3 SEO-Fehler beim Bloggen, die oft gemacht werden – auch von dir?

von | 20. Okt 2016 | Blogging Basics | 26 Kommentare

Es gibt sie: SEO-Fehler beim Bloggen, die fast jeder am Anfang macht. Hier findest du heraus, welche das sind und Tipps, wie du sie vermeiden kannst. Klick hier um weiterzulesen oder pinne für später!

Zum dritten Mal war ich dieses Jahr beim FashionCamp Vienna dabei, der ersten deutschsprachigen Blogkonferenz, die heuer zum 7. Mal stattgefunden hat. Zwei Mal davon durfte ich nicht nur als Besucherin teilnehmen, sondern auch einen Vortrag bzw. Workshop halten. Dieses Jahr stand mein Workshop unter dem Motto „SEO“ und gemeinsam mit 16 tollen Bloggerinnen haben wir das Thema gerockt ;-)

Ich halte gerne Vorträge – aber sie sind nicht zu vergleichen mit Workshops, bei denen nicht nur ich rede, sondern auch die Teilnehmerinnen zu Wort kommen! Das ist für mich besonders bei Themen, wo Unsicherheiten bestehen weil so viel Mythen im Umlauf sind, wichtig. Denn nur so kann ich dabei helfen, diese SEO-Fehler von Bloggern aufzudecken – und genau das möchte ich mit diesem Blogartikel machen!

Die häufigsten SEO-Fehler von Bloggern - machst du sie auch? Klick um zu Tweeten

Fehler 1: Du machst dir keine Gedanken über die Ladezeit

Ich bin ungeduldig. Unheimlich ungeduldig. Und das habe ich mit einem Großteil der Internetuser gemein, was wiederum auch Google nicht verborgen geblieben ist. Deshalb ist einer von Googles Rankingfaktoren die Ladezeit deiner Website bzw. deines Blogs. Weißt du, wie schnell oder langsam dein Blog auf dem Bildschirm erscheint, wenn jemand darauf klickt? Nein? Dann geht es dir wie vielen anderen Bloggern auch. Es gibt viele Tools, mit denen du die Ladezeit testen kannst, zum Beispiel pagespeed.de oder Test my Site von Google.

3 SEO-Fehler beim Bloggen - Teste deinen Page Speed auf Think With Google

Website Test auf Think With Google

Das Ziel hier bei Think with Google ist ganz klar: überall 100 Punkte zu erreichen oder zumindest im grünen Bereich zu sein. Was kannst du tun, wenn hier bei der Geschwindigkeit „Fair“ oder sogar „Poor“ angezeigt wird?

Du machst dir keine Gedanken über die Ladezeit deines Blogs? Solltest du aber! #seo Klick um zu Tweeten

Zu aller erst solltest du auf der Plattform runterscrollen und dir die Tipps durchlesen, die Google selbst dir gibt. Wenn du einen selbst gehosteten WordPress Blog hast, dann sind das die häufigsten Fehlerquellen:

  1. Du nutzt kein Caching
    Ein Cache ist einfach ausgedrückt ein Zwischenspeicher für deinen Blog. Um das zu ermöglichen, kannst du z.B. das Plugin W3 Total Cache oder (falls du eine Lösung suchst, bei der du nicht viel einstellen musst) Comet Cache installieren. Achtung: vergiss nicht, vor dem Installieren eines Plugins ein Backup zu machen! Übrigens gibt es für so gut wie alle Caching-Plugins Tutorials, die dir beim Einrichten helfen. Wenn du bei Google danach suchst, bekommst du eine Auswahl!
  2. Scripts, die deine Seite vom Laden abhalten („render-blocking Javascript and CSS“)
    Wordpress Themes arbeiten mit Javascript und CSS, die dafür sorgen, dass dein Blog hübsch aussieht und z.B. beim Klick auf ein bestimmtes Element eine Aktion ausgeführt wird. Manchmal werden die vor allen anderen Inhalten geladen, obwohl das gar nicht notwendig ist – und deine Leser warten ewig, bis sie das erste Bild oder Wort auf deiner Website sehen. Eine Möglichkeit diese Scripts später zu laden ist z.B. das Plugin Autopimize. Aber Achtung: vergiss nicht zu testen, ob alles noch wie gewünscht funktioniert, nachdem du das Plugin installiert und eingerichtet hast!
  3. Du optimierst deine Bilder nicht
    – und da wären wir gleich bei Fehler Nummer 2…

Fehler 2: Du optimierst deine Bilder nicht

Du weißt, wie wichtig Bilder in Blogartikeln sind – logo. Nicht nur, wenn du Fashionblogger bist und deine Outfit herzeigst. Sondern auch, wenn du ein Produkt verkaufen möchtest und deinen Lesern zeigen willst, wie sie es verwenden können. Oder wenn du Fitness-Coach bist und deinen Followern Fitness-Übungen zeigen möchtest. Oder, oder…

Egal ob du Fotos verwendest, die du mit deiner Digitalkamera geschossen hast oder ob du ein Stockfoto aus dem Internet nimmst. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Bild viel zu groß ist, liegt bei nahezu 100%. Dabei meine ich nicht nur die Maße, also die Breite und Höhe des Bildes, sondern auch die Dateigröße. Und das sind die 2 Dinge, auf die du ein Auge haben solltest, wenn du ein Bild hoch lädst.

Beim Hochladen von Bildern auf deinen Blog achte unbedingt auf die Maße und Dateigröße! Klick um zu Tweeten

1. Die Maße

Wenn Bilder auf deinem Blog mit einer Breite von 800 Pixel angezeigt werden, dann lade sie auch nur mit dieser Breite hoch und nicht doppelt so groß. Denn geladen werden muss immer das ganze Bild, auch wenn man es kleiner sieht. Um festzustellen, wie breit die Bilder auf deinem Blog sind, kannst du entweder in der Dokumentation deines Themes nachsehen (dort sollte es im Normalfall stehen) oder du nutzt die Chrome-Erweiterung Page Ruler. Im „Element Mode“ kannst du eines deiner Bilder markieren und es wird dir angezeigt, wie breit das Bild ist (siehe Screenshot).

3 SEO-Fehler beim Bloggen - Die Chrome Extension "Page Ruler" hilft dir festzustellen, wie groß die Bilder auf deinem Blog sein sollten.

Die Chrome Extension Page Ruler hilft dir festzustellen, wie groß die Bilder auf deinem Blog sein sollten.

Anpassen kannst du die Bildgröße mit fast jedem Bildbearbeitungsprogramm, z.B. mit der Vorschau von Mac oder der Bildbearbeitung in Windows. Aber natürlich kannst du auch Photoshop, Pixlr, Gimp, … verwenden.

2. Die Dateigröße

Wenn du die Maße deiner Bilder angepasst hast, kann es trotzdem noch immer sein, dass deine Bilder ein paar MB groß sind. Und glaub mir, ein Bild das 1 MB groß ist, willst du nicht auf deinen Blog laden. Im Optimalfall sind deine Bilder vor dem Upload zwischen 100 und 300 KB groß, wobei es keine richtige Dateigröße gibt und hier das Motto „Je kleiner, desto besser“ gilt.

Um die Dateigröße zu verringern kannst du, wenn du Photoshop verwendest, die Funktion „Für Web speichern“ nutzen. Oft lässt sich da aber noch ein bisschen optimieren, deshalb empfiehlt es sich, einen Dienst wie z.B. TinyPng zu nutzen. Dort lädst du dein Bild hoch, es wird nahezu verlustfrei komprimiert und anschließend kannst du es mit geringerer Dateigröße wieder runter laden. Im Beispiel unten konnte ich bei einem Bild 67% der Dateigröße einsparen, das ist schon ganz ordentlich!

3 SEO-Fehler beim Bloggen - Bilder komprimieren mit Tiny PNG

Auf Tiny PNG kannst du die Dateigröße deiner Bilder nahezu verlustfrei komprimieren.

Es gibt auch WordPress-Plugins, die das Komprimieren direkt beim Upload erledigen, allerdings nutze ich aus Performance-Gründen lieber die Variante mit Tiny PNG. Denn je mehr Plugins, desto mehr leidet die Ladezeit und das führt wieder zu Punkt Nummer 1 ;-)

Welche Plugins es gibt und wie du deine Bilder SEO-technisch optimieren kannst, findest du in einem Blogartikel bei Oh, Spify Life.

Fehler 3: Du hast Yoast SEO installiert – und das war’s

Wie kann es ein Fehler sein Yoast SEO zu installieren, wenn es so viele empfehlen? Keine Angst, das ist es nicht – auch ich empfehle es guten Gewissens regelmäßig. Der Fehler ist es zu installieren und zu denken, dass man nichts mehr machen muss!

Um SEO zu betreiben brauchst du kein Plugin, aber es erleichtert dir die Arbeit. Klick um zu Tweeten

Um SEO zu betreiben brauchst du im Prinzip kein Plugin, es erleichtert dir jedoch die Arbeit. Aber es nimmt sie dir nicht ab! Wenn du beim Fokus-Keyword etwas eingibst, heißt das nicht, dass dein Artikel automatisch besser gerankt wird. Du bist selbst dafür zuständig, das Keyword in deinen Artikel einzubauen. Wie du das machst, kannst du bei meinen SEO-Grundlagen für Blogger nachlesen und außerdem hilft dir die Analyse-Sektion des Plugins selbst mit Vorschlägen und Tipps.

3 SEO-Fehler beim Bloggen - Yoast SEO Analyse

Es gibt aber auch den anderen Fehler: du bekommst die Krise, weil nicht jedes Lämpchen bei Yoast SEO grün aufleuchtet. Klar, wenn alle Lichter grün leuchten, dann hast du nichts falsch gemacht. Das Plugin kontrolliert nach bestimmten Kriterien, ob du wichtige Rankingfaktoren von Google einhältst.

Allerdings kann Google etwas, das Yoast nicht kann: auch wenn du dein Keyword nicht immer im exakt gleichen Wortlaut in deinen Artikel einbaut, weiß Google worum es in deinem Artikel geht und dass es für einen bestimmten Suchbegriff relevant ist. Yoast hingegen prüft nur, ob das Keyword genau so wie du es im Feld „Meta-Keyword“ eingegeben hast, im Artikel vorkommt.

Das Kontrollieren von Keywords ist nicht das einzige, das Yoast SEO kann. Wenn du dich noch ausführlicher mit dem Plugin beschäftigen möchtest, dann kann ich dir diesen Artikel von Miss Webdesign empfehlen. Oder schau dir meinen Yoast SEO Onlinekurs in der Blogothek an!

Hast du dich schon mit dem Thema SEO beschäftigt? Hast du einen dieser SEO-Fehler beim Bloggen früher oder bis vor Kurzem auch gemacht? Schreib mir einen Kommentar und erzähl mir, welche Fragen du zum Thema SEO noch hast!

 

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