Bloggen als Selbstständige? Das sind die Vor- und Nachteile

von | 26. Jan 2017 | Strategie & Business | 12 Kommentare

Du bist Selbstständig, Freelancer, EPU oder Solopreneur und überlegst, ob du einen Blog starten sollst? Das sind die Vor- und Nachteile!

Ich bin leidenschaftliche Bloggerin. Aber Bloggen ist als Selbständige kein Hobby von mir, ich lebe davon. Oder besser gesagt, davon, dass ich dadurch von Leuten gefunden werde, die ihren eigenen Blog starten wollen und sich dabei Unterstützung wünschen. Ich bin also Bloggerin und Unternehmerin gleichzeitig. Oft werde ich gefragt: zahlt sich der Aufwand für’s Bloggen eigentlich aus? Ja, das tut es! Und vor allem wenn du online Dienstleistungen oder Kurse anbieten möchtest ist ein Blog ein geniales Marketinginstrument!

Aber wie bei fast allem gibt es auch beim Bloggen Nachteile, die man „von außen“ vielleicht nicht sieht. Wenn du gerade überlegst einen Blog zu starten, will ich dir in diesem Blogartikel deshalb beides nicht vorenthalten: die Vorteile und Nachteile vom Bloggen als Selbständige! (Spoiler: ich habe auch ein paar Tipps, wie du die Nachteile entschärfen kannst)

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So profitierst du als Selbstständige von einem Blog

Du schaffst Vertrauen & kannst dich als Expertin positionieren

Wenn jemand neu auf deine Website kommt, dann sieht er meist einen Slogan oder ein Angebot. Der User erfährt, wie du ihm helfen kannst oder was er kaufen kann. Das ist zwar gut für den ersten Überblick, aber woher weiß der Besucher eigentlich, dass du Ahnung von den Themen hast? Oder anders gesagt: woher weiß der User, dass er dir vertrauen kann?

Mit einem Blog kannst du deinen Lesern einen Vorgeschmack deines Wissens geben und über Themen schreiben, die deine Besucher beschäftigen. Du zeigst, dass du wirklich Ahnung davon und nicht nur ein leeres Versprechen auf der Startseite deiner Website stehen hast.

Mit einem Blog kannst du als Solopreneur Vertrauen schaffen und dich als ExpertIn positionieren! Klick um zu Tweeten

Vielleicht gehst du auch noch einen Schritt weiter und erstellst ein Worksheet oder eine Checkliste für deine Leser. So können sie sich auch gleich ein Bild davon machen, ob sie deine Art, ihnen Dinge zu erklären, mögen oder nicht.

Du kannst Beziehungen aufbauen

Gerade habe ich es schon kurz angesprochen: wenn du Blogartikel schreibst, dann gibst du deinen Lesern einen Einblick, wie die Arbeit mit dir abläuft und auch wer du bist. Ich empfehle meinen Coaching-Kunden immer, frei von der Leber zu schreiben. Dadurch spiegelt sich ihre Persönlichkeit in den Texten wider: Bist du der straighte Typ oder der Kumpel, mit dem man scherzen kann? Wirfst du mit Fachbegriffen um dich, sodass es für Anfänger schwierig ist, dir zu folgen oder erklärst du alles im Detail?

Mit einem Blog kannst du Kundenbeziehungen auf zwei Ebenen aufbauen! #problogging Klick um zu Tweeten

Das ist die eine Seite des Beziehungsaufbaus, aber es gibt auch noch eine andere: der Hinweis auf den Newsletter! Wenn du deine Leser überzeugt hast, dass du über interessante Themen schreibst, die sie bewegt, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt zur Anmeldung für deinen Newsletter – und du hast wieder einen engeren Draht zu ihnen. Einige Leser finden dich und dein Angebot vielleicht toll, sind aber noch nicht so weit, es in Anspruch zu nehmen (weil sie gerade kein Geld haben, die Zeit knapp ist, …). Durch den Newsletter hast du weiterhin einen Draht zu ihnen und sie vergessen dich nicht sofort wieder, nachdem sie das Browser-Fenster geschlossen haben.

Du wirst sichtbar

Wenn wir heute ein Problem haben, dann machen wir online-affinen Menschen alle das gleiche: wir googeln. Bist du Yogatrainerin für Schwangere, dann ist es viel wahrscheinlicher, dass jemand nach „Yoga für Schwangere“ sucht als nach deinem Namen. Bloggst du also über das Thema, dann stiegt die Wahrscheinlichkeit, dass du über dieses Thema gefunden wirst. Denn Google liebt aktuelle Inhalte, die den Suchenden Mehrwert bieten. Und auch wenn sie deinen Namen bisher nicht kannten, hast du so eine neue potenzielle Kundin!

Ein Blog hilft dir dabei, von deinen Wunschkunden gefunden zu werden! Klick um zu Tweeten

Du musst nicht selbst im Mittelpunkt stehen, sondern kannst deine Artikel für dich sprechen lassen.
Gerade für introvertierte Personen, die nicht gerne im Mittelpunkt stehen ist ein Blog perfekt. Du hast Panik davor, ein Live-Webinar zu veranstalten? Oder kannst dich selbst einfach gar nicht auf Videos sehen? Und auch ein Podcast kommt für dich nicht in Frage? Ich kann dich gut verstehen! Der Vorteil von einem Blog ist, dass du nicht spontan sein musst und dich ein Stück weit hinter deinen Worten verstecken kannst. Aber trotzdem mit dem Vorteil, dass durch die Kommentare bei deinen Blogartikeln eine Konversation mit deinen Lesern passieren kann!

Planst du noch oder bloggst du schon? Starte jetzt deinen eigenen Blog - Blogothek Pro

Die Nachteile von einem Business Blog

Du brauchst Geduld

Das Traumszenario wäre folgendes: du startest einen Blog, schreibst einen Blogartikel und anschließend wirst du mit Anfragen von Kunden überflutet. Leider bleibt es oft bei dem Traum und anfangs stellt sich Ernüchterung ein. Aber das ist total normal! Wenn du schon länger selbständig bist weißt du, dass es einerseits dauert, bis man sich einen Ruf, Expertenstatus und eine Stammkundschaft aufgebaut hat. Und genauso ist das online. Ohne Fleiß kein Preis ;-)

Bloggen braucht Zeit

Apropos „Fleiß“: Zu bloggen bedeutet nicht nur, dass du dich hin setzt und einen Artikel schreibst. Zum Bloggen gehören zum Beispiel auch folgende Dinge:

  • Artikelideen finden
  • Bilder gestalten oder finden
  • Promoten der Blogartikel (z.B. auf Social Media)

All diese Dinge erledigen sich natürlich nicht von selbst, aber mit der richtigen Strategie & dem richtigen Workflow kannst du auch diese Dinge meistern. Hier sind ein paar Beispiele:

  • In einer Blog Strategie legst du Ziele, Zielgruppe und Themen fest – was dir die Themenfindung im Alltag um ein Vielfaches leichter macht!
  • Bilder gibt es im Internet jede Menge, einige davon kannst du auch gratis verwenden. Plattformen wie Pixabay sind da sehr hilfreich. Eine Liste mit femininen Stock Photos habe ich dir hier zusammengeschrieben.

    Pixabay ist eine Plattform, auf der Bilder gratis zur freien kommerziellen Verwendung angeboten werden.

    Pixabay ist eine Plattform, auf der Bilder gratis zur freien kommerziellen Verwendung angeboten werden.

  • Es gibt eine Reihen von Social Media-Tools, die dir Arbeit abnehmen und das Leben leichter machen. Und auch im Rahmen der Strategie-Erstellung kannst du dir einmalig eine Routine überlegen, die du dann immer wieder umsetzt.

 

Du solltest keine Angst davor haben, etwas Neues zu lernen

Eine Frage, die mir oft ganz zu Beginn eines Coachings gestellt wird: „Wie funktioniert denn das mit der Suchmaschinenoptimierung jetzt eigentlich?“ Viele Selbständige schrecken davor zurück, einen Blog zu starten, weil sie Angst vor Keywords, Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO) und Google haben. Dabei gibt es dafür eigentlich keinen Grund, denn SEO ist keine Hexerei und schon mit ein bisschen Basiswissen kannst du für deinen Blog gute Erfolge erzielen. Mit anderen Worten: wenn du bereit bist, etwas Neues zu lernen, dann kannst du auch dieses Angstthema rocken!

Auf der anderen Seite musst du dich aber nicht nur mit SEO beschäftigen, sondern darfst auch keine Angst davor haben, mit neuen Tools und Social Media Kanälen zu arbeiten bzw. zu experimentieren. Du musst kein Technik-Profi sein, um einen Blog zu führen und zu vermarkten. Aber wenn du sowieso nicht gern auf Facebook bist und nicht noch ein Tool ausprobieren möchtest (obwohl du das perfekte noch nicht gefunden hast), dann machst du dir den Blogger-Alltag schwerer als er sein müsste…

Bloggst du schon, um Kunden zu gewinnen? Falls nicht: was hält dich (noch) vom Bloggen ab?

 

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