Blog oder Website – Was passt besser zu dir?

von | 7. Mrz 2019 | Blog Starten, Blogging Basics | 5 Kommentare

Stell dir vor, du sitzt bei einem Vortrag und willst etwas über die spannende Welt des Bloggens lernen. Was ist dabei das mit Abstand Schlimmste, was passieren kann?

Genau: die Vortragende kommt mit Begriffsdefinitionen daher.

Und obwohl ich es eigentlich besser wissen müsste, ist das eines der ersten Dinge, die ich mit den Studenten der Werbeakademie durchgehe, wo ich regelmäßig Vorträge halte.

Warum ich es trotzdem nicht weglassen kann oder möchte?

Weil es so wichtig ist!

Denn obwohl wir tagtäglich mit dem Internet zu tun haben, wissen wir nicht immer 100%ig was sich hinter den Begriffen versteckt oder wo sie sich unterscheiden.

Vielleicht hast du dich ja auch schon mal gefragt, was eigentlich der Unterschied zwischen einem Blog und einer Website ist? Ist das nicht eh irgendwie das Gleiche?

Nicht ganz… in diesem Artikel verrate ich dir, was der Unterschied zwischen Website und Blog ist und noch wichtiger: was die richtige Wahl für dich und dein Business ist, wenn du selbstständig bist. Und ich verspreche dir: es wird überhaupt nicht trocken oder langweilig werden ;-)

Der Unterschied zwischen Blog und Website

Es gibt einige Definitionen von Blogs, nehmen wir einfach mal die unwissenschaftlichste her – die von Wikipedia.

„Das oder auch der Blog ist ein auf einer Website geführtes (…) Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, (…) Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt.“

Stark vereinfacht könnte man also sagen:

Ein Blog ist eine Website, die regelmäßig aktualisiert wird.

Das heißt, jeder Blog ist eine Website. Ungefähr so, wie “Tixo” immer Klebeband ist, aber nicht jedes Klebeband “Tixo”. ;-)

Reicht dir die “klassische” Website?

Die klassische Website, das ist eine relativ statische Seite. Sie wird einmal erstellt wird und nur geändert, wenn sich Name, Adresse, Angebote o.ä. ändern. Meist hat sie folgende Seiten:

  • Startseite
  • Über mich/Über uns – Seite
  • Angebote
  • Kontakt
  • Impressum & Datenschutz

So eine Website ist die absolute Minimalanforderung, wenn du als Unternehmen heute ernst genommen werden möchtest.

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber wenn ich einen Zahnarzt suche und der hat keine Website, dann existiert der für mich einfach nicht. Und auch Restaurants stehe ich skeptisch gegenüber, wenn sie keine Website haben und gehe nur hin, wenn ich kein anderes in der Nähe finde…

Die Website ist eine statische Visitenkarte im Netz. Die absolute Minimalanforderung für Unternehmen oder Selbstständige. Klick um zu Tweeten

Das heißt, die Website ist in dem Fall eine Visitenkarte im Netz, auf die einfach mehr Text passt als auf das 85×55 mm große Stück Papier. Und manchmal sind sogar extra Features wie eine Google Map für die Anfahrt eingebaut, usw…

Es hängt natürlich immer vom Einzelfall ab, aber in der Regel kann man sagen: Wenn du

  • offline lokale Dienstleistungen anbietest
  • stark von Empfehlungsmarketing lebst
  • und nicht darauf angewiesen bist, dass die Leute dich über Google finden

dann ist eine klassische Website ausreichend für dich.

Wenn du offline lokale Dienstleistungen anbietest oder stark von Empfehlungsmarketing lebst, dann ist eine klassische Website ausreichend für dich. Klick um zu Tweeten

Wann du unbedingt einen Blog haben musst

Anders sieht die Sache aus, wenn du als Selbstständige online Kunden gewinnen möchtest oder einfach online gefunden werden willst, z.B. weil du dich als ExpertIn positionieren möchtest. Dann empfehle ich dir unbedingt einen Blog!

Wenn du online Kunden gewinnen und bekannt werden möchtest, brauchst du einen Blog zusätzlich zur Website. Klick um zu Tweeten

Wenn du schon eine Website hast, dann musst du aber nicht neu anfangen. Du kannst deine Website einfach um den Menüpunkt “Blog” erweitern, wo dann alle Beiträge in chronologischer Reihenfolge angezeigt werden.

Besonders einfach ist dieses Erweitern, wenn du mit WordPress arbeitest. Denn die Software ist nicht nur auf das Erstellen von Blogs ausgerichtet, sondern du kannst auch tolle Webseiten damit erstellen. Es gibt noch andere Möglichkeiten, aber WordPress ist meiner Meinung nach auf lange Sicht die beste.

Vorteile von einem Blog gegenüber einer Website

Was ist jetzt der Vorteil, wenn du nicht nur eine klassische Website hast, sondern auch einen Blog bzw. “nur” einen Blog (dazu siehe unten mehr)?

1. Der Blog bringt dir Traffic.

Während eine Website oft nur ca. 5 Seiten hat, werden es durch die Blogartikel immer mehr. Wenn du 2 Jahre lang jede Woche bloggst, dann hast du 104 Seiten. Das sind 99 Seiten mehr, die bei einer Google-Suche als Ergebnis ausgespuckt werden können! Laut einer Statistik von Techclient haben Websites mit Blog bis zu 434% mehr Seiten, die von Google indexiert werden.

Update: Auch wenn wir Suchmaschinenoptimierung mal außen vor lassen und uns den Traffic anschauen, der über Social Media Kanäle kommt hast du mit einem Blog Vorteile. Denn wenn du regelmäßig neue Inhalte veröffentlichst, hast du immer wieder neue Artikel die du auf Social Media teilen kannst und so neue Lesere gewinnen kannst.

2. Der Blog unterstützt dich bei der Kundenakquise.

Die Zeiten sind vorbei, in denen wir blind etwas gekauft haben. Wir wollen wissen, von wem wir kaufen und noch wichtiger: wir wollen die Gewissheit, dass die Person von der wir kaufen weiß, wovon sie redet. Mit einem Blog kannst du einen super Vorgeschmack geben und Vertrauen aufbauen. Es gibt Studien die sagen, dass Marketer die Blogs verwenden 67% mehr Kundenanfragen bekommen als die ohne (Quelle).

3. Du verkaufst mehr.

Bloggen wird Marketing-mäßig zum Content Marketing gezählt. Das heißt, du ziehst deine Interessenten nicht zufällig auf den Blog, sondern sie kommen, weil sie sich für das Thema über das du schreibst interessieren. Das führt einerseits zu mehr Kundenanfragen, aber auch zu mehr Abschlüssen, nämlich 14,6%. Das klingt erst einmal nicht so hoch, aber im Gegensatz zu Anzeigen in Printwerbung oder Direktmailings ist das grandios. Dort sind es nämlich nur 1,7%! (Quelle)

Wenn du dich fragst, ob sich der Aufwand fürs Bloggen auszahlt, dann kannst du hier die Vor- und Nachteile des Bloggens nochmal genauer nachlesen.

Ist “nur” ein Blog ausreichend?

Ja! Wenn du wie z.B. oben empfohlen mit WordPress bloggst, dann hast du theoretisch nicht nur einen Blog, sondern eine ganze Website. Denn auch bei einem Blog kannst du statische Seiten erstellen, die wie bei einer Website meist nur ein Mal erstellt werden.

Um deinen Blog zur Website zu machen, empfehle ich dir folgende Seiten zu erstellen, um ihn zur „vollwertigen“ Business Website zu machen (abgesehen vom Impressum und anderen rechtlichen Seiten, die du benötigst):

  • Eine Startseite, auf der sich dein Leser einen Überblick verschaffen kann
  • Eine About-Seite, auf der du erklärst, wie du deinem Leser helfen kannst
  • Eine Angebots-Seite, auf der du (logisch) die Möglichkeiten vorstellst, wie man mit dir zusammen arbeiten kann
  • Eine Kontakt-Seite, auf der steht, wie (potenzielle) Kunden dich erreichen können

Damit setzt du ein Zeichen, dass du nicht „nur“ zum Spaß bloggst, sondern dass du es professionell betreibst und ein Angebot hast, das du verkaufen möchtest.

Was muss ich vor dem Blog Start beachten?

Wenn du dich entschließt zu bloggen, dann ist eine der ersten Fragen: „Worüber soll ich denn schreiben?“ und „Finde ich überhaupt genügend Themen“?

Wenn du einen Blog starten willst, brauchst du ein Blog Konzept. Das entscheidet darüber, ob du Erfolg hast - oder nicht. Klick um zu Tweeten

Und diese Fragen vorab zu klären ist auch gut und wichtig. Denn von den Vorteilen eines Blogs profitierst du nur dann, wenn dein Blog und die Inhalte über die du schreibst auf deine Zielgruppe abgestimmt ist. Ein schlecht gemachter Blog ist nur Zeitverschwendung…

Das heißt das Erste, was du machen musst, ist ein Blog Konzept zu erstellen. Das ist der rote Faden, der Grundstein deines Blogs, auf dem alle Inhalte und Marketing-Aktivitäten aufbauen. Darin steht unter anderem:

  • über welche Themen du schreibst
  • wer deine Leser sind
  • für welche Themen sie sich interessieren

Das hilft dir nicht nur dabei, regelmäßig neue Ideen für deinen Blog zu finden, sondern ist auch zu einem großen Teil für den Erfolg deines Blogs verantwortlich.

Fazit

Ohne Internetauftritt geht heute nichts mehr, denn dann existierst du quasi nicht. Wenn du online gefunden werden möchtest und Kunden gewinnen willst – sei es für eine Dienstleistung oder weil du ein Online-Produkt wie Coaching verkaufst, dann ist ein Blog essenziell.

Wenn du jetzt auch deinen eigenen Blog starten möchtest, dann sei bei meiner kostenlosen Challenge “Starte deinen Blog in 5 Tagen” von 18.-22. März dabei. Dort zeige ich dir wie du

  • Thema & Nische für deinen Blog findest
  • den passenden Namen wählst
  • dir ein Bild von deiner Zielgruppe machst
  • deinen Blog technisch aufsetzt
  • und deinen ersten Blogartikel schreibst
Jetzt kostenlos anmelden!

 

5/5 (4 Reviews)