5 Vorsätze für deinen Blog – oder: Mission „Besser bloggen“

von | 11. Jan 2019 | Inspiration & Produktivität | 12 Kommentare

Vor einiger Zeit war ich auf einem Networking-Treffen eingeladen und wurde gefragt, ob ich nicht einen kurzen Input zum großen Thema „Besser bloggen“ vorbereiten möchte. Die Details dazu durfte ich mir aussuchen und da habe ich einen Aufhänger gewählt, der immer wieder hoch im Kurs steht: Neujahrsvorsätze bzw. ganz allgemein: Vorsätze für Blogger!

Natürlich ging es nicht um die üblichen „Mehr Sport machen“- oder „Gesünder Essen“- Vorsätze. Nein, ich habe 5 Vorschläge für dich, mit denen du noch mehr Leser bekommst und die deine Sichtbarkeit online bei Google noch verbessern – ganz abseits von Schreibtipps und Tipps für das Texten von Blogartikeln!

Diese 5 Vorsätze helfen dir dabei, noch besser zu bloggen. Klick um zu Tweeten

Hinweis: dieser Blogartikel wurde ursprünglich am 30.12.2015 veröffentlicht und am 11.1.2019 komplett überarbeitet.

Vorsatz Nr. 1: Ziele setzen

Vor einiger Zeit habe ich einen Spruch gehört, der sich in mein Gehirn eingebrannt hat:

Ziele sind keine Garantie, aber die Voraussetzung. – Jörg Löhr

Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr kann ich dem Zitat zustimmen.

Ziele sind keine Garantie, aber die Voraussetzung. - Jörg Löhr #quote Klick um zu Tweeten

Warum sind Ziele wichtig?

Stell dir vor, du möchtest jede Woche einen gewissen Geldbetrag zur Seite legen. Die erste Zeit funktioniert das vielleicht, aber irgendwann fragst du dich, „Warum mache ich das eigentlich?“. Du hast viel mehr Durchhaltevermögen, wenn du auf ein Ziel hin sparst, zum Beispiel auf eine Reise.

Genauso ist das beim Bloggen: vielleicht fragst du dich irgendwann mal, warum du eigentlich so viele Bemühungen ins Bloggen steckst? Dann kannst du auf dein Ziel schauen und hast sofort die Antwort und wieder neue Motivation!

Ziele helfen dir dabei, am Ball zu bleiben und bringen neue Motivation! Klick um zu Tweeten

Wie setzt du dir Ziele richtig?

Dieses Thema ausführlich zu beschreiben wäre wohl ein eigener Blogartikel. Meine Strategie besteht darin, Ziele in ein Hauptziel und viele kleine Etappenziele zu unterteilen. Das Hauptziel kann über einen längeren Zeitraum, z.B. das ganze nächste Jahr gehen. Die Etappenziele sind Schritte, die du machst, damit du dein Hauptziel erreichst. Du solltest sie so wählen, dass du sie innerhalb eines Monats (oder noch kürzer) erreichen kannst.

Ein Beispiel gefällig? Angenommen, dein Hauptziel ist folgendes: „10% mehr Leser pro Monat durch Kooperationen gewinnen“. Dann könnten deine Etappenziele folgende sein:

  • Networking Veranstaltung besuchen
  • In Facebook-Gruppen aktiv sein
  • Liste mit möglichen Kooperationspartnern machen
  • Mögliche Kooperationspartner anschreiben
  • Gastartikelideen sammeln
  • Gastartikel schreiben

Überprüfe deine Ziele regelmäßig

Noch ein wichtiger Punkt beim Setzen von Zielen ist, dass sie messbar sein müssen. Sprich: du musst sie überprüfen können. Ich zeige dir das mal anhand des Beispiels von oben:

  • Richtig: „Ich möchte bis Ende Juni 10% mehr Leser pro Monat durch Kooperationen haben.“
  • Falsch wäre: „Ich möchte mehr Leser durch Kooperationen.“

Im richtigen Beispiel hast du eine Deadline und einen Wert, um wie viel deine Leserzahl steigen soll. Die Deadline ist wichtig, weil du das Ziel nicht bis an dein Lebensende mitschleppen möchtest (so kannst du es nämlich nie erreichen). Und es ist auch wichtig, dass du sagst, wie viel mehr Leser du haben möchtest. Sonst könnte man in Versuchung kommen, schon mit einem Leser mehr zufrieden zu sein…

Der erste Schritt ist also, dass du dir messbare, also „SMARTe“ Ziele setzt. Und der nächste Schritt ist dann, dass du auch überprüfst, ob du sie erreicht hast! Für deinen Blog kannst du das mit einem Statistik Tool wie Google Analytics machen, aus dem du auch gleichzeitig deine nächsten Ziele ableiten kannst.

Ziele setzen reicht nicht - du musst sie auch messen können und regelmäßig überprüfen! Klick um zu Tweeten

Und wenn ich meine Ziele nicht erreiche?

Pf, ist doch ganz egal!

Nein, ganz so ist es natürlich nicht. Klar gibt es uns allen einen Kick, wenn wir am Ende des Monats oder vielleicht nur des Arbeitstages sehen, dass wir all unsere Ziele erreicht haben.

Aber da möchte ich noch ein Zitat ins Spiel bringen:

Wenn du auf den Mond zielst und du triffst ihn nicht, dann landest du noch immer bei den Sternen! – Henry Ford

Oder anders ausgedrückt: es ist nicht schlimm, wenn du nicht alle Ziele erreichst. Wichtig ist, dass du dich in die richtige Richtung bewegst!

Wenn du auf den Mond zielst und du triffst ihn nicht, dann landest du noch immer bei den Sternen! - Henry Ford Klick um zu Tweeten

Vorsatz Nr. 2: Besser Planen

Ja, das ist ein Vorsatz, den ich mir immer wieder vornehme und ich muss gestehen, auch mir gelingt es bis heute nicht zu 100%… Aber hey, wie war das noch gleich mit den Zielen, die man nicht erreicht? ;-)

Warum ist gute Planung wichtig?

Eigentlich ist es ganz einfach, diese Frage zu beantworten:

  • Du hast weniger Stress, weil du dir nicht in letzter Minute eine Artikelidee aus den Fingern saugen musst.
  • Du schreibst bessere Blogartikel, weil du sie mehr auf deine Leser abstimmen kannst.
  • Du hast mehr Zeit, sie zu „produzieren“ (und wenn es nur die Zeit für’s Korrekturlesen ist).
  • Es ist viel einfacher, konsistent zu sein und regelmäßig zu bloggen – und nicht in einer Woche 3 Blogartikel zu schreiben und dann 1 Monat lang nichts mehr.
  • Du kannst Aufgaben besser auslagern, weil du nicht husch pfusch arbeitest, sondern strukturiert.
  • Du kannst deine Blogartikel besser auf deine Angebote und Launches abstimmen, was vor allem dann wichtig ist, wenn du ein Online Business hast.

Mehr Planung dank Redaktionsplan

Der beste und einfachste Schritt ist ein Editorial Kalender oder zu deutsch: Redaktionsplan.

Schreib dir auf, wann du einen Launch oder eine Aktion geplant hast und plane deine Blogartikel rund um diese Daten. So ein Redaktionsplan hilft dir nämlich dabei, die richtigen Artikelideen zu finden und den Überblick zu behalten, wann du den Kopf frei hast zum Bloggen und wann nicht.

Mehr Planung dank Workflows & Checklisten

Aber nicht nur beim Blogartikel schreiben ist Planung wichtig. Wenn du erst in der Blog Start Phase bist, solltest du dir einen Plan machen, wann du was angehst (oder du hältst dich einfach an meinen Blog Fahrplan).

Und auch nach dem Veröffentlichen eines Blogartikels solltest du einen Plan bzw. ein System haben, was dann passiert. Wie und wann teilst du deine Blogartikel und über welche Kanäle?

Meine Geheimwaffe dabei sind Workflows oder Checklisten, mit denen ich mir einmal einen Ablauf fürs Bloggen überlege. Wenn du auch nach so einem Workflow für dich suchst, der dich effizient bloggen lässt, dann können wir den bei einem gemeinsamen Blog Coaching erarbeiten. Wichtig ist nämlich, dass du deinen eigenen Weg findest, der dich effizient arbeiten lässt und dir nicht noch mehr Arbeit aufhalst…

Vorsatz Nr. 3: Netzwerken & Kooperationen eingehen

Ist das auch ein Thema, das du gerne vermeidest? Hast du das Gefühl, das Netzwerker-Gen einfach nicht zu haben?

Ich kann dir verraten, dass es mir früher genauso gegangen ist. Anfangs habe ich mich fast schon gezwungen und mittlerweile liebe ich es. Eigentlich gibt es nur eine Grundregel: hab keine Angst davor und freue dich, neue Leute kennen zu lernen! Dann kann eigentlich nichts schief gehen!

Warum sollte ich netzwerken?

Ganz einfach: Netzwerken = mehr Bekanntschaften = mehr Gelegenheiten = mehr potenzielle Reichweite!

Netzwerken = mehr Bekanntschaften = mehr Gelegenheiten = mehr potenzielle Reichweite. Klick um zu Tweeten

Ich glaube, dazu muss ich gar nicht mehr sagen, oder? Je mehr Leute du kennst, desto mehr Gelegenheiten für Kooperationen, Jobs oder Empfehlungen ergeben sich. Und desto eher kannst du deine Ziele verwirklichen!

Wie bei dem Ziele-Zitat oben ist Netzwerken alleine zwar noch keine Garantie dafür, dass du erfolgreich bist. Aber wenn du es gar nicht erst probierst…?

Wie und wo kann ich am besten netzwerken?

Geh auf Events. Und zwar Real Life aka Offline-Events!

Klar, es gibt auch Twitterpartys oder Facebookgruppen, in denen du dich mit anderen Selbstständigen austauschen kannst. Aber aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir sagen, dass es 100 mal mehr wert ist, wenn du einer Person tatsächlich gegenüber stehst.

Recherchiere am besten, welche Events es in deiner Gegend gibt. Frag in Facebook-Gruppen nach, google nach Konferenzen und Stammtischen in der nächst größeren Stadt. Meine Tipps, wie du auf großen Veranstaltungen am besten netzwerkst, kannst du hier nachlesen.

Du scheust große Menschenmassen? Dann sprich einfach mal eine Selbstständige an, von der du weißt, dass sie in deiner Nähe wohnt! Dann könnt ihr euer eigenes kleines Netzwerktreffen veranstalten! Die meisten sagen gerne zu, schrecken aber vor der „Organisation“ zurück.

Möglichkeiten für (Online-)Kooperationen

Wenn du jemanden gefunden hast, mit dem du gerne zusammenarbeiten oder kooperieren würdest, dann musst du dich entscheiden wie. Hier sind ein paar Ideen:

  • Gründe eine Mastermind-Gruppe:
    Bei einem Mastermind treffen sich ca. 3-5 Selbstständige regelmäßig, tauschen sich über ihre Ziele aus und motivieren sich gegenseitig
  • Schreibe Gastartikel:
    Gastartikel erhöhen deine Sichtbarkeit bei anderen Zielgruppen und auch das Ranking deiner Website. Denn Google liebt es, wenn eine andere Seite auf deinen Blog verweist.
  • Entwickle gemeinsame Produkte:
    Wenn ihr die gleiche Zielgruppe und ein ähnliches Thema habt, dann könnt ihr gemeinsam ein (Online)Produkt auf den Markt bringen. Durch die gemeinsame Promotion erreicht ihr noch mehr Leute und durch die Aufgabenteilung bedeutet es weniger Arbeit für jeden!
  • Organisiere ein Summit:
    Vielleicht die Königsdisziplin der Zusammenarbeit mir anderen – ein Summit bzw. eine Onlinekonferenz. Mir hat es geholfen, meine Blog-Reichweite nachhaltig zu pushen, Details dazu verrate ich dir in diesem Artikel.
  • ….

 

Vorsatz Nr. 4: Schmier deinen Lesern Honig ums Maul

Ja, vielleicht wiederhole ich mich in meinen Blogartikeln. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das nicht zum ersten Mal sage. Aber: es ist unheimlich wichtig, deine Leser zu kennen, wenn du besser bloggen möchtest!

Sieh es doch mal so: du schreibst deine Blogartikel nicht für dich. Also zumindest nicht, wenn du bloggst, damit dein Business davon profitiert. Und da macht es überhaupt keinen Sinn, wenn du dich selbst in den Mittelpunkt stellst und über das schreibst, was dir gerade wichtig ist.

Stelle deine Leser in den Mittelpunkt. Schreib, worüber sie lesen möchten. Thematisiere ihre größten Probleme.

Stelle deine Leser in den Mittelpunkt. Schreib, worüber sie lesen möchten. Thematisiere ihre größten Probleme. #besserbloggen Klick um zu Tweeten

Dann wählst du nämlich nicht nur bessere Themen aus und schreibst bessere Blogartikel. Dann bekommst du sogar ganz von alleine mehr Leser und somit potenzielle Kunden, die von dir und deinem Unternehmen erfahren.

Vorsatz Nr. 5: Zeige mehr Persönlichkeit

Aber steht das nicht im krassen Gegenteil zu Vorsatz Nr. 4? Gerade eben sagte ich doch, dass der Leser im Mittelpunkt stehen soll?

Nein, das ist absolut kein Gegensatz! Vor allem was die Themenwahl angeht, solltest du dich nach den Bedürfnissen deiner Zielgruppe richten.

In letzter Zeit sehe ich aber den Trend, dass bei Blogs immer mehr auf SEO, Keywordoptimierung & Co geachtet wird. Und da rückt eines immer mehr in den Hintergrund: der Autor bzw. die Autoren des Blogs.

Gerade bei Selbstständigen ist es aber wichtig, dass dein Blog nicht einer unter vielen ist. Du bist dein Alleinstellungsmerkmal, dein USP – also musst du das auch zeigen! Durch deine Persönlichkeit schaffst du den nötigen Wiedererkennungswert, wegen dem deine Kunden bei dir kaufen.

Als Selbstständige bist DU dein Alleinstellungsmerkmal. Also zeig mehr Persönlichkeit in deinen Texten! #besserbloggen Klick um zu Tweeten

So bringst du mehr Persönlichkeit in deine Texte

Der einfachste Weg, mehr Persönlichkeit in deine Texte zu bringen ist es, persönliche Geschichten zu erzählen. Erinnerst du dich noch an meine Einleitung? Da habe ich dich mitgenommen in meinen Alltag. Du musst keinen Seelenstriptease machen, aber lass deine Leser hin und wieder in deine Welt eintauchen.

Ein zweiter Weg, den ich besonders gerne mag, ist zu schreiben wie ich spreche. Ich nutze Wörter oder Formulierungen, die ich vermutlich nicht in einer Deutschschularbeit verwendet hätte. Dafür kommen sie mir im persönlichen Gespräch aber immer wieder über die Lippen. Und ganz besonders gerne nutze ich österreichische Ausdrücke (auch wenn ich manchmal E-Mails bekomme, in denen ich dafür korrigiert werde, haha).

Einen besonders schönen Artikel zu dem Thema mit noch mehr Tipps findest du bei Wort:Kreation.

Fazit

Du siehst, Bloggen dreht sich nicht immer nur ums Texte schreiben. Es gibt so viele Punkte, mit denen du dafür sorgst, dass du ab sofort besser bloggst!

Deshalb bist jetzt du dran: Such dir einen meinen Vorschlägen aus und fang damit an, ihn umzusetzen – ich verspreche dir, du wirst es nicht bereuen...

Wie möchtest du in Zukunft noch besser bloggen? Hinterlass mir einen Kommentar und verrate mir, welchen der 5 Vorsätze du umsetzen möchtest!

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