. Also ohne eine andere Seite auf dem Blog zu besuchen, einen Kommentar zu hinterlassen oder deinen Beitrag zu teilen.

Sie sagt aber nichts darüber aus, wie lange der Besucher auf deiner Seite war. Das heißt, wenn jemand z.B. über Facebook auf deinen Blog kommt, 5 Minuten lange einen Artikel ließt und dann das Fenster schließt erhöht er deine Bounce Rate.

Um deine Bounce Rate zu verbessern kannst du zum Beispiel „Related Posts“ unter dem Artikel anzeigen oder in dem Artikel selbst auf ältere Beiträge verlinken!

War das alles?

Sind das alle Kennzahlen, die du als Blogger im Auge behalten solltest? Leider Nein. Es gibt noch eine ganze Menge mehr, die du im Auge behalten solltest. Was sind zum Beispiel die beliebtesten Artikel auf deinem Blog? Wie kommen die User auf deine Website? Und wie lange bleiben sie?

Auf welche Kennzahlen legst du den meisten Wert? Und wie oft checkst du deine Statistiken? Hinterlasse einen Kommentar und verrate es mir!

Blog Analytics Bootcamp - Banner

 

5/5 (3 Reviews)