Red Flags im Business Alltag - Oder: Eindeutige Anzeichen, dass du dich in deinem Business verzettelst

6 Red Flags in deinem Business-Alltag

Oder: Eindeutige Anzeichen, dass du dich in deinem Business verzettelst

Stell dir vor: Es ist 17:30 Uhr.

Dein Laptop ist noch auf. Der Kaffee daneben längst kalt.

Und wenn ich dich jetzt frage: „Was hast du heute geschafft?“ – dann würdest du stocken.

Denn eigentlich kannst du darauf gar nicht so gut antworten.

Es ist nichts fertig geworden, du kannst nichts vorzeigen, aber du hast trotzdem verdammt viel gearbeitet.

Es liegt dir diese Liste im Kopf.

Dinge, die du eigentlich hättest machen wollen. Die wichtigen Sachen. Die aber trotzdem immer wieder liegenbleiben.

Und das macht unheimlich unzufrieden.

Ich war mal an einem Punkt, wo ich bei allen Anzeichen, die ich dir gleich nenne, innerlich laut „Hier!“ geschrien hätte.

Die haben sich bei mir so langsam eingeschlichen.

Ich habe sie gar nicht richtig wahrgenommen, bis sie mir dann irgendwann total bewusst geworden sind und ich wusste: Ich muss was ändern.

Aber es hat gedauert, bis ich gemerkt habe, dass überhaupt etwas falsch läuft, damit ich auch anfangen konnte, etwas dagegen zu tun.

Und damit du dich nicht so lang verläufst wie ich damals, zeige ich dir heute diese sechs Anzeichen.

Wenn sie bei dir vorkommen, dann ist es Zeit, etwas zu ändern.

Heute geht es nicht um:

  • Produktivität
  • bessere Tools
  • Time Blocking
  • oder was weiß ich

Sondern um die Muster, die viele von uns nicht sehen – die aber trotzdem jeden Tag da sind.

Anzeichen 1: Du arbeitest ständig, schaffst aber gefühlt nichts

Das ist ein unheimlich frustrierendes Gefühl.

Du sitzt am Rechner, du erledigst ja Aufgaben, du antwortest auf Nachrichten, auf E-Mails.

Aber am Ende des Tages oder am Ende der Woche kannst du nicht wirklich sagen, was du gemacht hast.

Es ist nicht so, dass du faul wärst.

Ganz im Gegenteil. Du bist ständig beschäftigt.

Aber es geht halt nichts weiter.

Schau dir mal an, was alles offen ist:

  • Der Blogartikel ist zur Hälfte geschrieben
  • Die Landingpage ist fast fertig
  • Der Launch vorbereitet – bis auf ein paar wichtige Dinge

Alles ist angefangen, aber nichts ist fertig. Und nichts bringt dich deinen Zielen weiter.

Und das Gemeine daran ist, dass es ja trotzdem Arbeit ist.

Du bist müde.

Du hast deine Zeit investiert.

Aber du kannst nirgendwo einen Haken setzen.

Du kannst die Erfolge, die du eigentlich feiern möchtest, nicht feiern.

Das führt zu einem Gefühl von Stillstand.

Als würdest du auf der Stelle treten.

Und wenn du das über Wochen und Monate so machst, dann kommt irgendwann der Punkt, wo du dich fragst:

„Warum mache ich das überhaupt?“

Oder vielleicht sogar noch schlimmer: „Liegt das an mir?“

Spoiler: Nein, es liegt nicht an dir.

Anzeichen 2: Deine To-do-Liste wird länger statt kürzer

Das ist ja fast schon absurd, oder?

Du arbeitest, du streichst Sachen von der Liste.

Aber irgendwie sind am Ende des Tages fünf mehr Punkte drauf als am Anfang des Tages.

Das liegt daran, weil für jede erledigte Aufgabe drei neue dazukommen.

Weil du beim Arbeiten merkst:

„Das müsste ich auch noch machen und das sollte ich machen und das wäre eigentlich noch eine gute Idee.“

Das führt dazu, dass deine To-do-Liste zu einem Monster wird, wo du endlos durchscrollen kannst.

Vielleicht ein riesiges Dokument, das du irgendwann gar nicht mehr öffnen willst, weil allein der Gedanke daran, das zu öffnen, schon Stress auslöst.

Und dann gibt es zwei Reaktionen:

Reaktion 1: Du arbeitest noch mehr.

Du verschiebst den Feierabend noch weiter nach hinten und arbeitest noch härter, noch schneller, mit noch mehr Produktivitätstechniken.

In der Hoffnung, dass du irgendwann mal durch bist und alles abgearbeitet hast.

Und ich kann dir jetzt schon sagen: Das wird ziemlich sicher nie passieren.

Reaktion 2: Du gibst innerlich auf.

Das heißt, du ignorierst die Liste.

Du arbeitest nur noch das ab, was gerade reinkommt.

Das heißt, du reagierst, statt zu steuern.

Und beides führt zu einem Gefühl, dass du dein Business nicht im Griff hast.

Und das wollen wir nicht haben.

Wir sind ja selbstständig, weil wir eben unser Business im Griff haben möchten und das Gefühl haben möchten: Das, was wir machen, das ist wirklich sinnvoll.

Anzeichen 3: Du denkst auch in der Freizeit immer an die Arbeit

Angenommen, du lässt die To-do-Liste endlich links liegen und gehst weg vom PC.

Bist du dann wirklich weg von der Arbeit? Oder rattert dein Kopf weiter?

Du sitzt mit deinem Partner beim Abendessen.

Oder mit einer Freundin im Café.

Oder du liest deinem Kind eine Gute-Nacht-Geschichte vor.

Und währenddessen rattert dein Kopf:

Ich muss noch diese E-Mail schreiben.
Wann mache ich den Social-Media-Post?
Wie war das nochmal mit dem Steuerberater-Termin?

Du bist körperlich da. Aber mental irgendwo zwischen To-do-Liste und schlechtem Gewissen.

Das ist nicht Selbstständigkeit.

Das ist mentale Dauerbelastung.

Und das Schlimme ist: Du kannst es nicht abstellen.

All die Dinge, die noch offen sind, schwirren einfach durch deinen Kopf.

Immer. Überall.

Deshalb kannst du auch nicht wirklich abschalten:

  • Nicht am Wochenende
  • Nicht im Urlaub
  • Nicht abends auf der Couch

Es ist einfach immer da.

Diese Unruhe.

Dieses Gefühl, dass irgendwas fehlt oder vergessen wird.

Und ehrlich? Das ist anstrengend.

Nicht nur für dich, sondern auch für die Menschen um dich herum.

Anzeichen 4: Du hast permanent das Gefühl, etwas zu vergessen

Das ist vielleicht das anstrengendste von allen.

Dieses diffuse Gefühl: Irgendwas vergesse ich gerade.

Meistens kannst du nicht mal sagen, was.

Aber es nagt an dir. Den ganzen Tag. Diese Unruhe im Hinterkopf.

Und manchmal stimmt es ja auch.

Du vergisst tatsächlich was:

  • Den Termin
  • Die E-Mail
  • Die Deadline

Und dann ärgerst du dich.

Nicht nur, weil’s unangenehm ist – sondern weil es dein Selbstbild kratzt.

Warum kriege ich das nicht hin?
Andere schaffen das doch auch.
Ich bin einfach schlecht organisiert.

Aber wenn du alles gleichzeitig im Blick behalten musst, dann ist es kein Wunder, dass Sachen durchrutschen.

Anzeichen 5: Dir fehlt der Überblick über all deine To-dos

Du hast viel zu tun, ja, natürlich.

Aber da ist jetzt der Punkt, wo viele sagen: „Okay, ich habe so viel zu tun, deshalb brauche ich ein besseres Tool.

Und dann wird eingerichtet:

  • Notion
  • Trello
  • Asana
  • Oder vielleicht eine Kombination aus allem

Und verstehe mich nicht falsch: Ich liebe Asana.

Ich bin selber ein wahnsinnig großes Fan-Girl für Asana und nutze es tagtäglich.

Aber ganz sehr oft ist es so, dass man einrichtet und alles runterschreibt und nach ein paar Wochen ist alles wieder das Gleiche.

Die Aufgaben sind verteilt:

  • Manche im Tool
  • Manche im Kopf
  • Manche auf Zetteln (das typische Post-it am Bildschirm)
  • Manche stecken in E-Mails

Und dann weißt du wieder nicht:

Was ist gerade noch offen? Was ist dringend? Was ist wichtig? Was kann vielleicht auch warten?

Das heißt, dir fehlt der Überblick.

Und ohne diesen Überblick kannst du nicht steuern.

Du kannst nicht entscheiden, was jetzt wirklich dran ist, was wirklich wichtig ist.

Und auch das führt dazu, dass du nur noch reagierst und eigentlich da ein Feuer nach dem anderen löscht und gerade an dem immer arbeitest, was am lautesten schreit.

Anzeichen 6: Du arbeitest mehr im Business als am Business

Das ist der Klassiker.

Das heißt, du arbeitest nicht daran, dein Business voranzubringen und mehr Umsatz zu machen oder erfolgreicher zu sein.

Sondern du arbeitest als dein eigener kleiner Mitarbeiter sozusagen und arbeitest an dem, was gerade reinkommt.

Und du weißt ja eigentlich, was du tun müsstest, um dein Business voranzubringen:

  • Einen neuen Leadmagneten erstellen
  • Eine Verkaufsseite überarbeiten
  • Den nächsten Launch planen
  • Die Prozesse dokumentieren

Es gibt so viele Möglichkeiten, und das schaut natürlich für jeden auch anders aus.

Also all diese strategischen Sachen.

Du weißt, es wäre wirklich wichtig, sich da Gedanken drüber zu machen.

Aber du kommst einfach nicht dazu, weil der Alltag dich auffrisst.

Das sind:

  • Kundenanfragen
  • Support
  • Technik
  • E-Mails
  • Kleinigkeiten, die sich zu einem Berg auftürmen

Und am Ende des Tages, wenn du all das machst, hast du zwar gearbeitet, aber nicht an dem, was dich wirklich weiterbringt.

Und dann sind wir wieder ganz am Anfang:

Du arbeitest den ganzen Tag, aber deine Ziele erreichst du nicht wirklich.

Und das ist nicht deine Schuld.

Es ist einfach ein Zeichen dafür, dass du in einer Rolle feststeckst, die nicht die richtige ist.

Das heißt, du bist den ganzen Tag mit Umsetzen beschäftigt und kommst kaum dazu, Abstand zu nehmen und dein Business zu führen.

Und genau das ist das, was dich kleinhält und was dich auf lange Sicht auch unzufrieden macht.

Weil du natürlich als Selbstständige ambitioniert bist und nicht auf der Stelle treten möchtest.

Warum ich dir das erzähle

anzeichen, dass du bessere planung in deinem business brauchst

Wenn du dich in einem oder vielleicht sogar in mehreren dieser Punkte wiedererkennst, dann möchte ich eins mal ganz deutlich sagen:

Es liegt nicht daran, dass du schlecht organisiert bist.

Es liegt nicht daran, dass du zu wenig arbeitest.

Es liegt nicht daran, dass dir Disziplin fehlt.

Und ich weiß, die Versuchung liegt jetzt nahe zu sagen: „Ich brauche halt einfach mehr Zeit.“

Gerade wenn du vielleicht nebenberuflich selbstständig bist oder in Teilzeit arbeitest.

Aber ganz ehrlich:

Als ich all diese Anzeichen bei mir gesehen habe, habe ich 80+ Stunden pro Woche gearbeitet. Und jetzt, wo ich maximal 20 Stunden pro Woche arbeite, gibt es all diese Anzeichen nicht mehr.

Und ich weiß: Was sich wie Chaos anfühlt, ist eigentlich oft was anderes.

Nämlich:

  • Das Gefühl, an zu vielen Stellen gleichzeitig zu arbeiten
  • Nichts richtig loslassen zu können
  • Ständig zwischen Aufgaben, Rollen und Anforderungen zu wechseln

Und ich weiß, das ist unbefriedigend.

Weil du jetzt wahrscheinlich denkst: „Okay, aber was soll ich dann machen? Was hilft dann?“

Wie es weitergeht

Darauf gehe ich in meinem kostenlosen Fokus-Training Webinar für selbstständige Frauen, die trotz limitierter Arbeitszeit ihr Business im Griff haben wollen genauer ein.

Nämlich warum die üblichen Lösungen hier nicht greifen und was das für deinen Arbeitsalltag heißt.

Mir war es heute nur mal wichtig, diese Symptome überhaupt aufzuzeigen.

Weil wie gesagt: Ich habe die ganz lange nicht gesehen.

Ich bin so mit Scheuklappen herumgelaufen und war nur drauf fixiert zu arbeiten und habe nicht gesehen, dass die Art, wie ich arbeite, eigentlich nicht ganz optimal ist.

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Bis dahin:

Beobachte doch mal, ob du diese Anzeichen bei dir selber auch bemerkst.

Und wenn ja, wie häufig das vorkommt.

Und bitte vergiss nicht:

Du bist nicht allein damit.

Es ist vollkommen okay und vollkommen normal, wenn ein oder mehrere dieser Dinge zutreffen.

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