Sch**ß auf SEO – denn Bloggen ist so viel mehr

von | 26. Aug 2020 | Blogging Basics | 21 Kommentare

Es gibt 2 Sorten Bloggerinnen: Die, die keine Ahnung von SEO haben und die, die jeden Artikel bis ins kleinste Detail optimieren.
Welche wird mehr Erfolg haben?

Falsch!

Nein, es ist nicht automatisch die Bloggerin, die perfekte SEO-optimierte Artikel schreibt. Vor allem, wenn es darum geht, sich mit Hilfe des Blogs als Expertin zu positionieren.

Warum du vor allem dann, wenn das dein Ziel ist, hin und wieder auf SEO sch**ßen solltest? Das erfährst du in diesem Blogartikel.

Back to the Roots: Was ist eigentlich der Zweck von Bloggen?

Zuerst müssen wir uns fragen, warum du angefangen hast zu bloggen.

Nein. Im Grunde müssen wir noch weiter zurückgehen: Was bedeutet Bloggen?

Hier ist meine Definition:

Bloggen bedeutet, eine Beziehung zum Leser aufzubauen, indem du ihn durch Blogartikel an deinem Wissen und deiner Persönlichkeit teilhaben lässt.

Puh, in dem Satz steckt viel drinnen. Lies ihn dir am besten noch einmal durch:

Bloggen bedeutet, eine Beziehung zum Leser aufzubauen, indem du ihn durch Blogartikel an deinem Wissen und deiner Persönlichkeit teilhaben lässt.

Hast du’s gemerkt? Es geht in erster Linie um den Beziehungsaufbau.

Für ganz viele Leute sind SEO und Bloggen eine Einheit. Das schöpft aber nicht das ganze Potenzial aus. Blogartikel zu schreiben ist eine tolle Möglichkeit, das SEO deines Internetauftritts zu verbessern. Aber wenn es dir alleine um den positiven SEO-Effekt geht, könntest du genauso auf eine perfekt optimierte Website setzen und brauchst keinen Blog.

Auf der anderen Seite kannst du mit einem Blog so viel mehr erreichen, als „nur“ Traffic über Google zu bekommen. Wie oben schon erwähnt: Beziehungsaufbau. SEO-optimierte Artikel zu schreiben, ist nur eine Möglichkeit von vielen.

SEO-optimierte Blogartikel zu schreiben ist nur eine Möglichkeit von vielen.

Warum du SEO brauchst

SEO – also Suchmaschinenoptimierung – ist dazu da, um deinen Blog attraktiver für die Suchmaschine wie z. B. Google zu machen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn es viele andere Websites und Blogs in deiner Nische gibt.

Je besser dein Blog für Google optimiert ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er ganz oben bei den Suchergebnissen auftaucht. Und nicht ein anderer.

Zusammengefasst: Wir brauchen SEO, um mehr Traffic über Google zu bekommen.

SEO zu betreiben, hat aber auch noch ein paar nette Nebeneffekte:

  • dein Blog lädt schneller
  • du schreibst gut strukturierte Artikel
  • machst dir Gedanken darüber, was die Internet-User an deinem Blog-Thema interessiert

Vor all dem profitieren deine Leser. Und deshalb empfehle ich auch dringend, dass jeder Blogger zumindest die wichtigsten SEO-Grundlagen kennt. Vor allem, weil sie sich ganz leicht in die Blogging-Routine einbauen lassen.

Dabei geht es zum Beispiel um den Einsatz von Keywords, die Ladezeit, dass dein Blog mobil optimiert ist, die richtige Benennung von Bildern, uss.

WelcheGrundlagen das genau sind, kannst du in meinem Blogartikel „Die wichtigsten SEO-Grundlagen für Blogger“ nachlesen.

Der Nachteil von SEO-optimierten Blogartikeln

Leider passiert ein Fehler immer wieder, sobald eine Bloggerin SEO verstanden hat: Sie schreibt ausschließlich Blogartikel, die bis ins kleinste Detail SEO-optimiert sind. Inklusive Keyword Recherche, Mitbewerber-Analyse, …

Leider passiert ein Fehler immer wieder, sobald eine Bloggerin SEO verstanden hat: Sie schreibt ausschließlich Blogartikel, die bis ins kleinste Detail SEO-optimiert sind. Klick um zu Tweeten

Der Nachteil: Das braucht wahnsinnig viel Zeit.

Die Folge: Du bist irgendwann frustriert (weil alles so lange dauert und du vielleicht gar nicht auf Platz 1 bei Google landest) und hast keinen Spaß mehr am Bloggen.

Und selbst wenn du es schaffst, immer auf Rang 1 zu landen und viel Traffic zu bekommen, ist das noch nicht der Schlüssel zum Erfolg. Denn eines kann SEO nicht…

Wobei dir SEO nicht hilft

SEO hilft dir nicht dabei, dich als Expertin zu positionieren und Kunden zu gewinnen.

Ausgenommen natürlich, du bist SEO-Profi und möchtest deinen KundInnen beweisen, wie gut du dein Handwerk beherrscht.

Aber in allen anderen Fällen hast du erst den ersten Schritt gemacht: Neue Leser sind auf dich aufmerksam geworden.

Das ist der Zeitpunkt, an dem der Blog und deine Texte seine Magie entfalten: Jetzt musst du deine Leser begeistern, damit sie zu Fans und schließlich Käufern werden.

Und dabei helfen dir deine Blogartikel, egal ob SEO-optimiert oder nicht.

Diese Artikel „wirken“, auch wenn sie nicht SEO-Optimiert sind

Ja, gerade wenn du Blogartikel schreibst, in denen du einen Einblick in dein Expertenwissen geben möchtest, ist es gar nicht so schlecht, bestimmte Grundlagen einzuhalten. Die decken sich teils stark mit SEO-Empfehlungen. Du schlägst also zwei Fliegen mit einer Klappe.

Welche Grundregeln das sind, kannst du in meinem Blogartikel „Blog schreiben 1×1: so wird jeder Blogartikel zum Erfolg“ nachlesen.

Aber es gibt auch andere Arten von Blogartikeln, die du nicht wirklich optimieren kannst. Zum Beispiel, weil du kein passendes Keyword dafür findest, nachdem gesucht wird. (Du darin aber eine Frage beantwortest, die deine KundInnen immer brennend interessiert).

Oder du möchtest dir etwas von der Seele schreiben. Zum Beispiel einen Rant-Artikel, in dem du dich über eine Sache oder ein Erlebnis, das du gerade hattest, aufregst. Würdest du dafür noch groß Recherche machen, ist der ganze Ärger, den du loswerden wolltest, vielleicht schon wieder verpufft (und der Artikel wird nur halb so leidenschaftlich und gut).

Vielleicht möchtest du aber auch die Geschichten deiner Kunden erzählen und schreibst Case Studies. Je natürlicher die sind, desto besser sind sie geeignet, um Vertrauen aufzubauen. Wenn sie von vorne bis hinten SEO-optimiert sind, macht das zumindest mich oft misstrauisch …

Du siehst, es gibt eine Reihe von möglichen Blogartikeln, die du schreiben kannst, ohne auf SEO zu achten. Die dein Ziel, dich als Expertin zu positionieren und vertrauen aufzubauen, aber trotzdem unterstützen.

Wer findet mich, wenn ich kein SEO betreibe?

Vielleicht denkst du, du musst jeden Artikel SEO-optimieren, damit du überhaupt gefunden wirst? Und dass es sich sonst gar nicht auszahlt, sich hinzusetzen und Zeit in einen Blogartikel zu investieren?

Zuerst noch mal zur Erinnerung: Ich sage nicht, dass du überhaupt kein SEO betreiben solltest.

Sondern:

Du darfst dir „erlauben“, auch Blogartikel zu schreiben, die nicht perfekt SEO-optimiert sind.

Setze dir immer ein Hauptziel für deinen nächsten Artikel: Soll er dir in erster Linie helfen, Vertrauen aufzubauen? Oder möchtest du dadurch in der Suchmaschine gut ranken?

Wenn es Ersteres ist, dann fällt es dir nach dem Festlegen deines Zieles wahrscheinlich einfacher zu akzeptieren, dass dieser Artikel dir keine Leserströme über Google bringen wird.

Aber natürlich schließen beide Ziele einander nicht aus ;-)

Und dann als zweite Erinnerung: Es gibt sooo viel mehr Trafficquellen als nur die Suchmaschinen. Zugegeben, die sind auch auf meinem Blog ein wichtiger Teil. Aber du darfst nie nur auf eine Trafficquelle setzen.

Welche 4 Arten von Besucherquellen es gibt und wie du sie nutzen kannst, erfährst du in meinem Blogartikel „Blog bekannt machen: 50+ einfache Tipps für mehr Leser„.

Fazit: Der Vorteil, wenn du auf SEO pfeifst

Noch mal zusammengefasst: Blogs sind ein tolles SEO-Werkzeug, aber durch ihn kannst du so viel mehr erreichen, als „nur“ Traffic zu bekommen.

Deine Blogartikel helfen dir auch dabei, dass deine Leser dich kennenlernen und Vertrauen zu dir fassen. Und dieses Vertrauen ist das Wichtigste, wenn du online als Expertin gebucht werden möchtest.

Ganz auf SEO verzichten solltest du nicht. Aber du darfst ruhig auch Artikel schreiben, von denen du weißt, dass sie nicht gut bei Google ranken werden oder nach denen kaum jemand suchen wird.

Oft sind es genau diese Blogposts, die bei den Lesern besonders viel Anklang finden und mehr Kommentare als gewohnt bekommen oder öfter auf Social Media geteilt werden!

Und noch einen anderen Vorteil gibt es: Du sparst dir lange Keyword-Recherchen und alles Drumherum und wirst mit deinen Artikeln schneller fertig. Und das beugt Frustration und Schreibblockaden vor.

Machst du bei jedem Blogartikel das volle SEO-Programm? Achtest du gar nicht darauf? Oder setzt du es nur bewusst ein? Hinterlasse mir einen Kommentar und verrate es mir!

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