Slow Blogging: Warum du nicht (noch) öfter bloggen solltest

von | 23. Jul 2015 | Inspiration & Produktivität | 29 Kommentare

Der Gedanke öfter zu Bloggen und mehr Traffic zu bekommen klingt verlockend, stimmt aber nicht ganz. Auch "Slow Blogging" hat seine Vorteile!

Es gibt einen neuen Trend in der Blogging Szene. Also so neu ist er gar nicht, es gibt ihn schon so lange, dass sogar in den Medien darüber berichtet wurde. Aber ich habe das Gefühl, dass in letzter Zeit immer mehr Blogger sich der Bewegung anschließen und auch darüber bloggen. Wovon ich rede? Slow Blogging!

Ganz simpel ausgedrückt bedeutet das einfach, dass es im Trend liegt weniger zu bloggen – also weniger Blogartikel zu veröffentlichen. Oder anders gesagt: Qualität kommt vor Quantität!

Warum überhaupt öfter bloggen?

Es ist schon verlockend: je öfter du bloggst, desto mehr Leser kommen in der Regel auf deinen Blog. Aber das kann ganz schön trügerisch sein, denn im Durchschnitt kommen trotzdem nicht mehr Leser auf einen Blogartikel.

Du bloggst öfter weil du denkst so mehr Leser zu bekommen? Hier ist dein Denkfehler: Klick um zu Tweeten

Trotzdem ist dieses sofortige Feedback super für das Ego und schnell kommt man in einen Strudel: vielleicht geht sich ja noch ein Blogartikel mehr pro Woche aus? Das Ergebnis ist aber oft, dass die Qualität der Blogartikel schlechter wird (wenn nicht nächste Woche dann vielleicht in einem Monat oder einem halben Jahr). Oder du schreibst einen Blogartikel nach dem anderen, hast aber keine Zeit dafür deine Blogartikel zu bewerben. Und wie sollen dann neue Leser auf deinen Blog kommen? Und im schlimmsten Fall trifft dich sogar der gefürchtete „Blogger’s Block“!

Was bedeutet „Slow Blogging“?

Wie ich oben schon geschrieben habe, bedeutet Slow Blogging, dass Qualität vor Quantität geht. Nicht das exzessive Bloggen, bei dem du jeden Tag mehrere Blogartikel veröffentlichen „musst“ steht im Vordergrund, sondern der Mehrwert für den Leser.

Beim Slow Blogging geht Qualität vor Quantität - sprich: du bloggst nur wenn du was zu sagen hast! Klick um zu Tweeten

Wenn du nichts zu sagen hast, dann blogge auch nicht! Blogger, die dem Slow Blogging Movement angehören schreiben in der Regel Artikel mit mehr Substanz, die besser recherchiert sind, besseres Storytelling und schönere Fotos haben (je nachdem zu welchem Genre sie gehören). Und zwar weil kein Zeitdruck da ist, der sie zwingt Blogartikel in Husch-Pfusch-Aktionen fertigzustellen.

Bedeutet das, beim Slow Blogging braucht man keinen Editorial Kalender oder regelmäßigen Zeitplan?
Ja und Nein. Es gibt Blogger, die wirklich nur hin und wieder posten und keinen fixen Rhythmus haben. Diese Blogger haben aber meist schon eine (große) Community hinter sich.

Außerdem sind wir Menschen Gewöhnungstiere. Das heißt, am liebsten ist es uns, wenn Artikel von Blogs die wir lesen immer zur gleichen Zeit online gehen.

Und ich persönlich finde die Gefahr zu groß, ganz aufs Bloggen zu vergessen wenn ich nur ein Mal im Monat oder sogar seltener einen Artikel schreibe. Wenn du Slow Blogging mal ausprobieren möchtest dann schlage ich deshalb vor, dass du am Anfang mal die Anzahl der Blogartikel pro Woche reduzierst.

Sollte ich weniger bloggen?

Wenn du bisher (mehrmals) täglich oder mehrmals wöchentlich gebloggt hast, dann kann die Aussicht, Blogartikel zu reduzieren, beängstigend sein. Hier sind ein paar Fragen, die du dir stellen solltest wenn du mit dem Gedanken spielst:

Du fragst dich, ob du seltener bloggen solltest? Hier ist die Antwort! Klick um zu Tweeten
  • Hast du das Gefühl, dass deine Kreativität leidet, weil du ständig bloggen musst?
  • Du hast das Gefühl, dass deine Leser gar nicht mehr nachkommen deine Artikel zu lesen?
  • Du bist oft stundenlang auf der Suche nach neuen Ideen für Blogbeiträge?
  • Du schiebst zwischen „normalen“ Postings Lückenfüller mit nur 1-2 Sätzen und einem Link oder Bild ein?
  • Du willst wieder mehr Zeit haben um selbst andere Blogs zu lesen und dich inspirieren zu lassen?
  • Denkst du, dass die Qualität deiner Beiträge leidet weil du ständig unter Zeitdruck bist?

Wenn du diese Fragen mit „Ja“ beantwortet hast, dann ist das Slow Blogging Movement genau richtig für dich! Aber keine Angst: du musst es ja nicht gleich exzessiv betreiben und nur noch 1 Mal im Monat bloggen, sondern kannst die Anzahl der Blogartikel langsam reduzieren ;-) Das bringt dir nämlich folgende Vorteile:

Vorteile von Slow Blogging

Weniger Bloggen bedeutet im Normalfall weniger Stress. Es bedeutet aber nicht automatisch, dass weniger Traffic auf deinen Blog kommt. Disclaimer: Ausgeschlossen ist es vor allem in der ersten Zeit allerdings auch nicht!

Aber es gibt eine Reihe genialer und überzeugender Vorteile, die Slow Blogging und die Tatsache, dass du nicht ständig Content produzieren musst, mit sich bringt:

Seltener zu Bloggen bedeutet nicht automatisch weniger Traffic! Klick um zu Tweeten
  1. Du hast mehr Zeit für das Bewerben deiner Blogartikel
    Angenommen du hast bisher 4 Blogartikel pro Woche geschrieben und für jeden im Schnitt 2 Stunden gebraucht. Wenn du jetzt auf 2 Blogartikel reduzierst, dann bleiben dir 4 Stunden übrig, die du damit verbringen kannst, deine Blogartikel zu bewerben und mehr Besucher anzulocken. Also auf Social Media Kanälen zu teilen, Newsletter zu erstellen usw. Wenn du Ideen für Trafficquellen brauchst dann lade dir mein gratis Mini E-Book zu diesem Thema runter!
  2. Längere Blogartikel = besseres SEO
    Aber auch wenn du keine Lust hast, die gewonnene Zeit in Blog Marketing zu investieren, wird dir Slow Blogging wahrscheinlich mehr Leser bringen. Zumindest wenn du vermehrt lange, detaillierte Blogartikel schreibst. Die sind von Google nämlich sehr gerne gesehen und werden höher gerankt – wodurch mehr Internetuser deinen Blog in den Suchergebnissen finden.
  3. Mehr Zeit = bessere Qualität = zufriedenere Leser
    Die Zeit die du gewinnst, kannst du natürlich nicht nur ins Blog Marketing investieren, sondern auch darin neue Blogartikel zu erstellen. Dadurch kannst du Blogartikel mit besserer Qualität schreiben – ob das heißt, dass du mehr Zeit ins Fotografieren investierst oder in die Recherche, hängt von dir und dem Thema deines Blogs ab. Alles in allem wird es aber dazu führen, dass deine Leser zufriedener sind und deine Blogartikel lieber teilen und dich ihren Freunden weiterempfehlen.
  4. Du hast Zeit für andere Projekte
    Wenn du ständig Zeit darauf verwendest, Content für deinen Blog zu erstellen, hast du keine Zeit über den Tellerrand zu schauen und zu entdecken, was es außerhalb deines Blog-Universums noch gibt. Dabei hast du als Blogger so viele Möglichkeiten: Dreh ein Video, erstelle ein E-Book, schreib einen Newsletter, kooperiere mit anderen Bloggern und organisiere Offline-Events für deine Leser! Dadurch kannst du zum Beispiel deine Community stärken oder sogar neue Einnahmequellen schaffen, die nicht von Traffic abhängig sind.
  5. Du beugst Blogger’s Block oder Burnout vor
    „Blogger’s Block“ ist ein Schlagwort, das man auch immer häufiger hört. Es bedeutet nichts anderes, als dass du ausgebrannt bist, keine Ideen hast und Stunden lang auf einen weißen Computer Screen starrst, weil du nicht weißt was oder wie du schreiben sollst. Wenn du die Erfahrung schon mal gemacht hast oder gerade machst, dann zelebriere das Slow Blogging und zwing dich nicht dazu, Content zu produzieren!

So trittst du dem Slow Blogging Movement bei

Du hast die Fragen oben mit „Ja“ beantwortet? Und Slow Blogging klingt genau nach dem, was du und dein Blog gerade brauchen? Hier sind 4 Schritte, wie du dem Slow Blogging Movement beitreten kannst:

Mit diesen 4 Schritten kannst du dem Slow Blogging Movement beitreten: Klick um zu Tweeten
  • Schritt 1:
    Reduziere die Anzahl deiner Blogartikel so stark, dass du genügend Zeit hast jeden ordentlich vorzubereiten.
  • Schritt 2:
    Wenn du bisher 5 mal pro Woche gebloggt hast und jetzt nur noch 2 mal bloggst, dann werden sich deine Leser fragen was los ist. Also erkläre ihnen, warum du jetzt seltener Blogartikel veröffentlichst!
  • Schritt 3:
    Vermeide in deiner Blogplanung Artikel die „Lückenfüller“ sind und poste nur, wenn du etwas zu sagen hast.
  • Schritt 4:
    Nutze die zusätzliche Zeit die du zur Verfügung hast für einen der Vorteile, die ich oben aufgelistet habe – oder genieße deine Freizeit und lass dich von deinem Alltag inspirieren!

Wie denkst du über Slow Blogging? Hinterlasse einen Kommentar und erzähle mir: Wie oft bloggst du momentan?Könntest du dir vorstellen die Anzahl deiner Blogartikel zu reduzieren?

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