How To: Bilder für deinen Blog anpassen & branden

von | 3. Nov 2016 | Strategie & Business | 16 Kommentare

How To: So passt du Bilder für deinen Blog an und baust dein Branding ein

Letzte Woche habe ich dir ein kleines Geständnis gemacht, dass ich die meisten Bilder für meinen Blog nicht selbst mache, sondern auf die Hilfe von Stock Photos zurückgreife. Und trotzdem bekomme ich in Unterhaltungen oft folgendes Feedback: „Was, echt? Das hätte ich nie gedacht! Bei dir passt immer alles so gut zusammen!“. Deshalb gibt’s heute ein zweites Geständnis: das ist kein Zufall, sondern volle Absicht ;-)
Schon bei der Auswahl und bevor ich ein Bild hochlade, passe ich meine Bilder für den Blog an. Heute erzähle ich dir wie!

Gute Beitragsbilder für den Blog sind kein Zufall - so passt du sie an! Klick um zu Tweeten

Die Auswahl von Bildern für deinen Blog

Das A und O von guten Bildern für deinen Blog ist, dass sie zu deinem Branding passen, deine Marke widerspiegeln und unverwechselbar sind. Ein konsistentes Erscheinungsbild hilft dabei, dass Leser die Bilder deines Blogs auch kennen, wenn sie es „außerhalb“ deines Blogs sehen, z.B. auf Pinterest.

Personalisieren ist beim Einsatz von Bildern für deinen Blog das A und O! Klick um zu Tweeten

Der einfachste Weg, konsistente Bilder für deinen Blog zu erstellen ist Farben, Schriftarten & Grafiken zu verwenden, die du für dein Branding im Einsatz hast. Wenn du schon einen Style Guide für deinen Blog hast, dann hast du dort vermutlich schon festgehalten, wie Beitragsbilder aussehen sollen. Falls nicht, dann solltest du jetzt ein paar grundlegende Dinge festlegen:

  1. Motiv
    Verwendest du „Flatlays“? Gibt es ein vorherrschendes Motiv (sollen z.B. immer Blumen drauf sein)? Gibt es ein Motiv, das gar nicht darauf sein sollte (z.B. Menschen)?
  2. Stimmung
    Soll die Stimmung deiner Bilder feminin sein? Freude versprühen und quietschbunt sein? Oder verwendest du nur Pastelltöne?
  3. Farbpalette
    Gibt es eine vorrangige Farbe, die in allen Bildern zu finden sein soll? Gibt es Farben, die gar nicht zum Einsatz kommen dürfen?
  4. Typografie
    Welche Schriftarten setzt du ein (entscheide dich für max. 2-3)? Welche Schriftgröße verwendest du? Und welche Schriftfarbe?
  5. Logo & URL
    Bindest du dein Logo in das Bild ein? Wo steht die URL deines Blogs? Und wie ist sie formatiert (Schriftfarbe, Groß- oder Kleinbuchstaben?)

Wenn du diese Richtlinien einmal festlegst, dann sparst du nicht nur Zeit bei der Auswahl von geeigneten Bildern, weil du manche kategorisch ausschließen kannst. Dein Blog bekommt außerdem ein homogenes Aussehen –  auch wenn mehrere Leute an einem Blog schreiben!

 

Branding-Möglichkeiten für Blog Beitragsbilder (mit Real-Life Beispielen)

Sobald du die Rahmenbedingungen für die Bilder festgelegt hast, die du auf deinem Blog verwenden möchtest, kannst du dich daran machen sie zu personalisieren, anzupassen und zu branden. Hier unten habe ich ein paar Vorschläge von bekannten BloggerInnen, wie du das machen kannst. Keine Angst, du musst kein Designer sein, um diese Ideen selbst umzusetzen! Unter den Real-Life Beispielen stelle ich dir zwei Möglichkeiten vor, wie du solche Bilder selbst erstellen kannst.

Beitragsbilder für den Blog Branden? Hier sind Real-Life Beispiele zur Inspiration! Klick um zu Tweeten

1. Farb-Overlay

Die Signature-Farbe für deinen Blog, die du überall verwendest, ist lila? Oder blau? Oder grün? Oder… Aber es ist nicht so einfach ein Bilder zu finden, auf dem diese Farben dominieren? Dann verwende ein Farb-Overlay, also färbe das Bild ein.

Eine Bloggerin, die diese Methode für ihre Blogartikel verwendet und so unverwechselbare Bilder erschafft, ist Sarah Morgan. Sie verwendet nicht einfach eine Farbe, sondern sogar einen Farbverlauf.

2. Schriftarten einsetzen

Vor allem wenn du außergewöhnliche Schriftarten für dein Branding nutzt, solltest du sie unbedingt auch für die Beitragsbilder deines Blogs einsetzen. Ein sehr gutes Beispiel dafür sind die Bilder von Think Creative Collective, die eine verschnörkselte Schrift einsetzen, durch die man sofort weiß von welchem Blog ein Artikel ist. Auch, wenn man ihn unter vielen anderen auf Pinterest entdeckt.

3. Schrift einzigartig darstellen

Aber nicht nur die Schriftart die du verwendest kann zum Markenzeichen werden – auch wie du sie auf deinen Bildern einsetzt kann dazu beitragen, einzigartige Bilder für deinen Blog zu erstellen. Ein gutes Beispiel ist der Blog Twelveskip, auf dem der Text mit Balken hinterlegt ist.

 

4. Geometrische Formen einsetzen

Diese Methode kann man auf verschiedene Arten einsetzen und sie ist eine, die wahrscheinlich am öftesten eingesetzt wird, weil sie so schön simpel aber effektiv ist. Hier ist ein Beispiel:

Bilder für Blog anpassen & branden - Geometrische Formen einsetzenDie erste geometrische Form ist der Rahmen, in der sowohl die Kategorie des Beitrags als auch die URL des Blogs eingearbeitet ist. Die zweite geometrische Form ist ein Rechteck, das einen weißen Schatten dort über das Bild legt, wo der Text steht. Dadurch wird die Schrift einfacher lesbar, auch wenn das Bild sehr unruhig ist. Keine Angst, wenn du kein Designer bist: dieses Bild wurde mit einer dieser Vorlagen* erstellt, an der ich nur ein paar kleine Anpassungen vorgenommen habe. Mehr dazu findest du auch weiter unten.

Hier auf dem Bild ist das Rechteck unter dem Text ziemlich stark transparent, aber auch hier gibt es andere Möglichkeiten. Die Artikelbilder von Miss-Webdesign.at verdecken den Hintergrund (fast) ganz. Sehr schön ist hier auch zu sehen, dass man die Farbe des Brandings aufgreifen kann: ihre Rechtecke sind pink, so wie ihr Logo. In Kombination mit ihrer Corporate Font und der Grafik aus ihrem Logo, die auf jedem Bild zu finden ist, macht das die Bilder unverwechselbar!

5. Elemente aus dem Logo aufgreifen

In meinen Bildern nehme ich Teile meines Logos auf: die bunten Waben aus meinem Foto baue ich in mein Artikelbilder ein. Und habe damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: ich habe eine geometrische Form, auf der mein Text gut lesbar ist und Wiedererkennungswert von meinem Logo eingebaut. Ein eindeutiges Element, das in jedem meiner Bilder zu finden ist und das untrennbar mit meinem Branding verbunden ist.

6. Bildausschnitt ändern

Ein Tipp, der zwar nicht unmittelbar mit dem Branding zu tun hat, aber dafür sorgt, dass deine Bilder einzigartig werden, ist bei einem Stock Photo nicht einfach das ganze Bild zu verwenden, sondern nur einen Ausschnitt. So kannst du auch gratis Stock Photos so gestalten, dass nicht sofort auffällt, dass auch viele andere das Bild nutzen.

Bilder für Blog anpassen & branden - Bildausschnitt verändern - Beispiel 1

Beispiel 1

 

Bilder für Blog anpassen & branden - Bildausschnitt verändern - Beispiel 2

Beispiel 2

 

Wenn du hier nicht fündig wirst, ist auch Pinterest eine tolle Inspirationsquelle. Aber Achtung: finde deinen eigenen Stil und kopiere nicht einfach einen anderen Blogger!

Zeit & Nerven sparen? Mit (vorgefertigten) Bildvorlagen!

Du hast also eine Idee, wie deine Artikelbilder in Zukunft aussehen sollen. Aber ist das nicht unheimlich aufwändig, jedes Mal so ein Bild zu erstellen? Nein! Denn das Zauberwort heißt: Bildvorlagen.

Beim Erstellen von Beitragsbildern Zeit & Nerven sparen? Probier es mal mit Vorlagen! Klick um zu Tweeten

So eine Vorlage erstellst du genau ein Mal und dann musst du jedes Mal nur das Hintergrundbild und den Text ändern. Meine Favoriten, um Bildvorlagen zu erstellen bzw. zu nutzen, sind Photoshop oder alternativ dazu das kostenlose Online-Tool Canva.

Bildvorlagen mit Photoshop nutzen

In Photoshop musst du dir die Vorlage entweder selbst erstellen oder eine Vorlage beschaffen. Die gibt es zum Beispiel auf dem Marktplatz Creativemarket*. Jeden Montag gibt es dort ein paar Freebies, hin und wieder sind auch Social Media – und Blogvorlagen dabei. Wenn du auf der Plattform nach Blog Graphic Template suchst, findest du eine große Auswahl ab einem Preis von 9$.

Bildvorlagen mit Canva nutzen

Eine kostenlose Alternative zu Photoshop ist das Online-Tool Canva. Sobald du dir einen Account erstellt hast, kannst du ein Bildformat wählen, ein Design aussuchen, dein Bild hochladen und den Text ändern. Wenn du das Format „Pinterest“ wählst, kannst du zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und hast auch gleich ein Bild, das deine Leser auf Pinterest teilen können. Wenn du so wie ich für das Artikelbild lieber ein Bild im Querformat hast, kannst du auch eine individuelle Größe auswählen.

Das Gratistool Canva hilft dir dabei, schnell und einfach Beitragsbilder zu erstellen! Klick um zu Tweeten

In diesem Video zeige ich dir, wie du mit Canva ein für Pinterest optimiertes Bild erstellst, du kannst aber natürlich auch jedes andere Format auswählen.

Wichtig ist aber, dass du nicht irgendein 0815 Design für einen Blog übernimmst, sondern dein eigenes Branding findest um Wiedererkennungswert zu generieren und deine Marke zu stärken. Nur so bekommst du die Aufmerksamkeit deiner Kunden und schaffst es in ihren Köpfen zu bleiben.

Nutzt du Artikelbilder für deinen Blog, die auf dein Branding abgestimmt sind? Arbeitest du schon mit Bildvorlagen um Zeit zu sparen?

 

5/5 (1 Review)