6+1 unverzichtbare Seiten, die jeder Blog zwingend braucht & wie du sie optimierst

von | 14. Jul 2020 | Blog Starten, Tech Corner | 15 Kommentare

Weißt du eigentlich, welches die wichtigste Seite auf deinem Blog ist? Welche Seite auf keinen Fall fehlen darf, wenn du dich mithilfe deines Blogs als Expertin positionieren möchtest? Und wie du es mit einem kleinen Kniff und einer schnell erstellten Seite schaffst, mehr Newsletter-Leser zu bekommen?

Ein Blog ist nicht einfach nur ein Blog, auf dem deine Artikel untereinander aufgelistet sind. Nein, ein Blog ist auch (d)eine Website (oder zumindest ein Teil deiner Website), die dir dabei hilft, sichtbar zu werden.

In diesem Blogartikel stelle ich dir 6+1 Seiten vor, die auf deinem Blog nicht fehlen dürfen, wenn du online erfolgreich sichtbar werden und Geld verdienen möchtest. Wenn du sie noch nicht hast, dann erstelle sie schleunigst. 

Falls du die Seiten schon hast, dann nimm dir Zeit, sie zu optimieren. Ich verspreche dir, das ist ganz bestimmt keine Zeitverschwendung!

Unterschied Seiten & Artikel

Bevor wir starten, schauen wir uns noch kurz den Unterschied zwischen Seiten und Beiträgen (so lauten die Begriffe bei WordPress) an.

Was sind Blog Seiten?

Eine Seite ist relativ statisch – du erstellst sie ein Mal, meist wenn du mit dem Bloggen startest. Danach nimmst du nur geringfügige Änderungen vor, wenn überhaupt. Typische Seiten sind:

  • Die Startseite
  • Über mich – Seite
  • Meine Angebote

Die Liste an Seiten, die du für deinen Blog hast, sind meist enden wollend. Ich kenne viele Blogs, die kommen mit 5 Seiten aus. Wenn du ein Online-Business rund um deinen Blog aufgebaut hast, brauchst du aber vermutlich mehr als diese Handvoll Seiten.

Am Blog findest du die Seiten meist im Menü aufgelistet, allerdings musst du dort nicht alle anzeigen lassen.

Was sind Beiträge am Blog?

Beiträge hingegen sind das, womit du als Blogger regelmäßig arbeitest: deine Blogartikel.

Jeder Blogartikel ist ein neuer Beitrag, und die Beiträge werden in umgekehrt chronologischer Reihenfolge angezeigt. Sprich: der neueste Beitrag ist immer als Erstes zu sehen.

In diesem Artikel widmen wir uns den Blog-Seiten. Wenn du wissen möchtest, wie du Beiträge – sprich Blogartikel – erstellst, dann sieh dir meinen Artikel “Blog schreiben 1×1: So wird jeder Artikel ein Erfolg” an.

Die Über mich Seite

Die erste Seite, die auf deinem Blog auf keinen Fall fehlen darf, ist eine Seite, die meist einen dieser Namen trägt:

  • Über mich
  • About

Diese Seite ist auf vielen Blogs eine der meistgeklickten und meistgelesenen Seiten. Und noch eines ist auffällig: Wenn du es richtig machst, ist die Absprungrate der Über mich Seite meist deutlich besser als am Rest des Blogs.

Absprungrate bei About Seiten
Die Absprungrate (ganz unten in der 3. Spalte) auf diesem Blog ist deutlich geringer als auf den meisten anderen Seiten.

Das bedeutet, dass die Personen, die auf die Über Mich – Seite klicken, an deinem Blog und auch der Zusammenarbeit mit dir interessiert sind.

Die Personen, die auf die Über Mich – Seite klicken, sind in der Regel an deinem Blog und auch der Zusammenarbeit mit dir interessiert. Das kannst du für dich nutzen! Klick um zu Tweeten

Das kannst und solltest du für dich nutzen.

So erstellst / optimierst du deine Über mich – Seite

Viele machen den Fehler, die Über mich – Seite als Lebenslauf oder zur bloßen Selbstdarstellung zu nutzen. Aber gerade, weil die Seite so beliebt ist, solltest du sie für dich arbeiten lassen.

Die About-Seite sollte nicht (nur) von dir handeln, sondern von deinen Lesern. Oder anders ausgedrückt: Sie muss ihnen zeigen, ob sie bei dir richtig sind oder nicht. Ganz zu Beginn sollte sie deshalb folgende Fragen beantworten:

“Bin ich hier richtig? Was ist für mich drinnen, wenn ich den Blog lese?”

6+1 unverzichtbare Seiten, die jeder Blog zwingend braucht & wie du sie optimierst: Die Über mich - Seite sollte nicht (nur) von dir handeln, sondern deinen Lesern verraten, was sie auf deinem Blog erwartet.
Auf meiner Über mich – Seite findest du zu Beginn einen Hinweis, ob du hier richtig bist. Erst danach erfährst du mehr über mich, meine Berufserfahrung und warum es Blog Your Thing gibt.

Außerdem solltest du das Potenzial noch weiter ausschöpfen und eine Call to Action einbauen, also eine Handlungsaufforderung. Sag ihnen, was der nächste Schritt ist.

Das kann zum Beispiel folgendes sein:

  • Newsletter abonnieren
  • bestimmte Artikel lesen
  • mit dir Kontakt aufnehmen
  • Angebot-Seite ansehen
  • usw.

Wichtig: entscheide dich für eine dieser Call to Actions. Wenn du zu viele hast, führt das nur dazu, dass der Leser nicht von alldem macht.

Newsletter (Freebie) Landingpage

Die zweitwichtigste Seite, wenn du deinen Blog betreibst, um Kunden zu gewinnen und Stammleser zu bekommen, ist eine Newsletter Landingpage.

Ein Freebie oder Lead-Magnet und ist ein kostenloses Produkt (z.B. E-Book, Worksheet, Onlinekurs, …), das deine Leser im Austausch gegen ihre E-Mail-Adresse bekommen, wenn sie sich in deinen Newsletter eintragen.

So ein Freebie kann den Unterschied machen, ob du 10 oder 100 neue Newsletter Abonnenten pro Monat bekommst – oder noch mehr. Für den Aufbau deiner E-Mail Liste empfehle ich es dir auf jeden Fall!

Eine Landingpage ist eine Seite auf deinem Blog, die nur ein einziges Ziel hat. Das kann z.B. ein Verkauf sein, aber auch die Eintragung in deine Newsletter-Liste. Dazu ist es wichtig, dass es möglichst wenig Ablenkung gibt: keine Navigation, keine Sidebar, … 

Jeder Blog braucht eine Newsletter Landingpage – eine Seite, auf der man nichts anderes machen kann, als sich in den Newsletter einzutragen. Klick um zu Tweeten

Und die Newsletter Landingpage ist die Kombination von beidem: Das ist eine Seite, auf der man nichts anderes machen kann, als dein Freebie runterzuladen, indem man sich für deinen Newsletter anmeldet.

Diese Seite ist unheimlich wichtig, damit du z.B. von Social Media auf dein Freebie verlinken kannst. Stell dir vor, du würdest den Leuten sagen, sie sollen dein Freebie runterladen und musst dann erst mal erklären wie sie es finden:

“Klicke auf einen Beitrag, dann scrolle bis zum Ende der Sidebar und dort findest du das Newsletter-Formular, in das du dich eintragen kannst, um mein Freebie zu bekommen.”

Klingt kompliziert? Ist es auch!

Und wer von der Beschreibung schon nicht abgeschreckt ist, der ist wahrscheinlich spätestens von den vielen Möglichkeiten, Artikeln usw. auf deinem Blog abgelenkt.

So optimierst du deine Newsletter Landingpage:

Vielleicht kannst du es dir ja schon denken:

Entferne ALLE Links von deiner Newsletter Landingpage: Menü, Sidebar, ausgehende Links zu anderen Seiten, Footer, Banner …

Viele Themes bieten sogenannte „Blank Pages“ an, sodass all diese Elemente ausgeblendet sind.

Wenn du das gemacht hast, kannst du noch einen Schritt weiter gehen und dein Freebie wie ein Produkt behandeln: Versuche es zu verkaufen wie ein “richtiges” Produkt und baue z.B. Testimonials ein.

Experten-Tipp: Du hast noch kein Freebie? Das macht überhaupt nichts! Erstelle trotzdem eine Seite, auf der man sich für deinen Newsletter anmelden kann und erkläre den Lesern, was sie erwartet. Ein Freebie kannst du später immer noch hinzufügen.

Fast-fertig-Seite für Newsletter

Nehmen wir an, deine Newsletter Landingpage hat ihren Zweck erfüllt und jemand hat sich in deine Newsletter-Liste eingetragen.

Aus Datenschutzgründen ist ein sogenanntes Double Opt-In notwendig. Das heißt, die Person muss bestätigen, dass die E-Mail-Adresse ihr gehört, indem sie auf ein Bestätigungsmail klickt.

Das große Problem: 

Viele potenzielle Newsletter-Abonnenten werden nie wirklich zu Abonnenten, weil sie ihre E-Mail-Adresse nie bestätigen!

Die Lösung ist, eine Fast-fertig-Seite zu erstellen, auf die deine Leser geleitet werden, nachdem sie das Anmeldeformular abgeschickt haben. Die zweizeilige Meldung, die unter vielen Formularen auftaucht, ist nicht genug.

So optimierst du deine Fast-fertig-Seite 

Vielleicht hast du so eine Seite schon?

Viele Newsletter-Anbieter stellen diese Seite zur Verfügung. Aber die sind meist gespickt voll mit unpersönlichen Standardtexten.

Das ist deine Chance, zu glänzen! 

Sag deinen Lesern auf deiner Fast-fertig-Seite ganz exakt, was sie tun sollen. 

Am besten, von welcher E-Mail-Adresse das Bestätigungsmail kommt und wie der Betreff lautet. Es klingt für dich vielleicht komisch, das so genau zu erklären. Aber es gibt tatsächlich Leute, die diesen Prozess noch nicht in- und auswendig kennen und dankbar über deine Hilfe sind.

6+1 unverzichtbare Seiten, die jeder Blog zwingend braucht & wie du sie optimierst: Erkläre deinen Lesern auf einer Fast-fertig-Seite nach der Newsletter-Anmeldung, was sie tun müssen um die Anmeldung abzuschließen.

Experten-Tipp: Wenn du noch einen Schritt weiter gehen möchtest, dann füge zusätzlich ein Video ein, in dem du zu sehen bist und die nächsten Schritte erklärst. So können neue Abonnenten dich auch gleich kennenlernen. Das ist vor allem dann praktisch ist, wenn sie z.B. durch dein Freebie auf dich aufmerksam geworden sind und sonst noch nicht viel Kontakt mit dir bzw. deinem Blog hatten.

Kontakt

Die Kontakt-Seite ist relativ unspektakulär, darf aber nicht vergessen werden. Das ist der Ort, an dem die Leser Kontakt mit dir aufnehmen können, um dir Feedback zu geben oder – und das ist wahrscheinlich noch wichtiger – um dich oder dein Angebot zu buchen. Vor allem, wenn du keinen Zahlungsanbieter wie Digistore24 oder Elopage verwendest.

Diese Dinge sollten auf deiner Kontakt-Seite stehen:

  • Die E-Mail-Adresse, unter der man dich erreicht.
  • Wer das E-Mail beantwortet (du persönlich oder hast du ein Support-Team?).
  • Wie lange es ca. dauert, bis eine Antwort kommt (z.B. 1-2 Werktage).

Wenn du bestimmte Informationen von deinen potenziellen Kunden benötigst, dann bietet sich ein Kontaktformular an, in dem du Felder für die Infos vorbereiten kannst. 

Aber Achtung: auch hier gilt die DSGVO und du darfst nur die Informationen abfragen, die du für die Verarbeitung der Anfrage auch wirklich benötigst!

So optimierst du deine Kontakt-Seite

Gibt es Fragen, die dir immer wieder zugesendet werden? Dann ist die Kontakt-Seite der perfekte Ort, um eine FAQ-Sektion einzubauen.

Beantworte auf diese Seite z.B. häufig gestellte Fragen, die Sammlung kannst du mit der Zeit erweitern. Das spart dir Arbeit, weil du kein weiteres E-Mail beantworten musst. Und deinen Lesern spart es Zeit, weil sie nicht erst auf deine Antwort warten müssen, sondern sie sofort bekommen.

Angebote

Diese Seite klingt wie ein “no-brainer”, wie es im Englischen so schön heißt, wenn du möchtest, dass du Anfragen bekommst. Oder?

Leider eben nicht. Du weißt gar nicht, wie oft ich Blogs sehe, auf denen es so eine Seite nicht gibt und wo sich die Betreiber wundern, dass niemand sie anspricht und für Vorträge, Coachings oder Kooperationen bucht.

Wenn niemand weiß, dass man mit dir zusammenarbeiten kann und was du anbietest – warum sollten sie sich dann bei dir melden?

Du hast momentan noch kein konkretes Angebot?

Aber du möchtest in Zukunft etwas anbieten?

Kein Problem! Dann binde ein Newsletter-Formular ein, das deine Leser auf eine Warteliste setzt. Dann bekommst du auch ein Gespür dafür, wie viele Leute Interesse an einer Zusammenarbeit mit dir haben. 

Impressum & Datenschutz

Zum Schluss kommen noch 2 Seiten, die rechtlich wichtig sind. Diese Blog-Seiten sind Pflicht und sollten von jeder anderen Seite deines Blogs aus erreichbar sein: Impressum und Datenschutzhinweise.

Am besten bindest du die Links zu den Seiten in die Fußzeile ein. Da sind sie nicht so aufdringlich platziert wie etwa im Menü und trotzdem von überall aus zugänglich.

Was die Seiten beinhalten müssen ist von Seite zu Seite, aber auch von Land zu Land, unterschiedlich. Für das Erstellen der Seiten gibt es verschiedene Generatoren, zum Beispiel 

Bonus: Die Presse-Seite

Eine Blog-Seite, die zwar nicht unbedingt Pflicht ist, aber sehr hilfreich, ist die Presse-Seite. Wenn du gerne ein Beispiel hättest, findest du meine Presse-Seite hier.

Auf dieser Seite kannst du zum Beispiel auflisten

  • welche Gastartikel du geschrieben hast
  • wo du interviewt wurdest
  • ob du in Zeitschriften/Magazinen erwähnt wurdest
  • auf welchen Events du als Keynote-Speaker dabei warst

All das unterstreicht noch einmal deinen Expertenstatus, den du mit deinem Blog aufbauen möchtest.

Eine Presse-Seite am Blog unterstreicht noch einmal den Expertenstatus, den du mit deinem Blog aufbauen möchtest. Klick um zu Tweeten

Du wurdest noch nicht in der Presse gefeatured? Na dann ist es höchste Zeit, dass du ein bisschen PR machst 😉

Fazit

Wie du siehst, reicht es nicht aus, einfach einen Blogartikel nach dem anderen zu veröffentlichen. Du musst das nötige Grundgerüst rundherum aufbauen und die wichtigsten Blog-Seiten erstellen:

  • Die Über mich Seite
  • Die Newsletter (Freebie) Landingpage
  • Die Fast-fertig-Seite für deinen Newsletter
  • Die Kontakt-Seite
  • Die Angebote-Seite
  • Datenschutz & Impressum
  • und als Bonus: die Presse-Seite

Diese Seiten unterstützen dich dabei, von Blog Besuchern als Expertin wahrgenommen zu werden, dich kennenzulernen und aus Lesern Stammleser und in weiter Folge Kunden zu machen.

Hast du all diese Seiten schon auf deinem Blog? Welche fehlt dir noch bzw. Welche musst du optimieren? Verrate es mir in den Kommentaren!

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