„Mein Blog ist noch so neu, da schaffe ich es doch eh nie bei Google auf Platz 1. Da kann ich SEO auch ganz weglassen, oder?“

So etwas in die Art werde ich oft von angehenden Bloggern gefragt. Und meine Antwort ist immer: Nein, verzichte nicht auf SEO! Vielleicht bist du nicht sofort ganz oben in den Suchergebnissen. Aber Geduld zahlt sich aus.

Du musst nicht jeden Artikel perfekt SEO-optimieren, aber ganz solltest du nicht darauf verzichten. Denn Suchmaschinenoptimierung bringt dir noch mehr als nur gute Rankings.

Was, das verrät uns SEO-Texterin & Beraterin Laura Filz in diesem Gastartikel.

Dein neuer Blogartikel ist online! Er ist randvoll mit kostbaren Tipps zu deinem Thema. Du bist mächtig stolz und willst damit so vielen Menschen weiterhelfen wie möglich.

Aber nach ein paar Wochen kommt die Ernüchterung: Dein grandioser Blogartikel geht im Nirwana des Internets unter. Mal hier und mal da liest ihn jemand. Aber der erhoffte Strom an Besucher:innen bleibt aus.

Denn es ist so: Dein Blogartikel kann noch so informativ und hilfreich sein, deine Expertise noch so fundiert, wenn du dich nicht um SEO (aka Suchmaschinenoptimierung) kümmerst, überlässt du es dem Zufall, ob er online gefunden wird.

Weißt du: Viele denken, dass sie SEO nur für Google machen. Aber das ist nicht so.

In Wahrheit verrät dir SEO ganz genau, wie du deine Inhalte perfekt auf deine Zielgruppe abstimmst.

Das langfristige Ziel von SEO ist: Die Suchmaschine zeigt deine Blogartikel oben in den Suchergebnissen an und deine Zielgruppe findet sie (und nicht irgendwer). Für Artikel, die du heute schreibst, gewinnst du in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren automatisch über die Suchmaschine Besucher:innen.

Und als ob das nicht schon ein verdammt guter Grund wäre, um dich mit SEO zu beschäftigen, zeige ich dir noch 5 wertvolle Erkenntnisse, die du dadurch gewinnst.

1. Erkenntnis: Wie spricht deine Zielgruppe

Zu SEO gehören Suchbegriffe (Keywords) wie zu Homer Simpson seine Frau Marge. Das eine macht ohne das andere einfach keinen Sinn.

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Die Idee: Du baust in deine Blogartikel Suchbegriffe ein, die deine Zielgruppe bei Google, Ecosia und Co. eingibt. Denn so sorgst du dafür, dass nicht irgendwer, sondern die richtigen Menschen deine Inhalte online finden.

Um an geeignete Suchbegriffe zu kommen, lautet der allererste Schritt: Finde heraus, wie deine Zielgruppe spricht. Welche Begriffe sie nutzt und welche Fragen sie stellt.

Das bringt dir 2 riesige Vorteile:

  • Du bist sicher, dass deine Blogartikel von deiner Zielgruppe gefunden werden, weil du „ihre“ Suchbegriffe nutzt.
  • Deine Leser:innen fühlen sich von deinen Texten abgeholt und verstanden. Denn: Sie erkennen sich in deinen Worten wieder

Woher du weißt, wie deine Zielgruppe spricht?

Hier findest du 4 Optionen, um dich nach Begriffen, Fragen und Ausdrücken umzuschauen:

  • Im Erstkontakt, also der allerersten Mail.
  • In (Facebook-) Gruppen rund um dein Thema.
  • In den Kommentaren von bekannten Blogs zu deinem Thema.
  • In den Amazon-Rezensionen von Büchern zu deinem Thema.

2. Erkenntnis: Welche Blogartikel sind relevant

Es gibt 2 Arten von Bloggern: Die, die übersprudeln mit Themen für Blogartikel. Und die, die mühevoll nach neuem Input suchen.

Egal zu welcher du gehörst, es bleibt immer die Frage:

Welche Themen sind wirklich für deine Zielgruppe relevant?

(Nur weil du Themen interessant findest, heißt das nicht, dass deine Zielgruppe das genauso sieht.)

Die Antwort bekommst du, wenn du dich mit möglichen Suchbegriffen beschäftigst. Denn bei der Recherche findest du wertvolle Ideen für Blogartikel, die direkt von deiner Zielgruppe kommen.

Wie das geht?

Nehmen wir mal an, du hast einen Blog rund ums Nähen.

Dann suchst du bei Amazon Bücher zu diesem Thema. Dort schaust du dir von ein paar die Rezensionen genauer an. (Zum Kaufen ist Amazon bäääh! Shopp lieber auf fairen Plattformen oder unterstützt Läden vor Ort.)

Hier siehst du eine Rezension zum Buch „Nähen lernen“:

5 wertvolle Erkenntnisse durch SEO für dein Business - Amazon Rezension

Und schon hast du 3 mögliche Artikelideen:

  • Welche Arten von Nähen gibt es
  • Welche Grundausstattung brauche ich
  • Was du übers Nähen wirklich wissen musst

Denn: Findet eine Person aus deiner Zielgruppe diese Infos hilfreich, sehen das auch andere so.

3. Erkenntnis: Welches Angebot braucht deine Zielgruppe

Mit deinem Blog hilfst du deiner Zielgruppe weiter. Der nächste Step ist ein kostenpflichtiges Angebot, das für deine Zielgruppe relevant ist und gebraucht wird.

Die gute Nachricht:

Wenn du nach möglichen Suchbegriffen für SEO recherchierst, lernst du auch, welches Angebot sinnvoll ist.

Bleiben wir beim Beispiel mit dem Näh-Blog.

Schau dich in Gruppen rund ums Nähen nach Themen und Fragen um:

  • die sich wiederholen
  • die du als kostenpflichtiges Angebot nutzen kannst.
5 wertvolle Erkenntnisse durch SEO für dein Business - Facebook Kommentar

In der Facebook-Gruppe „Nähen und Schnittmuster einfach gemacht“ tauchen immer wieder Fragen zum Plotten auf. Eine mögliche Idee wäre, eine Anleitung „Plotten für Anfänger – Alles was du wissen musst“ als E-Book anzubieten. Oder Plottervorlagen inklusive Anleitung zu verkaufen.

5 wertvolle Erkenntnisse durch SEO für dein Business - Facebook Kommentar 2

Auch Baby Nestchen sind ein beliebtes Thema in der Gruppe. Du könntest also eine passende Nähanleitung inklusive Schnittmuster verkaufen.

Fazit: Hör deiner Zielgruppe zu und steck deine Energie direkt in Angebote, die relevant für sie sind.

4. Erkenntnis: Wie nennst du dein Angebot

Nehmen wir an, du hilfst deiner Zielgruppe beim Kauf der ersten Nähmaschine. Dann kommen verschiedene Namen für dein Angebot in Frage:

  • Beratung
  • Coaching
  • Unterstützung

…beim Kauf deiner ersten Nähmaschine.

Das Ziel: Du wählst den Namen aus, nach dem möglichst oft gegoogelt wird. Denn dann
finden mehr Menschen dein Angebot.

Wie du das herausfindest?

Indem du dir das Suchvolumen anschaust. Keine Panik: Das hört sich SEO-nerdig an. Ist aber halb so wild.

Ich erkläre es dir so simpel wie möglich:

Das Suchvolumen sagt dir, wie oft ein Suchbegriff im Durchschnitt pro Monat bei Google eingegeben wird. Je höher das Suchvolumen ist, desto mehr Menschen suchen nach diesem Wort.

Diesen Wert findest du mit einem Keyword-Tool heraus. Es gibt Tools, die du eingeschränkt kostenlos nutzen kannst und die einfach anzuwenden sind. Ich empfehle meinen Kund:innen Ubersuggest.

Direkt auf der Startmaske gibst du deinen Suchbegriff ein und drückst Enter. Et voilà: Das Tool spuckt dir das Suchvolumen aus! (Die anderen Werte interessieren dich erstmal nicht.)

5 wertvolle Erkenntnisse durch SEO für dein Business - Ubersuggest Suchvolumen

Das wiederholst du für alle Namensvarianten und wählst die mit dem höchsten Suchvolumen aus.

Aufgepasst: Das ist die absolute light Version, wie du mit einem Keyword-Tool umgehst. Für die allererste, grobe Orientierung reicht es. Zu einer gründlichen Keyword-Recherche gehört allerdings mehr.

Wenn du mehr erfahren willst, (weil du verstanden hast, wie wertvoll SEO ist) schau dir gerne meinen Blogartikel zur Keyword-Recherche an.

5. Erkenntnis: Deine Seite wird grüner

Erkenntnis Nr. 5 ist die überraschendste von allen: SEO macht deine Website grüner. Also grün im Sinne von Welt besser machen.

Wieso?

Mit SEO sorgst du dafür, dass deine Website online von den Menschen gefunden wird, denen sie wirklich weiterhilft. Dadurch werden weniger Seiten unnötig angeklickt. Und das hat die Konsequenz, dass weniger Daten abgerufen und weniger Energie verbraucht wird. Denn: Jeder einzelne Klick im Netz produziert CO2.

Mit SEO tust du also nicht nur was für dein Ranking und deine Sichtbarkeit. Du machst unsere Welt auch ein bisschen schöner.

Und ganz ehrlich: Einen besseren Grund für SEO gibt es doch nicht, oder?

Fazit: SEO schafft eine Win-win-Situation für alle!

Du siehst: SEO machst du nicht nur für die Suchmaschine. Du gewinnst dadurch verdammt wertvolles Wissen für dein Business.

Die 5 Erkenntnisse, die dir SEO bringt, siehst du hier nochmal:

  • Wie deine Zielgruppe spricht
  • Welche Themen sie interessieren
  • Welche Angebote relevant sind
  • Wie du deine Angebote und Produkte nennst
  • Deine Website wird grüner

Und diese Erkenntnisse nutzt du dann, um deine Blogartikel und dein Angebot exakt auf deine Zielgruppe abzustimmen. Eine Win-win-Situation für alle: Du hilfst deiner Zielgruppe wirklich weiter, dein Ranking und deine Sichtbarkeit steigen, dein Business nimmt an Fahrt auf und die Welt verbesserst du auch ein bisschen. Tschakka!

Verrat mir mal: Welche dieser 5 Erkenntnisse hat dich davon überzeugt, dich mit SEO zu beschäftigen? (Die Möglichkeit, dass du immer noch zögerst, schließe ich kategorisch aus. 😉)

Über die Autorin Laura Filz

Bei Laura bekommst du grünes SEO und grüne Texte. Sie hilft Selbstständigen und kleinen Unternehmen dabei, mit ihrem Angebot online sichtbar zu werden und die Welt zu verbessern. Dafür erklärt sie verständlich und praxisnah, wie SEO funktioniert, und schreibt Texte für Blogs und Websites, die Leser:innen und Suchmaschine begeistern.

Und wieso das alles in Grün? In ihrem Business achtet sie auf Nachhaltigkeit, nutzt einen grünen Webhost, Ökostrom und pflanzt für Aufträge Bäume. Ihr Herz schlägt für Angebote, die einen echten Unterschied machen.

Übrigens: Wenn du wissen willst, was du noch für dein Ranking tun kannst, mach unbedingt bei Lauras gratis Mini-Kurs mit! Dort erfährst du 3 Hauptgründe für schlechte Rankings und worauf du in Zukunft achten solltest. Hier kommst du zum kostenlosen Mini-Kurs.

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