Warum bloggen? 16 Gründe, warum sich Bloggen für Selbstständige (immer noch) lohnt

Warum bloggen? 16 Gründe, warum sich Bloggen für Selbstständige lohnt

Unlängst durfte ich wieder an der Werbeakademie Wien unterrichten. Das Thema? 3 Mal darfst du raten. Na klar: Corporate Blogging.

Nach einer Einführung, was ein Blog ist und was ihn ausmacht, geht’s immer an die Frage: Warum sollte man überhaupt bloggen? Und von den Teilnehmern kommt dann in 90% der Fälle auch die Frage: „Lohnt sich bloggen überhaupt noch?“

Das ist nicht nur eine der meist gestellten Fragen in dem Kurs. Sondern auch, wenn ich mit Selbstständigen spreche, die noch keinen Blog haben, kommen genau die gleichen Fragen auf. Deshalb habe ich in diesem Artikel 16 Gründe zusammengefasst, warum es sich für Selbstständige auf jeden Fall lohnt zu bloggen.

Aber auch 3 ½ Gründe aufgeschrieben, in welchen Fällen du das Bloggen lieber sein lassen solltest. Schließlich ist das Führen eines Blogs mit viel Arbeit verbunden. Da möchte ich nicht, dass du deine Entscheidung später bereust 😊

Hinweis: Dieser Blogartikel wurde unter dem Titel „Bloggen für Selbstständige: Die Vor- und Nachteile“ im Jänner 2017 veröffentlicht und im Februar 2022 vollständig überarbeitet.

vgwort

Für wen sich Bloggen garantiert noch lohnt

Also, warum sollte man bloggen? Und lohnt sich das überhaupt?

Ich kann nicht für Hobbyblogs sprechen oder alle, die mit ihrem Geld und Sponsored Posts Geld verdienen wollen. Aber wenn du als Coach, Berater oder Trainer einen Marketing-Kanal aufbauen möchtest, der dir laufend Kund:innen bringt, dann ist die Antwort: JA!! (Sorry für’s Schreien 😉)

Bevor ich dir erzähle, warum sich Bloggen lohnt und was du damit alles erreichen kannst, hab ich dir einen Auszug aus meinen Präsentationsfolien für die Werbeakademie mitgebracht. Lassen wir einfach mal die Zahlen sprechen, oder?

Du musst natürlich selbst entscheiden. Aber ich finde, das sind schon ein paar ganz gute Argumente 😊

Gibt es schon zu viele Blogs zu meinem Thema?

Vielleicht sagst du jetzt ja: Das sind ja ganz nette Statistiken, Janneke. Aber in meinem Bereich gibt’s schon so viele Blogs. 

Da ist ein neuer Blog nur weiteres Rauschen im WWW, oder? Und überhaupt wurde doch eh schon alles gesagt?

Aber da habe ich 3 Einwände:

  1. Wenn es andere Blogs gibt, dann ist das eine Bestätigung für deine Nische und dass es Leser gibt, die sich dafür interessieren.
  2. Jeder Leser liest mehr als 1 Blog zu einem Thema.
  3. Jeder Blogger und seine/ihre Erfahrungen sind einzigartig. Deine eigene Persönlichkeit bringt Leben in den Blog.

Wenn du gerne Details dazu hättest, lies dir meinen Blogartikel „Gibt es schon zu viele Blogs zu meinem Expertenthema?“ durch.

16 Gründe, warum du als Berater, Coach, Trainer oder Selbstständige bloggen solltest

Also, wenn du soweit überzeugt bist, dann lass uns einen Blick auf die Gründe werfen, warum sich ein Blog für Selbstständige auch heute noch lohnt.

Du gibst deinen Lesern einen Grund, dir zu vertrauen

Wenn jemand neu auf deine Website kommt, dann sieht er meist einen Slogan oder ein Angebot. Der User erfährt, wie du ihm helfen kannst oder was er kaufen kann. Das ist zwar gut für den ersten Überblick, aber woher weiß der Besucher eigentlich, dass du Ahnung von den Themen hast? Oder anders gesagt: woher weiß der User, dass er dir vertrauen kann?

Mit einem Blog kannst du deinen Lesern einen Vorgeschmack deines Wissens geben und über Themen schreiben, die deine Besucher beschäftigen. Du zeigst, dass du wirklich Ahnung davon und nicht nur ein leeres Versprechen auf der Startseite deiner Website stehen hast.

Du kannst dich als Expert:in positionieren

Und in diesem Vorgeschmack, den du gibst, kannst du auch gleich dein Wissen zur Schau stellen. Entweder in dem du How-To Beiträge schreibst und deine Expertise teilst. Oder auch durch das Schreiben von Kundenstorys oder Einblicke hinter die Kulissen.

Und um auch das Positionieren anzusprechen: Durch die Themen, über die du schreibst, machst du deutlich, wobei du den Leuten helfen kannst und möchtest. Und wobei eben nicht. Das hilft dir auch dabei, die richtigen Kunden anzuziehen (mehr dazu aber weiter unten).

Außerdem kannst du dich durch das Verbloggen deiner Grundsätze, Werte und Ansichten von deinen Mitbewerber:innen abheben.

Du wirst Expert:in

Aber was, wenn du noch gar keine Expert:in bist? Na da kommt dieser Grund ins Spiel.

Wenn du bloggst, dann musst du dich für jeden Blogartikel mit einem Teilbereich deines Themas auseinandersetzen. Du gehst immer mehr ins Details, baust Know-How auf, probierst Dinge aus, lernst andere Expert:innen kennen. Und ehe du dich versiehst, kannst du so gut wie jede Frage aus dem Effeff beantworten 😊

Dein Blog ist dein Portfolio

Ich weiß gar nicht, wie oft ich von Kolleginnen und Kund:innen höre: Du warst eine der Ersten, bei der ich mich zum Thema Blog informiert habe. Du kommst einem aber auch überall unter.

Zufall?

Nein, natürlich nicht 😉

Ich nutze meinen Blog als Portfolio, um zu zeigen, was ich kann: Blogartikel schreiben, die tausendfach geteilt werden und bei Google ganz oben ranken.

Aber auch in anderer Hinsicht ist er ein Portfolio. Und auch da kann ich mit einem Beispiel aus meiner Speaker-Karriere aufwarten. Wenn ich von Organisator:innen angeschrieben werde, dann meist mit folgenden Worten:

„Wir haben auf deinem Blog gesehen, du beschäftigst dich mit dem Thema xyz. Hättest du Lust, auf unserem Summit darüber zu sprechen?“

Also auch inhaltlich ist mein Blog ein Portfolio. Die Leute können sich ein Bild davon machen, worin ich Expertise habe.

Blog Start Challenge: Finde deine Nische

Du möchtest deinen eigenen Blog starten?

Dann sei bei der Blog Start Challenge von 21.-25.2. dabei, wo wir gemeinsam den wichtigsten Schritt machen: Wir finden deine Nische!

Und das gemeinsam mit mehr als 300 anderen angehenden Blogger:innen, die dir Feedback geben und mit denen du dich vernetzen kannst.

Du wirst unabhängiger von Social Media

Ein Trend, den ich momentan beobachte, ist folgender: Immer mehr Leute wollen unabhängiger von Social Media werden.

Die Datenschutz-Problematik hält uns schon seit Jahren in Atem (Stichwort: DSGVO). Vor kurzem hat Facebook-Gründer Marc Zuckerberg sogar angekündigt, dass sich das Unternehmen ganz aus Europa zurückziehen könnte.

Aber auch, wenn das (vorerst) nicht passiert, gibt einfach zu viele Unsicherheiten: 

  • Wann kommt die nächste Algorithmus-Änderung?
  • Warum werden meine Beiträge auf einmal nur noch 10% meiner Follower angezeigt? 
  • Darf man die Netzwerke in Zukunft überhaupt noch nutzen (wegen Datenschutz und so)?
  • Wird mein Account irgendwann versehentlich gesperrt? (Ist mir tatsächlich mal so gegangen. War nicht schön, kann ich dir sagen 😱)

Ich mag Social Media. Meistens. Aber ich bin froh, dass ich nicht abhängig davon bin, wenn es darum geht Kunden zu gewinnen. Während meiner Babypause war ich 6 Monate nicht auf Social Media, und trotzdem habe ich laufend Kundenanfragen bekommen – weil mein Blog währenddessen die Arbeit gemacht hat.

Du hast keinen Content-Stress, weil du Inhalte wiederverwerten kannst

Unlängst habe ich gelesen, dass es bis zu 30 Tage dauern kann, bis der der Facebook/Instagram – Algorithmus verziehen hat, wenn du mal eine längere Pause machst.

Aber du hast schon so viel zu tun, wie kannst du da sicherstellen, dass du auch regelmäßig auf Social Media postest?

Na klar, mit deinem Blog.

Denn die Blogartikel, die du dort schreibst, kannst du mir relativ wenig Aufwand recyceln und auf dann als sogenannter Snack-Content oder Micro-Content wiederverwerten.

Und aus einem Blogarikel kannst du leicht 10 – 15 Social Media Postings erstellen. Also wenn das mal nicht den Druck wegnimmt, dann weiß ich auch nicht…

Durch den Blog beschäftigst du dich laufend mit deiner Zielgruppe

Wer (online) erfolgreich sein möchte, muss seine Zielgruppe kennen. Durch das Schreiben der Blogartikel kommst du gar nicht drumherum dich mit ihr zu beschäftigen. Denn du möchtest ja jeden Artikel auf sie abstimmen. Das heißt, du musst wissen, was ihre Probleme sind und wobei sie Hilfe brauchen.

Das alleine hilft dir schon dabei, deine Angebote immer besser auf deine potenziellen Kund:innen abzustimmen.

Und weil du dich laufend mit deinen Lesern beschäftigst, bekommst du auch mit, wenn es Trends gibt oder sich Bedürfnisse ändern. Das kommt häufiger vor, als du denkst. Nicht nur, wenn eine Pandemie unser aller Leben durcheinanderwürfelt…

Durch den Blog lernst du laufend dazu und bleibst am Ball

Dazulernen kannst du übrigens nicht nur bei deiner Zielgruppe, sondern bei deiner Expertise ganz generell.

Im Arbeitsalltag passiert es schnell mal, dass man keine Zeit mehr für Fortbildungen hat oder stundenlang Fachmagazine oder Fachblogs zu lesen.

Aber jedes Mal, wenn du einen neuen Blogartikel schreibst und recherchierst, lernst du dazu. Und wenn es nur ein neuer Blickwinkel ist, oder eine neue Möglichkeit das Wissen weiterzugeben.

Der Blog hilft dir, mit den Lesern ins Gespräch zu kommen

Einer der großen Pluspunkte eines Blogs gegenüber einer “normalen” Website oder eines Presseportals ist, dass die Leser in den Kommentaren mit dir reden können.

Sie können dir Fragen stellen, aber auch Feedback geben, ob ihnen das Thema geholfen hat. Mir ist es schon öfter passiert, dass aus einem einfachen Kommentar ein längeres Gespräch entstanden ist. Und auch Verkäufe haben sich schon so angeleiert.

Blog ist super für Marktforschung

Die Rückmeldungen in den Kommentaren sind aber nicht der einzige Faktor, der dir hilft herauszufinden, welche Themen gerade „in“ sind.

Du kannst auch Kennzahlen wie die Seitenaufrufe oder Social Media Shares heranziehen und siehst so, was deine Leser ganz besonders beschäftigt. Oder anders gesagt: 

Du kannst deinen Blog perfekt nutzen, um kostengünstig Marktforschung zu machen.

Die Erkenntnisse kannst du nutzen, um Freebies zu erstellen oder sogar ein Produkt auf den Markt zu bringen.

Der Blog sortiert die falschen Kunden aus (und zieht die Richtigen an)

Dieses „erforschen“ funktioniert übrigens in beide Richtungen. Ja, du hast mit dem Blog die Möglichkeit, deine Leser zu erforschen. Aber sie können deine Arbeit genauso „erforschen“ oder kennenlernen. Durch die Arbeitsproben am Blog wissen sie, wie du arbeitest:

  • Bist du strukturiert und kommst schnell auf den Punkt?
  • Oder schreibst du blumig und schweifst immer wieder aus?
  • Usw.

In der Zeit, in der ich noch Einzelcoaching angeboten habe und dafür auch Erstgespräche, haben sich fast 95% der Leute für eine Zusammenarbeit entschieden. Meist war es für sie schon von vornherein klar und sie wollten nur noch über das genaue Vorgehen mit mir plaudern 😊

Und in der ganzen Zeit hatte ich auch nicht eine Kundin, von der ich nachher gesagt hätte, dass sie nicht zu meiner Arbeitsweise und mir gepasst hat.

Die Leser können dich (besser) kennenlernen

Vielleicht hast du folgenden Ausdruck schon mal gehört:

Menschen kaufen von Menschen – und nicht einfach Produkte.

Durch Storytelling wirst du nahbar und kannst deinen Lesern zeigen, dass auch du „nur“ ein Mensch bist. Dass du Fehler gemacht hast und regelmäßig dazulernst. Dass auch bei dir Kinder im Hintergrund schreien und du deine Ziele langsamer erreichst, also du gerne hättest… Was auch immer.

Ich empfehle meinen Kund:innen immer, frei von der Leber weg zu schreiben. Dadurch spiegelt sich ihre Persönlichkeit in den Texten wider: 

  • Bist du der straighte Typ oder der Kumpel, mit dem man scherzen kann?
  • Wirfst du mit Fachbegriffen um dich, sodass es für Anfänger schwierig ist, dir zu folgen oder erklärst du alles im Detail?

Der Einblick macht dich nahbarer und sympathischer. Und hilft deinen Lesern wiederum sich zu entscheiden, ob sie mit dir zusammenarbeiten wollen oder ob vielleicht doch ein:e andere:r Expert:in besser zu ihnen passt.

Du wirst leichter bei Google gefunden

Wenn deine Website nur 5 Seiten hat, dann können genau 5 Seiten in den Google Suchergebnissen auftauchen. Die Chance, dass genau diese 5 Seiten auf Platz 1 landen? Eher gering. (Außer du bist ein SEO-Guru, aber selbst dann…)

Wenn du aber jede Woche einen Blogartikel veröffentlichst, dann gibt es nach einem Jahr mindestens 52 mögliche Seiten, die in der Google-Suche auftauchen können.

Um es in einer Statistik auszudrücken: 

Websites mit Blog haben 434% mehr indexierte Seiten – und damit viel mehr Chancen, dass eine dieser Seiten bei Google weit oben auftaucht.

Natürlich kannst du noch mehr tun, als „einfach nur“ zu bloggen. Das steigert die Wahrscheinlichkeit, dass dein Blog weit oben rankt:

  1. Veröffentliche regelmäßig Blogartikel. Es muss nicht zwingend jede Woche ein Artikel sein, aber alle 2-3 Wochen wäre gut.
  2. Schreibe nur über Themen, die zu deiner Nische passen.
  3. Achte auf die Qualität deiner Blogartikel. Ein schlecht recherchierter Artikel dient weder der Suchmaschinenoptimierung noch deinem Expertenstatus.
  4. Mache Keyword-Recherchen und optimiere jeden Blogartikel auf ein anderes Keyword.

Wenn du diese Punkte beherzigst und dich in Geduld übst (sorry, ohne geht es leider nicht…), dann wirst du mit einem guten Ranking belohnt 😊

Es fällt dir leichter, E-Mail-Adressen zu sammeln

Du hast deine Leser durch deine Blogartikel überzeugt, dass du über interessante Themen schreibst, die auch noch nützlich für sie sind? Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt zur Anmeldung für deinen Newsletter – und du hast wieder einen engeren Draht zu ihnen.

Dieser Vorgeschmack ist heute wichtiger denn je, denn seit der DSGVO sind wir sensibilisiert dafür, was mit unseren Daten passiert. Und wir überlassen sie nicht mehr jedem einfach so…

Trotzdem finden einige Leser dich und dein Angebot vielleicht toll, sind aber noch nicht so weit, es in Anspruch zu nehmen (weil sie gerade kein Geld haben, die Zeit knapp ist, …). Durch den Newsletter hast du weiterhin einen Draht zu ihnen und sie vergessen dich nicht sofort wieder, nachdem sie das Browser-Fenster geschlossen haben.

Du hast regelmäßig Grund, deiner E-Mail Liste zu schreiben (aka Kundenbindung)

Wieder so etwas, das man regelmäßig machen sollte: Seiner E-Mail Liste schreiben.

Aber wenn es dir schwerfällt, ständig neue Themen zu finden, dann rettet dich auch hier der Blog. Zu jedem neuen Blogartikel, den du schreibst, kannst du einen Newsletter rausschicken. Einfach mit der Info, dass ein neuer Artikel online gegangen ist.

Und wenn du eine Fleißaufgabe machen willst, kannst du auch hier wieder Content Recycling betreiben: Zwischen 2 Blogartikeln kannst du einen Tipp aus einem alten Artikel teilen. Glaub mir, der Großteil deiner Abonnenten hat ihn entweder vergessen oder gar nicht gesehen 😉

Das Zusammenspiel zwischen Newsletter und E-Mail-Liste kannst du als Kundenbindung verstehen: Du meldest dich immer wieder bei deinen Stammlesern, auch wenn sie momentan keinen Bedarf haben. Aber dann, wenn sie Hilfe benötigen, bist du in ihrem Kopf festgesetzt 😊

Du wirst sichtbar, ohne dich in den Mittelpunkt drängen zu müssen

Wenn wir heute ein Problem haben, dann machen wir online-affinen Menschen alle das gleiche: Wir googeln. 

Bist du Yogatrainerin für Schwangere, dann ist es viel wahrscheinlicher, dass jemand nach „Yoga für Schwangere“ sucht als nach deinem Namen. 

Bloggst du also über das Thema, dann stiegt die Wahrscheinlichkeit, dass du über dieses Thema gefunden wirst. Denn Google liebt aktuelle Inhalte, die den Suchenden Mehrwert bieten. Und auch wenn sie deinen Namen bisher nicht kannten, hast du so eine neue potenzielle Kundin!

Du musst nicht selbst im Mittelpunkt stehen, sondern kannst deine Artikel für dich sprechen lassen.

Anders als auf Social Media, wo Selfies und private Einblicke in den meisten Fällen besser ankommen, als wenn du dein Expertenwissen teilst…

Gerade für introvertierte Personen, die nicht gerne im Mittelpunkt stehen, ist ein Blog also perfekt. 

Du hast Panik davor, ein Live-Webinar zu veranstalten? Oder kannst dich selbst einfach gar nicht auf Videos sehen? Und auch ein Podcast kommt für dich nicht in Frage? 

Ich kann dich gut verstehen! Der Vorteil von einem Blog ist, dass du nicht spontan sein musst und dich ein Stück weit hinter deinen Worten verstecken kannst. Aber eben trotzdem mit dem Vorteil, dass durch die Kommentare bei deinen Blogartikeln eine Konversation mit deinen Lesern passieren kann!

Die einzigen 3 ½ Gründe, warum du nicht bloggen solltest

Das sind ganz schön viele Gründe, um zu bloggen, oder? Um dir die Entscheidung zu erleichtern, möchte ich aber auch noch die (meiner Meinung nach einzigen) Gründe hervorheben, warum du nicht bloggen solltest.

1. Deine Leser sind nicht online

Blogs sind nunmal ein Online-Medium. Wer nicht ins Internet geht, der wird auch deinen Blog nicht lesen.

Ad hoc fällt mir zugegebenermaßen keine Zielgruppe ein, auf die das zutrifft. Aber ich lebe auch schon lange in einer Bubble, wo einfach jeder online ist 😅

Also bevor du dir den ganzen Aufwand machst, frag dich: Nutzt meine Zielgruppe Google, wenn sie eine Frage hat? Informiert sie sich online?

2. Du hast keine Geduld und möchtest das schnelle Geld machen

Das ist tatsächlich der einzige Grund, den ich nicht entkräften kann. Wenn du innerhalb von 1 Monat ein Online-Superstar sein willst und 20.000 Euro täglich verdienen willst, dann muss ich dich enttäuschen. Das wird wohl nicht funktionieren…

Beim Bloggen geht es, wie du schon gelesen hast, um den Aufbau von Vertrauen. Und der passiert nicht über Nacht…

Das heißt, du musst auch Geduld haben. Auch wenn du dich offline selbstständig machst, dauert es, bis dein Business wirklich abhebt. Und auch wenn online einiges anders ist – das dann leider doch nicht 😊

3. Du hast zu viele Kunden und möchtest nicht sichtbar sein

Das klingt jetzt vielleicht blöd, aber bei einem Networking-Event wurde ich tatsächlich mal folgendes gefragt:

“Ich bin Reifenhändler und habe sowieso mehr Kunden, als ich Termine vergeben kann. Warum muss ich bloggen?”

Meine Antwort: Muss du nicht. 

Ist doch schön, wenn dir die Kunden die Bude einlaufen. Dann brauchst du sicher keinen Blog, der dir bei der Kundenakquise für dein aktuelles Business hilft.

Aber es gibt auch noch andere Dinge, die du mit einem Blog erreichen kannst: Kundenbindung, um nur ein Beispiel zu nennen…

½ Du schreibst nicht gerne

Okay, wenn du nicht gerne schreibst, dann solltest du den Blog nicht als dein erstes Medium nutzen, um Inhalte zu veröffentlichen.

Aber: Wenn du z.B. einen Podcast hast, dann kannst du den Blog unterstützend nutzen, um Shownotes, Zusammenfassungen oder Transkripte zu veröffentlichen. Und wenn du möchtest, kannst du das sogar an eine VA auslagern 😊

Fazit: Warum sich bloggen doch noch lohnt

Ja, einen Blog zu starten und führen, ist mit viel Arbeit verbunden. Vor allem anfangs, wenn du noch nicht so viel Übung hast, wenn es um WordPress, SEO usw. geht. Aber die Gründe sprechen für sich.

Schon bevor du den ersten Artikel veröffentlicht hast, hast du eine Menge über deine Zielgruppe und dein Business gelernt. Und nach den ersten Monaten hast du dir ein Portfolio aufgebaut, mit dem deine Leser dich besser kennenlernen können.

Und zum Schluss kann ich dir versichern: Blogs gabs es schon vor Social Networks wie Facebook, andere wie Myspace oder StudiVZ haben sie überlebt. Und sie haben auch miterlebt, wie sich Pinterest wiederholte Male neu erfunden hat.

Mit anderen Worten: Blogs are here to stay und je früher du anfängst zu bloggen, desto früher kannst du davon profitieren!

So, und jetzt würde ich gerne von dir wissen: Hast du einen Blog? Oder denkst darüber nach, einen zu starten?

4.9/5 (7 Reviews)

17 Kommentare zu „Warum bloggen? 16 Gründe, warum sich Bloggen für Selbstständige lohnt“

  1. Ach ja… Bloggen ist so wie ziemlich alles im Leben… Da hat irgendwie auch alles Vor- und Nachteile ;-) Schön hast du die Nachteile etwas entschärft – gerade die Geduld finde ich am schwierigsten… Das Zeitrad dreht zum Teil ziemlich langsam…
    Ich wünsche dir einen wunderbaren Abend
    Lg Debby

  2. Ich bin kurz davor, aus einem Angestelltenverhältnis in die Selbständigkeit zu gehen. Und das auch über das Bloggen. Und Du hast da völlig Recht mit dem Punkt Geduld. Es hat sehr lange gedauert, bis sich Dirks-Computerecke.de zu einem Blog entwickelt hat, von dem man auch Leben kann.

    Inzwischen ist in mir auch die Idee gereift mein Wissen und meine Erfahrungen, gerade im Umgang mit WordPress und dem Aufbau eines Blogs oder einer Nischenseite weiterzugeben. Dazu habe ich extra ein separates Projekt gestartet.

    Also Bloggen als Selbständiger funktioniert und hilft mit Sicherheit die eigene Selbständigkeit voranzubringen.

  3. Herzlichen Dank für die vielen Tipps, die ich hier finden konnte!

    Gerade heute hat mir ein Abschnitt dieses Artikels richtig gut getan: Blogger brauchen Geduld. Ich bin also nicht die Einzige, die manchmal zweifelt, ob sich die Mühe überhaupt lohnt. :)

    Dabei betreibe ich meinen Blog nicht mal als „echtes Business“, sondern hoffe nur, irgendwann mal die eine oder andere Dose Katzenfutter für meine Schützlinge über den Blog finanzieren zu können. Wie muss das erst bei „echten“ Business-Blogs sein … Ich bewundere euer Durchhaltevermögen!

    Danke für diese freundliche Erinnerung dran, dass auch kleine Erfolge echte Erfolge sind und dass das Durchhalten und Dranbleiben auch bei anderen nicht immer einfach ist/war.

  4. Hallo Janneke,

    dieses Thema und diesen Artikel finde ich sehr interessant. Persönlich vertrete ich die Meinung, dass selbstständige Unternehmer/-innen bloggen als Teil ihrer PR-Aufgaben betrachten und wahrnehmen sollen. Bloggen beansprucht Zeit und Geld. Beides ist gut investiert in das eigene Unternehmen, wenn konkrete Ziele verfolgt werden.

    Beste Grüße

    Ralph

  5. Liebe Janneke,

    danach hab ich gesucht!
    Ich bin Texterin und weil ich das so gerne mache, schreibe ich seit Kurzem nicht nur für meine Kunden, sondern auch für mich (und die, dies interessiert) auf meinem Blog.

    Dein Beitrag passt also wie die Faust aufs Auge!
    Auf zum nächsten. ;-)

    Liebe Grüße,
    Veronika

    1. Hi Stephanie,
      vor der „Konkurrenz“ musst du keine Angst haben. Wichtig ist, dass es dir Spaß macht mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen und du gerne etwas im Internet veröffentlichen willst. Klar solltest du dich von den anderen Blogs abheben, aber mit der richtigen Strategie ist das überhaupt kein Problem!

      Viele Grüße,
      Janneke

    2. Hallo Stephanie,

      im Gegenteil: gerade Blogs ermöglichen es einem, sich von der „Konkurrenz“ abzugrenzen. Wenn 2 das Gleiche anbieten, ist es aber nie genau gleich und jeder Anbieter macht das Gleiche auch etwas anders. Genau dadurch kannst Du Dich gut positionieren.

      Ich würde Dir auf jeden Fall raten, ein Blog zu eröffnen.

      Wünsche Dir viel Erfolg.

      Ralf


      http://www.AnzMaker.de – die Anzeigenschleuder

  6. Hallo Janneke,

    ein sehr guter Artikel wie ich finde, aber die Zeiten von Bloggen und Geldverdienen mit Blogs sind doch schon fast vorbei, der Markt ist viel zu Groß geworden und die passende Niche zu finden nicht einfach.

    Danke für deinen Artikel

    1. Hallo Manuel!
      Ach, denkst du? Wie kommst du denn darauf?
      Blogs sind jetzt erst so richtig im Kommen, da ist meiner Meinung nach noch lange kein Ende in Sicht. Das stimmt schon, die richtige Nische bzw. das eigene USP zu finden ist nicht immer einfach. Aber „nicht einfach“ heißt ja nicht „unmöglich“ ;-)

      Viele Grüße,
      Janneke

  7. Bloggen als Selbständigkeit – ein interessantes Thema. Leider unterschätzen viele Menschen diese harte Arbeit. Ich selbst bin Blogger, kenne auch einige Influencer und man steht immer unter Druck. Man muss Content bringen, sei es auf Insta, auf dem Blog etc. Es ist ein Fulltime Job. Und verdient Anerkennung.

  8. Ich selbst bin auch Selbstständig und habe gerade am Anfang viele Probleme gehabt, was Buchhaltung und Steuern angeht. Mittlerweile bin ich aber 5 Jahre selbstständig und habe das im Griff. Jedoch kenne ich gerade im Bloggerbereich viele Selbstständige, die sich einfach nicht darum kümmern. Welche Erfahrungen durftest du mit diesem Thema machen? FA und co?

  9. Thommy Santiago

    Hallo Janneke,

    danke für deinen guten Beitrag!
    Ich bin gerade dabei mir viel zu dem ganzen Thema Selbständigkeit durchzulesen und bin dabei auch auf deinen Blog gestoßen. Ich habe schon viel in meinem Unternehmen mit Blogs zu tun gehabt und es ist ein richtig guter Weg, um mit Kunden zu interagieren und auch Wissen zu vermitteln.

    Generell suche ich noch allgemeine Tipps, um sich selbstständig zu machen und da habe ich auch diese Seite gefunden: https://www.vorlagen-center.com/magazin/selbststaendig-machen/ was hältst du von diesen Tipps?

    Ich würde mich über eine Antwort freuen :)

    LG
    Thommy

  10. Ich kann den ersten Punkt nur betonen: sich als Experte zu positionieren und Vertrauen aufzubauen. Jeder kann heute eine Website erstellen, aber nur die wenigsten sind wirklich gut in dem, worüber sie auf der Website oder im Blog schreiben. Wenn du Experten-Content erstellst, wirst du unweigerlich zum Experten und ziehst automatisch Interessenten an, die du für dein Business brauchst. Der Aufbau von Vertrauen wird immer wichtiger, wenn es um Kundenbeziehungen geht.

  11. Pingback: Eine Pause im Blog - Entscheidung zwischen Ausbildung und Bloggen - puntoyaparte

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