Wie du in 5 Schritten bessere Texte für deinen Blog schreibst

von | 10. Aug 2017 | Blogging Basics | 1 Kommentar

Du möchtest bessere Texte für deinen Blog schreiben? Die persönlich, authentisch, sympathisch und gleichzeitig professionell sind? Diese 5 Schritte helfen dir dabei!Bei all den Tipps, die ich dir immer wieder gebe, bleibt vielleicht eines ein bisschen auf der Strecke: Tipps, wie du bessere Texte schreibst.

Das liegt nicht daran, dass ich das für unwichtig halte. Ganz im Gegenteil! Ich finde sogar, dass man das Schlagwort „Blogging Voice“ oder „Schreibstimme“, das vor ein paar Jahren voll im Trend war, mittlerweile viel zu selten hört.

Nein. Schuld daran, dass ich wenig bis keine Tipps zum Verbessern des Schreibstils gebe ist, dass mir das „Markting-Zeugs“ rund ums Bloggen einfach mehr liegt. Damit das Thema aber trotzdem nicht zu kurz kommt, habe ich mir für den heutigen Blogartikel Hilfe von Texterin Vanessa Beyer geholt, an die ich jetzt übergeben darf.

 

Schreibst du so die Texte für deine Blogbeiträge: Du schaust in deinen Redaktionsplan, weißt sofort, welches Thema als nächstes ansteht, recherchierst die Inhalte und gehst mit Freude ans Schreiben. Deine Finger fliegen förmlich über die Tastatur, ein Wort reiht sich ans nächste. Du brauchst kaum etwas zu bearbeiten und drückst überpünktlich und mit einem zufriedenen, überzeugten Grinsen auf den Veröffentlichen-Button.

Nein, eher nicht? Könntest du aber!

Texte zu schreiben, die persönlich, authentisch, emotional und gleichzeitig hochwertig sind, ist für viele Blogger ein Graus. Dabei ist das  gar nicht so schwer. Was du dafür brauchst, sind das richtige Bewusstsein, einen individuellen Schreibprozess und ein bisschen Training.

Was du für gute Blog Texte brauchst? Vanessa Beyer zeigt dir die 5 wichtigsten Schritte Klick um zu Tweeten

Als Texterin und Schreibcoach möchte ich dir gerne zeigen, wie du all das verbindest und in ein paar einfachen Schritten bessere Blogartikel verfasst. Bereit? Auf geht’s!

In 5 Schritten zu persönlicheren und hochwertigeren Blog-Texten

1. Verabschiede dich von negativen Gedanken!

Gehst du eher mit gemischten Gefühlen ans Schreiben? Ärgerst du dich, wenn du kein Wort rausbekommst? Und sitzt du viel zu lange an einem Text, ohne danach wirklich zufrieden zu sein?

Schluss damit!

Befreie dich von diesen destruktiven Gedanken und bringe Freude in deinen Schreibprozess. Denn so werden auch deine Texte viel lebendiger, feinfühliger, dynamischer und persönlicher!

Aufgabe: Nimm dir einen Zettel und einen Stift und schreibe alle deine negativen Glaubenssätze auf, die dich beim Schreiben begleiten. Das können beispielsweise sein:

  • „Ich kann nicht schreiben!“
  • „Ich bin nicht gut genug…“ oder
  • „Ich muss mir erst noch mehr Wissen aneignen.“

Hinterfrage nun, ob diese Gedanken wirklich zu 100% wahr sind. Stell dir dafür vor, du wärst dein Anwalt, plädierst auf unschuldig und sammelst Gegenargumente für die Anschuldigungen. Ganz sicher hast du schon einen Text geschrieben, der dir selber gut gefällt oder ein lieber Leser hat sich bei dir für deine Botschaft bedankt. Schreibe alles auf, was gegen deine destruktiven Gedanken spricht.

2. Verschaffe dir Klarheit!

Worüber möchtest du eigentlich schreiben?

Lege fest, wie du von anderen wahrgenommen werden möchtest, was die Inhalte deines Blogs ausmachen, welche Botschaft du kommunizieren und wen du mit deinen Texten erreichen möchtest. Das kannst du zum Beispiel mit Hilfe eines Blog Konzeptes machen.

Wenn du dir über das Warum, das Wie und das Was im Klaren bist, wirst du deine Ideen und Gedanken viel persönlicher, emotionaler, gezielter und vor allem effektiver aufschreiben können.

Aufgabe: Mach dir Gedanken über deine Persönlichkeit, deine Arbeit und deine Zielgruppe. Gestalte dir beispielsweise ein Moodboard oder halte dein Konzept schriftlich fest. Diese 15 Fragen helfen dir dabei:

  • Wer bist du und was zeichnet dich aus?
  • Wer und was inspirieren dich? Warum?
  • Bitte stelle deinen Blog kurz vor: Was bietest du an? In welcher Branche bist du tätig? Wer ist beteiligt? Wie lange machst du das schon? Welche Besonderheiten gibt es?
  • Warum stehst du tagtäglich auf? Was treibt dich an? Warum?
  • Warum hast du deinen Blog gegründet? Welche bestimmten Momente in deinem Leben haben dich hierher geführt?
  • Wie lebt und fühlt die beste Version von dir (besonders bezogen auf deine Blogarbeit)?
  • Was suchen und finden deine Traumleser auf deinem Blog?
  • Welche Werte spiegelt dein Blog wider?
  • Welche Bedeutung hat dein Blogname?
  • Was magst du an deinem Blog besonders? Für welche Themen schlägt dein Herz?
  • Was sind die fünf wichtigsten Prioritäten im Leben deines Traumlesers?
  • Welche 15 Dinge und Werte sind deinem Traumleser bei deinem Blog bzw. bei eurer Zusammenarbeit besonders wichtig?
  • Wie soll sich deine Zielgruppe auf deinem Blog fühlen, ganz besonders beim Lesen deiner Texte?
  • Was kannst du deinem Traumkunden noch anbieten (zum Beispiel Kontakte oder Tipps bei der Planung)?
  • Warum sollte dein Traumleser wieder auf deinem Blog vorbeischauen?

Fällt dir noch etwas ein, das du unbedingt über deine Persönlichkeit, deine Arbeit oder deine Zielgruppe erzählen möchtest?

3. Analysiere deine Sprache!

Ist dir schon einmal bewusst aufgefallen, dass du mit deiner besten Freundin ganz anders sprichst als mit deiner Oma? Und dass sich die Gespräche mit deinen Großeltern auch von denen mit der Kassiererin vom Supermarkt unterscheiden?

Wie du sprichst, hängt von dir, deinem Gegenüber und der Situation ab. Jede Verbindung zu einer bestimmten Gruppe und zu einzelnen Leuten ist individuell. Wie möchtest du von ihnen gesehen werden? Wie viel Nähe oder Distanz ist zwischen euch? Wie fühlst du dich mit ihnen? Was verbindet euch in diesem Moment?

Das gilt selbstverständlich auch für die Gespräche mit deinen Blogbesuchern. Reflektiere mal, wie du in persönlichen Gesprächen, in deinen Blogartikeln, Nachrichten und Kommentaren mit deinen Followern kommunizierst.

Achte dabei vor allem auf deine

  • Wortwahl,
  • deine Beschreibungen (Vergleiche und Metaphern) und
  • auf die Tonalität (die Stimmung der Gespräche; lustig, sachlich, formell, locker, herzlich, wissenschaftlich, …).

Aufgabe: Suche dir bestimmte Begriffe aus deiner Branche heraus und probiere verschiedene Möglichkeiten aus, diese Worte deinen Lesern zu erklären.

Jedes Mal, wenn du bei deinen Texten ins Stocken kommst, stellst du dir vor, du würdest den Inhalt deinen liebsten Lesern erzählen.

4. Gestalte deinen individuellen Schreibflow!

Unsere Texte hängen maßgeblich von unserem Schreibprozess ab. Schreibe so viel wie nur möglich und analysiere dabei, wie, wann und wo du die besten Texte kreierst. Entwickle dir eine Routine, an die du festhalten kannst.

„We cannot separate the writer from the writing.“, George H. Jensen

Dein Schreibflow wird vor allem von deiner Persönlichkeit bestimmt. Schließe also von deinen Charaktereigenschaften und deinen Vorlieben auf die perfekten Rahmenbedingungen für deinen Schreibort, die Umgebung, Zeit, die Recherche von Infos etc.

Aufgabe: Bringe immer mal wieder einen neuen Faktor in deinen Schreibprozess und teste, was dir für deinen Flow hilft. Beispiele:

  • ruhiger Ort wie Home Office oder Park vs. lautes Stadtcafé mit vielen Menschen
  • Ideen vor dem Schreiben mit anderen besprechen vs. auf die eigenen Einfälle vertrauen
  • einen übersichtlichen, organisierten Redaktionsplan führen vs. die Themen je nach Stimmung und aktueller Situation auswählen
  • vor dem Schreiben stichpunktartig die Inhalte und den roten Faden vorgeben vs. einfach drauflosschreiben
  • früh schreiben, bevor du andere Aufgaben angehst vs. deine Texte als letztes To Do für den Tag aufheben

5. Schreibe, schreibe, schreibe!

Wusstest du eigentlich, dass unsere Gefühle und unsere Sprache in zwei unterschiedlichen Gehirnteilen liegen, die kaum Einfluss aufeinander haben? Deswegen fällt es uns so schwer, Emotionen in Worte zu fassen.

  • Sprache, rationales und analytisches Denken werden vom Neocortex reguliert
  • Gefühle, Entscheidungen, Verhalten werden vom limbisches System gesteuert

Setz dich also nicht unter Druck, wenn du deine Gedanken und Gefühle nicht sofort in einem schönen Text ausformulieren kannst. Trainiere stattdessen dein Schreiben und du wirst merken, dass du schon bald viel zufriedener mit deinen Texten sein wirst.

Ähnlich war es doch auch in der Schulzeit: Mit viel Fleiß und Geduld konntest du irgendwann Buchstaben, Worte und später ganze Sätze schreiben. So ist es auch, wenn du persönliche und qualitative Blogartikel verfassen möchtest.

Aufgabe: Berücksichtige die vorhergehenden Schritte und schreibe deinen nächsten Blogartikel!

Und das Wichtigste: Du hast etwas zu sagen! Versteck dich also nicht, sondern gehe raus mit deinem Thema und deiner Meinung. Denn mit deiner Botschaft kannst du den Tag, die Woche, den Monat oder sogar das ganze Leben deines Lesers verändern – deswegen liebe ich das Schreiben und du solltest es auch!

Welche Erfahrung hast du bisher mit dem Schreiben deiner Blogartikel gemacht? Welche Tipps und Tricks helfen dir am besten?

 


Gastautorin Vanessa Beyer

Über die Autorin

Vanessa Beyer ist seit Ende 2015 freiberufliche Texterin. Am liebsten arbeitet sie mit Selbstständigen und Unternehmen aus der Lifestyle-, Kreativ- und Coaching-Branche. Sie entwickelt Konzepte und kreiert Texte für ihre Auftraggeber oder begleitet sie beim Schreiben. Ihre kreative und erprobte Strategie für persönliche und überzeugende Texte hat sie in einem eBook für dich zusammengefasst. Das Ganze läuft unter dem Namen hearts and habits – denn ebenso liebt Vanessa es, Herzensgeschichten und Gewohnheiten in Worte zu fassen.

Die Links zu Vanessas Angeboten:
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